Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat die Bemühungen der US-Regierung im Kampf gegen Spekulanten gelobt. US-Präsident Barack Obama habe ihm auf seine Bitte hin, schärfer gegen Spekulanten vorzugehen, eine "positive Antwort" gegeben, sagte Papandreou in Washington nach einem Treffen mit Obama. In Griechenland steht am Donnerstag ein Generalstreik gegen die Sparpläne der Regierung an.
Das Thema werde bei dem Treffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer Ende Juni im kanadischen Toronto auf der Tagesordnung stehen. Papandreou betonte zudem, die US-Regierung habe seinem von der Wirtschaftskrise schwer gezeichneten Land keine finanziellen Hilfszusagen gemacht.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Dienstag in Luxemburg angekündigt, im Verbund mit drei weiteren Euro-Staaten Wetten auf Staatsbankrotte unterbinden zu wollen. Nach Merkels Worten fordern Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Griechenland selbst die EU-Kommission auf, rasch eine entsprechende Richtlinien-Novelle vorzulegen.
Der von den griechischen Gewerkschaften für Donnerstag angekündigte Generalstreik gegen das drastische Sparprogramm der Regierung dürfte das öffentliche Leben weitgehend lahmlegen. Wegen der Beteiligung der Fluglotsen an der landesweiten Aktion werden an diesem Tag alle Flüge von und nach Griechenland ausfallen. Nach Angaben der Gewerkschaft der Fluglotsen beginnt die 24-stündige Arbeitsniederlegung am Mittwoch um Mitternacht. Die griechischen Fluggesellschaften Olympic Air und Aegean kündigten bereits für Mittwochabend Behinderungen im Flugverkehr an.
Zu den landesweiten Streiks hatten die Gewerkschaftsverbände GSEE für die private Wirtschaft mit einer Million Mitgliedern und ADEDY für den öffentlichen Dienst mit 300.000 Mitgliedern aufgerufen. Dem Streikaufruf schlossen sich auch die Gewerkschaft der Seeleute und die der öffentlichen Eisenbahnen an. In den beiden größten Städten Athen und Thessaloniki werden überdies die Busse und Straßenbahnen in den Depots bleiben. Die Entscheidung der U-Bahn-Beschäftigten über eine Beteiligung am Arbeitskampf steht noch aus.
(AFP)
10.03.2010 13:09 Uhr





