1422 Minuten ohne Tor: Aber wenn's drauf ankommt, trifft Lukas Podolski. Mit seinem Führungstor gegen die Bayern hält er den Kampf um die Tabellenspitze spannend. Beim BVB bleibt Zidan der Star.
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Dem FC Bayern München droht am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga der Verlust der Tabellenführung. Der Rekordmeister musste sich am Samstag mit einem 1:1 beim 1. FC Köln begnügen und ist Platz eins los, wenn Bayer Leverkusen seine Partie am Sonntag beim Abstiegskandidaten 1. FC Nürnberg gewinnt. Der Schalke 04 gewann bei Eintracht Frankfurt mit 4:1 und schob sich vorerst auf Rang zwei. Im Tabellenkeller feierte Hannover 96 mit dem 2:1 beim SC Freiburg seinen ersten Erfolg nach 13 sieglosen Spielen.
Ausgerechnet Lukas Podolski brachte die Münchner Bayern nach 17 ungeschlagenen Pflichtspielen an den Rand einer Niederlage. Mit seinem ersten Bundesliga-Tor nach mehr als 1400 Minuten traf der Nationalspieler gegen seinen Ex-Club (31.). Bastian Schweinsteiger (58.) bewahrte die Bayern bei ihrer Generalprobe für das Achtelfinal- Rückspiel in der Champions League beim AC Florenz aber vor einem Ausrutscher. Dennoch bedeutet das Resultat einen Dämpfer für die Münchner, die die letzten sieben Partien in Köln gewonnen hatten.
BVB zurück in der Spur
Borussia Dortmund hat im Kampf um einen internationalen Startplatz die Nerven bewahrt. Nach zuletzt vier Niederlagen in fünf Spielen gelang der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ein 3:0 (1:0) über Borussia Mönchengladbach. Vor 79 800 Zuschauern im Signal Iduna Park sorgte Kevin Großkreutz (13.) und Mohamed Zidan (54./70.) am Samstag für den verdienten Erfolg der Gastgeber, die nun wieder drei Punkte vor Verfolger Bremen liegen. Dagegen musste Mönchengladbach die erste Schlappe seit dem 21. Spieltag hinnehmen.
Eine Woche nach der schmerzlichen Derby-Niederlage beim FC Schalke waren die BVB-Profis sichtlich um Wiedergutmachung bemüht. Mit hoher Laufbereitschaft und konsequentem Pressing zwangen sie den Gegner zu Fehlern. Das hohe Anfangstempo machte sich schnell bezahlt. Gleich die erste Möglichkeit nutzte Großkreutz zur Führung.
Auch nach Wiederanpfiff änderte sich das Kräfteverhältnis wenig. Wie schon in der ersten Hälfte glückte dem weiterhin überlegenen BVB ein frühes Tor. Der fleißige Zidan schloss ein Solo mit einem sehenswerten Fernschuss in den Torwinkel ab und sorgte damit für die Vorentscheidung. Der Widerstand der Gäste, bei denen der kurz zuvor eingewechselte Rob Friend (64.) die Chance zum Anschlusstreffer leichtfertig vergab, war damit gebrochen. Nach schönem Zuspiel von Lucas Barrios erhöhte Zidan mit seinem fünften Saisontreffer auf 3:0.
Eintracht deklassiert
Schalke 04 unterstrich derweil seine Titelambitionen auch bei Eintracht Frankfurt. Mit einem Doppelschlag stellten Joel Matip (12.) und Benedikt Höwedes (15.) die Weichen für das Team von Felix Magath, das nach dem Anschlusstor durch Alexander Meier (52.) noch einmal um die drei Punkte bangen musste. Doch dann machten Ivan Rakitic (81.) und Kevin Kuranyi (89.) mit seinem 13. Saisontor alles klar für «Königsblau». Nach einer mäßigen Leistung gewann der Hamburger SV glücklich mit 1:0 gegen Schlusslicht Hertha BSC und fand in die Erfolgsspur zurück. Marcell Jansen (40.) erzielte den einzigen Treffer.
Der VfB Stuttgart gab in Bremen einen sicher scheinenden Sieg noch aus der Hand. Pavel Pogrebnjak (15.) und Sami Khedira (43.) brachten die Schwaben bereits mit 2:0 in Führung, doch dann erwachte bei Werder der Kampfgeist. Hugo Almeida (75.) verkürzte für die Bremer, Torsten Frings gelang per Foulelfmeter (81.) der Treffer zum 2:2- Endstand. Damit hielt die Erfolgsserie der Bremer, die zum fünften Mal nacheinander ungeschlagen blieben.
Mit einem Kraftakt erkämpfte der VfL Wolfsburg den dritten Sieg nacheinander. Durch die Saisontore elf und zwölf von Edin Dzeko (60./79.-Foulelfmeter) sowie Obafemi Martins (75.) und Jonathan Santana (90.) wandelte der deutsche Meister einen 0:1-Rückstand gegen den VfL Bochum noch in einen 4:1-Sieg um und fügte den Westdeutschen die erste Rückrunden-Niederlage zu. Paul Freier (28.) hatte die Bochumer in Front geschossen.
96 schöpft Hoffnung
Hannover 96 stoppte seine Negativserie von 13 sieglosen Spielen mit dem 2:1 im Kellerduell beim SC Freiburg. Der vom VfB Stuttgart ausgeliehene Elson (63.) und ein Eigentor von Demba Cisse (73.) bescherten Trainer Mirko Slomka in seiner siebten Partie auf der Bank der Niedersachsen das erste Erfolgserlebnis. Durch den Erfolg schlossen die 96er in der Tabelle nach Punkten zu den Freiburgern auf, die trotz des Treffers von Yacine Abdessadki (70.) zum elften Mal nacheinander nicht gewinnen konnten.