Fußball: Champions League

Bayern spielt für Geld, Prestige & Ribery

In der Champions League geht es für den FC Bayern nicht nur um den Einzug ins Viertelfinale. Die Münchner müssen gegen den AC Florenz siegen, um Franck Ribery zu halten.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Bayern München muss gegen Florenz siegen, damit Franck Ribery (l.) bleibt. (im Bild mit Arjen Robben)
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten.
Seit 39 Jahren ist Uli Hoeneß fest mit dem FC Bayern München verbunden. Angefangen als Spieler und anschließend als Manager formt er den Verein zum deutschen Rekordmeister. Eine lange Zeit in der viel passiert ist.
Ulrich "Uli" Hoeneß beginnt seine Fußballkarriere in seiner Heimatstadt Ulm. Aber schon als 18-jähriger wechselt er in den Profikader des FC Bayern München und geht dort als Außenstürmer erfolgreich auf Torejagd.
Zusammen mit seinem Sturmpartner Gerd Müller schafft Hoeneß es, 53 Tore in einer Saison zu schießen. Absoluter Rekord bis zum Jahr 2009, als die Bestmarke von den Wolfsburgern Dzeko/Grafite um ein Tor überboten wird.
Mit den Bayern holt er nahezu alles, was es zu gewinnen gibt. Wie beispielsweise der Sieg im Europapokal der Landesmeister 1976 (heutige Champions League).
"Außenstürmer" Hoeneß erhält den Spitznamen "schnellster lebender Stürmer Europas“. Er läuft die 100 Meter damals in 11,0 Sekunden - heute kaum vorstellbar.
Hoeneß wird bald auch Stammspieler in der Nationalmannschaft, in der er bereits im März 1972 sein Debüt gibt.
1974 nimmt er während der Weltmeisterschaft an allen sieben WM-Spielen teil und wird ...
... durch ein 2:1 im Finale gegen Holland Weltmeister.
Im Finale der Europameisterschaft 1976 vergibt er seinen Elfmeter gegen die CSSR, die daraufhin Europameister wird. Dieser Fauxpas verfolgt ihn noch heute.
In seiner aktiven Karriere wird er Weltmeister und Europameister mit der Nationalelf, je dreimal Deutscher Meister und Europapokalsieger der Landesmeister und einmal DFB-Pokal-Sieger mit den Bayern.
Ein einziges Mal wird Hoeneß den Bayern "untreu" und spielt in der Saison 1978/79 für den 1. FC Nürnberg. Nach nur elf Spielen und keinem Tor muss er jedoch seine Fußballschuhe an den Nagel hängen.
Ein irreparabler Knieschaden zwingt den gerade 27 Jährigen zum Beenden seiner Profilaufbahn. Dem Fußball bleibt er aber weiter treu. Er kehrt zum ...
... FC Bayern zurück und wird 1979 der jüngste Manager in der Fußball-Bundesliga. Hier ist er neben dem ehemaligen Bayern-Manager Robert Schwan zu sehen.
Fortan ist der Erfolg des FC Bayern München fest mit dem Namen Uli Hoeneß verbunden. Bei seinem Amtsantritt hat der Verein einen jährlichen Umsatz von 6 Millionen Euro und dabei 3,5 Millionen Euro Schulden.
Unter der Führung Hoeneß' wird der FC Bayern zu einem der wirtschaftlich solidesten Vereine Europas und zur unangefochtenen Nummer eins in der Bundesliga. Kurzum: zum meistgeliebten und meistgehassten deutschen Fußballverein.
Vom Merchandising amerikanischer Sportvereine inspiriert, führt Hoeneß bereits in den 70er Jahren zahlreiche Bayern-Fanartikel ein. Dieses in Deutschland bis dato unbekannte Marketing-Instrument bringt großen wirtschaftlichen Erfolg.
Nebenbei ist Hoeneß Gesellschafter der HoWe Wurstwaren KG Nürnberg. Die Firma, gegründet 1983, wird von seinem Sohn Florian als Geschäftsführer geleitet. Beliefert werden etwa Aldi und das Bierzelt von Feinkost Käfer auf der Wiesn. Glück ...
... hat der beruflich erfolgreiche Hoeneß am 17. Februar 1982. Er überlebt als einziger Passagier den Absturz eines zweimotorigen Propellerflugzeuges.
