Großer VW-Abend in Genf

Gut besuchtes Familientreffen

Wie in jedem Jahr herrscht großes Gedränge beim VW-Konzernabend im Vorfeld des Genfer Auto-Salons. Die Chefs der einzelnen Marken präsentieren ihre Neuheiten mit viel Prunk und Prominenz.

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Unbestrittenes Highlight auf dem VW-Konzernabend war der Porsche 918 Spyder
Dank Plug-in-Hybrid soll der Porsche nur drei Liter auf 100 Kilometer verbrauchen
Mit stolzer Brust: Porsche-Chef Michael Macht (links) und Walter Röhrl (im Auto)
Untermalt von heiserem Sound rollte der Lamborghini LP 570-4 Superleggera auf die Bühne
Als schmückendes Beiwerk steht ein Model neben dem starken Italiener
Das Kürzel Superleggera unterstreicht: Dieser Lambo hat kein Gramm zu viel
Pilotiert wurde das grüne Geschoss von Lamborghini-Chef Stefan Winkelmann
Einen Ausblick auf die Elektro-Zukunft gibt Seat mit der Studie IBE
Das Concept Car ist nur 3,78 Meter lang, das sind 25 Zentimeter weniger als ein Ibiza
Ab 2014 will Seat Elektroautos auf den Markt bringen
Der IBE gibt auch einen Ausblick auf das künftige Seat-Design
Moderatorin Nazan Eckes führte charmant durch die Veranstaltung
Das VW-Highlight ist der neue Sharan
Nach 15 Jahren bekommt der Van endlich einen Nachfolger
VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg erläutert im Gespräch die Vorzüge des Sharan
Die hinteren Schiebetüren werden Familienväter und -mütter erfreuen
Die Preise des neuen Sharan sollen bei rund 29.000 Euro starten
Gruppenbild mit Gast: Martin Winterkorn (links), Osamu Suzuki (2.v.l.) und Ferdinand Piëch (rechts)
Der neue Audi-Star ist der kleine A1
Die gereckten Kameras verdeutlichen das Interesse am Mini-Konkurrenten
Gelenkt wurde der rote A1 vom neuen Werbeträger ...
... Justin Timberlake (Mitte), hier mit Audi-Chef Rupert Stadler
Mit Timberlake will Audi die junge Zielgruppe für den A1 begeistern
Ungleiches Doppel: Das Bentley Supersports Cabrio (links) und der Skoda Fabia RS
Tschechische Sportskanone: Der Fabia RS zeigt das Facelift der Baureihe
Wo RS draufsteht, sind beim Fabia 180 PS drin
Ein farblich abgesetztes Dach und ein Doppel-Endrohr untermauern den sportlichen Anspruch
Mächtig gewaltig: Das 630 PS starke Bentley Supersports Cabrio
In nur 4,2 Sekunden soll der Bentley auf Tempo 100 stürmen
Der Gigant: Noch ist der Bugatti 16C Galibier eine Studie
Auffallend: Fließheck und vier Endrohre an jeder Seite
Wie es sich gehört: Ultraedler Innenraum beim Bugatti 16C Galibier
Schöne Aussichten: Wer stiehlt hier wem die Schau?
Unbestrittenes Highlight auf dem VW-Konzernabend war der Porsche 918 Spyder

Was lange währt

Und VW selbst? Die Wolfsburger bringen mit Touareg, Polo GTI, CrossPolo und CrossGolf eine Fülle von Neuheiten mit nach Genf, doch im Bahndepot stehen nur zwei Autos im Mittelpunkt. Die Nutzfahrzeugsparte bringt den Pick-up Amarok mit, während im Pkw-Bereich der Sharan nach 15 Jahren endlich einen Nachfolger bekommt. Mit einem Stapel Karteikarten in der Hand erläutert VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg im Gespräch mit Moderatorin Nazan Eckes die Vorzüge des Vans, ehe er zur Praxis übergeht. Die serienmäßigen hinteren Schiebetüren öffnen sich, damit Hackenberg das Sitzkonzept demonstrieren kann.

Optimistisch in die Zukunft

VW-Chef Martin Winterkorn unterstreicht die Ziele der Marke im Bereich Elektromobilität: Der Touareg Hybrid steht bereits in Genf, 2011 wird eine Testflotte von 500 Golf mit Elektroantrieb gebaut. 2012 folgt ein Jetta Hybrid für den US-Markt, ab 2013 geht der E-UP in Serie. Winterkorn gibt sich selbstbewusst: "Ziel ist die Marktführerschaft in der E-Mobilität bis 2018. Wir wollen einen Anteil von drei Prozent Elektrofahrzeugen innerhalb unserer gesamten Angebotspalette erreichen. Das Herz der Marke schlägt in Zukunft auch elektrisch." so Winterkorn.

Voll ist es im "Espace Sécheron", sehr voll sogar. In dem ehemaligen Bahndepot warten so viele Fotografen und Journalisten, als würden gleich Barack Obama und Angela Merkel heiraten. Doch das eigentliche Event ist nicht minder bedeutsam: Wie in jedem Jahr zeigt der VW-Konzern am Vorabend seine wichtigsten Neuheiten.

Chefs und Promis

Eine Überraschung gibt es gleich zu Anfang: Als erster hochrangiger Vertreter wird Suzuki-Boss Osamu Suzuki auf die Bühne gerufen, erst danach folgen die VW-Oberen Winterkorn und Piëch. Eine Geste der Höflichkeit, schließlich hält Volkswagen seit kurzen 20 Prozent an dem japanischen Autobauer. Dann beginnt das Modellfeuerwerk: Audi-Chef Rupert Stadler steigt aus dem neuen A1, an seiner Seite Popstar Justin Timberlake. Den schärfsten Auftritt legt Stefan Winkelmann von Lamborghini hin: Flankiert von zwei Grazien, steuert er den 570 PS starken Gallardo LP 570-4 Superleggera auf die Bühne. Indes, Schritttempo passt eigentlich nicht zu dem Italo-Supersportler, der bis zu 325 km/h rennen kann. In der gleichen Liga befinden sich das Bentley Supersports Cabrio mit seinen 630 PS und der Bugatti 16C Galibier mit 16 Zylindern.

Überraschung aus Zuffenhausen

Für eine echte Überraschung sorgt die jüngste VW-Konzernmarke: Mit Walter Röhrl und Porsche-Chef Michael Macht an Bord rollt der Porsche 918 Spyder ins Scheinwerferlicht. Der schnittige Hybrid-Roadster soll ein wahrer Tausendsassa sein: bei Bedarf Rennsportler auf dem Nürburgring oder Sparkünstler mit drei Liter Verbrauch. Die Akkus werden an der Steckdose aufgeladen - wer hätte das je bei einem Porsche erwartet. In Sachen Volkssport betätigt sich Skoda mit dem 180 PS starken Fabia RS, während Seat die schnittige Elektro-Studie IBE zeigt.

(Autonews)

02.03.2010 09:55 Uhr

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