"Arbeit ist erledigt"

GM-Urgestein Bob Lutz hört auf

Die US-Autoindustrie verliert eine ihrer bekanntesten Persönlichkeiten: Top-Manager Bob Lutz verlässt General Motors. Der 78-jährige Tausendsassa hat sich zuletzt um Entwicklung und Design gekümmert.

Der langjährige Topmanager des US-Autokonzerns General Motors, Bob Lutz, geht in den Ruhestand. "Meine Arbeit hier ist erledigt", so der der 78-Jährige. Lutz war in zahlreichen Funktionen beim Opel-Mutterkonzern tätig. Zuletzt hatte ihn Konzernchef Ed Whitacre zum Berater für Produktentwicklung ernannt.

Der 78-Jährige hatte eigentlich bereits vor einem Jahr in den Ruhestand gehen wollen, war dann aber noch an Bord geblieben und hatte nach dem Ende des Insolvenzverfahrens von GM im Sommer 2009 die Verantwortung für das Marketing übernommen. Der ehemalige Marineflieger war 1963 in den Dienst von General Motors getreten und nahm zunächst verschiedene Management-Aufgaben für den Konzern in Europa wahr. Er wechselte 1971 zunächst zu BMW und ging drei Jahre später zu Ford, wo er zeitweise die Europaabteilung leitete.

1986 ging der gebürtige Schweizer zum Autobauer Chrysler, wo er 12 Jahre dem Vorstand angehörte. Nach einem Intermezzo an der Spitze des US-Batterieherstellers Exide kehrte er 2001 zu GM zurück, wo er in den folgenden Jahren für die Produktentwicklung verantwortlich war. Lutz genoss in der Autoindustrie hohes Ansehen, war aber zugleich nicht unumstritten. Kritiker warfen ihm vor, mit seiner Vorliebe für PS-starke Autos zur Krise von General Motors beigetragen zu haben.

(apn, N24)

04.03.2010 15:11 Uhr

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