Und auch für den Verein scheffelt Hoeneß Geld. Zahlreiche Sponsorenverträge sichern Millioneneinnahmen. Ein Hauptsponsor ist Audi. Vom Autobauer bekommt jeder Bayern-Spieler einen Dienstwagen gestellt.
Für seine Manager- und Unternehmerleistung wird Hoeneß sogar mit Preisen ausgezeichnet. Als erster Fußballmanager erhält er den Preis der Marketing-Zeitschrift "Horizont" für den Unternehmer des Jahres 1999.
Das Prestigeobjekt seiner Managertätigkeit ist der Bau der Allianz Arena, eines gigantischen Fußballtempels, mit Platz für fast 70.000 Zuschauer. Der FCB ist Besitzer des Stadions und trägt hier seit 2005 seine Heimspiele aus.
Die Erfolge als Bayern-Manager sind natürlich eng mit dem sportlichen Erfolg des Vereins verbunden. Und diese sind beim deutschen Rekordmeister zahlreich: ...
So gewinnen die Bayern unter anderem 2001 die Champions League und werden im gleichen Jahr Weltpokal-Sieger.
Doch nicht nur bei Siegen ist Hoeneß immer nah beim Team, auch bei Niederlagen steht er den Spielern bei. 1999 bei der legendären Finalniederlage gegen Manchester United in der Champions League.
Hoeneß ist zudem dafür bekannt, zu einigen Kollegen kontroverse Beziehungen zu pflegen. Er liefert sich etwa Wortgefechte mit Willi Lemke - und Christoph Daum wegen dessen "Koksaffäre".
Auch die Bayern-Fans bekommen ihr Fett weg: Berühmt seine Wut-Rede 2007: "Was glaubt ihr eigentlich wer ihr seid, dass wir hier kritisiert werden dafür, dass wir uns seit vielen Jahren den Arsch aufreißen, ..."
Dabei hat Hoeneß bei aller seiner Streitbarkeit auch soziale Seiten. Bei notleidenden Vereinen lässt er etwa die Bayern zu Solidaritätsspielen auflauen.
Beim Abschied des langjährigen Erfolgstrainers Ottmar Hitzfeld fließen bei Hoeneß dann die Tränen.
Privat leistet sich Hoeneß keine "Skandale". So wohnt er in Bad Wiessee/Tegernsee, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Nun verabschiedet sich Hoeneß von seinem Manageramt und wird neuer Präsident des FC Bayern. Er beerbt Franz Beckenbauer, der wiederum Ehrenvorsitzender wird.
Nachfolger auf dem Managerposten wird Christian Nerlinger (l.). Der ehemalige Bayern-Profi tritt in große Fußstapfen, die sein Vorgänger Hoeneß hinterlassen hat.
Ob Hoeneß als neuer Präsident den Ball flach hält und sich aus dem operativen Geschäft raushalten wird? Bei seinem Temperament ist das kaum vorstellbar.
Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
Buddhas auf dem Dach? DJ-Pult für Bayern-Partys? Bibliothek zur geistigen Erbauung? Der Firlefanz der Klinsmann-Ära musste ...
... weichen. Mit dem Niederländer Louis van Gaal weht beim Rekordmeister FC Bayern München ein neuer Wind. Ab jetzt wird trainiert, nicht meditiert.
Der Trainer hat einiges an Material zum Formen. Neu im Team (von oben links nach unten rechts): Thomas Müller, Holger Badstuber, Mario Gomez, Anatoli Timoschtschuk, Ivica Olic, Edson Braafheid, Alexander Baumjohann, Daniel Pranjic und Andreas Görlitz.
Und bei der ersten Trainingseinheit mussten die Neulinge - wie hier Ex-HSV-Angreifer Olic - gleich ordentlich ran. Unter den Augen ...
... unzähliger Kameras bemühten sich die Bayern-Kicker, einen guten Eindruck beim als streng geltenden ...
... van Gaal zu hinterlassen. Mit an die Isar brachte der Holländer 13 neue Experten, zuvorderst Co-Trainer Andries Jonker (re.).
Bindeglied zwischen "altem" und "neuem" FC Bayern ist Haudegen Hermann Gerland (re., mit Jonker), der zuletzt die zweite Mannschaft der Münchner trainierte.
