Bahn-Börsengang

Grube froh über Absage

Bahn-Chef Rüdiger Grube ist sich sicher: Wäre die Deutsche Bahn 2008 an die Börse gegangen, hätte es große Probleme gegeben. Der Börsengang war damals von der Bundesregierung gestoppt worden.

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Rüdiger Grube ist heute froh, dass die Deutsche Bahn im Jahr 2008 nicht an die Börse gegangen ist.

Die Deutsche Bahn war nach Ansicht ihres neuen Chefs Rüdiger Grube zum Zeitpunkt des ursprünglich geplanten Börsengangs nicht reif für den Gang aufs Parkett. "Wäre der Börsengang im Oktober 2008 geglückt, dann hätten wir schnell ein Problem bekommen", sagte Grube der "Financial Times Deutschland". Grube verwies auf die technischen Probleme, die die Bahn seit Monaten plagen. Dafür sei zwar nicht der Konzern selbst, sondern die Zughersteller verantwortlich, die mangelhafte Fahrzeuge geliefert hätten. "Aber der Aktienkurs hätte darauf keine Rücksicht genommen", sagte Grube.

Bundestag und Bundesregierung hatten 2008 den Weg für die Privatisierung von 24,1 Prozent des Personen- und Güterverkehrs der Deutschen Bahn freigemacht. Der damalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) zog dann nach dem endgültigen Ausbruch der Finanzkrise im Herbst allerdings die Notbremse und stoppte den Gang aufs Parkett. Grube erteilte jetzt Vorschlägen der FDP eine klare Absage, die Logistiksparte Schenker aus dem Konzern zu lösen und getrennt zu privatisieren. "Da mache ich nicht mit", sagte der Bahn-Chef. "Ich stehe ohne Wenn und Aber für den integrierten Konzern."

(AFP, N24)

08.03.2010 11:34 Uhr

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