Trotz Trainings ließ es der neue Übungsleiter am ersten Tag locker angehen. Rekord-Neuling Mario Gomez - er kam für schlappe 30 Millionen Euro vom VfB - verging zumindest nicht das Lachen.
Ob die Bayern-Profis, zu denen am ersten Trainingstag zumindest auch noch Franck Ribery gehörte, verstehen, was ihr neuer Coach von ihnen verlangt, können Fans erst in ...
... einigen Wochen sehen - wenn der Ball in der Liga wieder rollt.
Trainerwechsel zahlen sich aus: Diese Fußball-Weisheit scheint sich in München wieder einmal zu bewahrheiten. Unter dem "alten" Neu-Trainer Jupp Heynckes, der gegen Borussia Mönchengladbach ...
... auf der Trainerbank von Bayern München Platz nahm, nachdem der deutsche Rekordmeister Jürgen Klinsmann zuvor den Laufpass gegeben hatte, kehrte der Erfolg zurück in die Allianz-Arena. Nach der 0:1-Pleite gegen Schalke 04 konnten die Bayern ...
... dank eines Tores des starken Schweinsteiger (im Bild) und eines Treffers von Altintop gegen die abstiegsbedrohten "Fohlen" 2:1 ...
... gewinnen. Den Jubel trübte nur der zwischenzeitliche Ausgleich der Gladbacher nach einem Patzer des FCB-Keepers Butt und einem dadurch resultierenden Elfmeter. Am Ende ...
... war es aber ein erfolgreicher Einstand für die neue Münchener "Lichtgestalt" Heynckes. Im Kampf um die Meisterschaft legten die Bayern damit vor. Tabellenführer ...
... Wolfsburg war gefordert - und das nach einer ereignisreichen Woche: Um Trainer Magath gibt es Spekulationen über einen Wechsel nach Saisonende zum Ligakonkurrenten Schalke 04. Alles nur Ablenkung? Schlitzohr Magath und seine ...
... "Wölfe" ließen sich davon nicht beirren. Gegen die tief in einer Krise steckenenden Hoffenheimer, immerhin der Herbstmeister dieser Saison, gab es ein ...
... am Ende deutliches 4:0. Überragend bei dem Kantersieg gegen den Aufstieger aus der Rhein-Neckar-Region spielte dabei ...
... Dzeko. Der Bosnier erzielte seinen ersten Hattrick in der Fußball-Bundesliga, erhöhte so sein Torkonto auf 19. Kein Wunder, dass Arsenal London hinter dem Stürmer der Wolfsburger her sein soll. Den Endstand besorgte ...
... Dzekos Sturmkollege Grafite. Die Gerüchte um Trainer ...
... Magath sollen übrigens aus Stuttgart gekommen sein. Der VfB ist der nächste Gegner des alten und neuen Spitzenreiters. Die Stuttgarter selbst, die unter ...
... Trainer Babbel eine Serie von fünf Siegen in Folge auf ihrem Konto stehen haben, mussten in Bielefeld ran. Der Abstiegskandidat braucht jeden Punkt für den Ligaverbleib.
Der Favorit aus Stuttgart ging standesgemäß mit 1:0 auf der Bielefelder Alm in Führung. Das Tor erzielte ...
... Delpierre. Danach sorgte allerdings der Arminen-Stürmer ...
... Katongo für den Ausgleich. Gefeiert wurde er mit einem ...
... standesgemäßen ...
... Salto. Allerdings legte Stuttgarts ...
... Hitzlsperger mit einem abgefälschten Schuss ...
... zum 2:1 nach. Munteanu, der am Tag zuvor erstmals Vater geworden war, sorgte dann mit einem Elfmeter für die verdiente Punkteteilung. Die hilft Bielefeld wohl mehr als den Stuttgartern, die mit 55 Punkten nun 5 Zähler Rückstand auf Wolfsburg haben.
Der Punkt für Bielefeld könnte noch Gold wert sein, denn mit nun 26 Zählern liegt Bochum lediglich zwei Zähler weg. Der VfL (im Bild ein konsternierter Trainer Koller) unterlag zu Hause ...
... 0:2 gegen Hannover, H96 hat mit 35 Punkten wohl nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.
Erfreulich für Bochum lediglich: Die Rückkehr des wiedergenesenen Stürmers Epalle.
Im Kellerduell zwischen dem Karlsruher SC und Energie Cottbus gab es indes keinen Sieger - und ...
... keine Tore. Karlsruhe bleibt damit mit 23 Zählern Tabellenschlusslicht. Cottbus ...
... kommt auf 27 Zähler und belegt Rang 15. Den wollen die Lausitzer ...
... möglichst auch am Saisonende einnehmen.
Zwischen Gut und Böse rangiert derzeit Eintracht Frankfurt mit 32 Punkten. Im Spiel gegen Borussia Dortmund war dann auch der BVB gefordert, denn mit einem Sieg konnte man sich in den Dunstkreis der UEFA-Cup-Ränge bringen.
Lange stand es 0:0, ehe ...
... Eintracht-Keeper Pröll (im Bild) doch noch zwei Mal hinter sich greifen musste. Zidan und ein Eigentor des Frankfurters Bellaid sorgten für den 2:0-Auswärtssieg des BVB - der sechste Sieg in Folge. Auch Dortmunds Intimfeind ...
... Schalke 04 wollte seine Serie von vier Zu-Null-Siegen fortsetzen. Der Gegner im heimischen Stadion hieß ...
... Bayer Leverkusen. Die Werkself indes hatte drei Mal hintereinander verloren. Am Ende ...
... rissen beide Serien. Bayer siegte durch Tore von Helmes (im Bild) und ...
... Augusto - der S04-Keeper Neuer (im Bild) keine Chance ließ - mit 2:1.
Den Anschlusstreffer erzielte Kuranyi in der 87. Minute. Zu spät für eine Wende, wie auch Schalke-Spieler Rafinha konsterniert feststellen muss. Die "Nothelfer" auf der ...
... Schalke-Bank, Mulder (l.), Büskerns (M) und Reck (r.), waren mit der "allgemeinen Darbietung" ihrer Elf nicht zufrieden. Mit dem UEFA-Cup wird es eng. Mit 49 Punkten liegt Schalke bereits 6 Zähler hinter dem ...
... HSV, der gegen Hertha seine Meisterambitionen deutlich machen wollte.
Ein frühes Tor von Jansen ließ dann auch HSV-Fans und Team jubeln. Allerdings rogte Kacar für den Ausgleich. Am Ende ...
... trennten sich die beiden Titel-Mitfavoriten 1:1. Dieses Ergebnis dürfte nur Wolfsburg und den Bayern geholfen haben. "Jubeln" konnte ...
... Kölns Torjäger Novakovic im Heimspiel gegen Werder Bremen. Der Stürmer schoss das "goldene Tor" für den FC. Kölns Torhüter ...
... Mondragon trug seinen Teil dazu bei und brachte SVW-Stürmer Pizarro und dessen Kollegen mit der ein oder anderen Parade zum verzweifeln. Bundesliganiveau hatte die Partie aber nicht.
Tja, lieber Jürgen Klinsmann: Satz mit X? Das war wohl nix!
Alles Schreien, ...
... alle Wutausbrüche ...
... und alle Verzweiflung ...
... waren am Ende vergebens.
Zum Schluss wollten Deine Chefs schon gar nicht mehr hinsehen, ...
... die Fans forderten Deinen Rauswurf, ...
... die Spieler konnten auch nicht mehr mit Dir, ...
... und von der Presse gab es Spott und Häme.
Vorbei die Zeit, in der Dich alle noch lieb hatten, ...
... auch wenn es manchmal eher so aussah, als nähmen sie Dich in den Schwitzkasten.
Die Lehrstunde in Barcelona ...
... und dann auch noch die blamable Heimschlappe gegen Schalke waren einfach zu viel des Guten.
Was Dir als Bayern-Spieler mit Leichtigkeit geglückt ist, ...
... wird Dir als Trainer leider verwehrt bleiben. Der Griff ...
... zur Schale. Den soll nun auf den letzten Bundesliga-Metern ...
... ein anderer tun: Jupp Heynckes. Für Dich, lieber Jürgen Klinsmann, ...
... muss sich das wie ein Ballschuss ins Gesicht anfühlen. Mit Jupp Heynckes dürfte sich die Spielphilosophie des FC Bayern ungefähr um 180 Grad drehen.
Aber was soll's? Wer will schon dauernd in Lederhosen rumlaufen, und schließlich ...
... gibt es ja auch noch schöne Erinnerungen jenseits der Bayern ...
... und die eine oder andere Job-Alternative. Und sollten alle Stricke reißen, ...
... dann wissen wir ja: In Kalifornien ist es eh am schönsten (Collage: N24.de).

Mit dem millionenschweren Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse will der FC Bayern die "entscheidenden Wochen" der Saison einleiten - und sich im Poker um Franck Ribéry seine Chancen erhalten. Nach dem 2:1 im Hinspiel reicht dem deutschen Fußball- Rekordmeister aus München beim AC Florenz (20.45 Uhr im N24.de-Liveticker ) ein Remis, um in die Runde der besten acht Teams der Champions League einzuziehen.

Und hier will sich der französische Ausnahmekönner mit den anderen Stars aus Europas Elite messen. "Jeder Spieler lechzt nach Erfolg. Er ist ein Spieler, der zu den Besten Europas zählt und dann will er sich auf der internationalen Bühne zeigen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Das hat er selbst in der Hand. Wenn er wie gegen den HSV ein Tor macht, dann haben wir beste Voraussetzungen weiterzukommen."

Voller Vorfreude stieg Rummenigge mit seinem großen, roten Bayern-Schal in den Flieger aus dem verschneiten München in die sonnige, aber kühle Toskana; auch der mit großen Kopfhörern umherschlendernde Ribéry war sichtlich guter Laune. Noch im März will der leicht angeschlagene Offensivmann über seine Zukunft beim Bundesliga-Spitzenreiter entscheiden - also wohl zwischen dem Achtelfinal-Duell gegen die in der Liga schwächelnden Italienern und einem möglichen Viertelfinal-Auftritt. Es sei nicht dieses eine Spiel entscheidend, betonte Präsident Uli Hoeneß, "es ist die Gesamtperformance des Vereins in der Champions League. Das ist wichtig für ihn und für uns".

Kampf um "wichtigsten Sieler"

Wichtig für die Bayern ist erst einmal aber ein Auftritt wie in der zweiten Spielhälfte beim 1:1 gegen den 1. FC Köln. "Wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit, riskieren wir, dass wir nicht weiterkommen", warnte Rummenigge, nachdem er in Köln "die zwei Gesichter des FC Bayern" erlebt hatte. "Kurioserweise", meinte der Vorstandschef, habe sich die Situation aber durch die Leverkusener Pleite verbessert.

"Wir haben entscheidende Wochen vor uns. Das beginnt in Florenz, geht in der Bundesliga weiter - und hoffentlich dann auch in der Champions League", sagte Rummenigge. Er glaubt, dass eine Vertragsverlängerung des "wichtigsten und wertvollsten Spieler" des FC Bayern "nicht ausschließlich von den Finanzen abhängig" ist.

Die Partie im Stadio Artemio Franchi gegen den Ex-Club von Luca Toni ist also fast schon ein "Endspiel um Ribéry". Denn im Falle eines vorzeitigen K.o. wären die Abwanderungsgedanken des 26 Jahre alten Stars wohl kaum noch aus dessen Kopf zu kriegen. Alles wäre einfacher, "wenn wir weiterkommen würden", sagte Hoeneß, der noch einmal betonte: "Wir haben die Hand am Hebel." Bis zum 30. Juni 2011 läuft der Vertrag des Franzosen, entweder wird also bald verlängert oder er wird im Sommer verkauft, damit noch einmal Ablöse in die Kasse kommt. Bei einem Weiterkommen in Florenz kämen schon mal zusätzliche 3,3 Millionen Euro UEFA-Prämie in die Club-Kasse.

Franzose mit leichten Beschwerden

Ribéry reiste mit leichten Beschwerden nach Florenz, Arjen Robben stand nach seiner Erkältung wieder im Kader. "Wir müssen abwarten, er hat sehr leicht trainiert, ich glaube, dass er kein Problem ist. Franck ist wieder ein bisschen angeschlagen, aber ich glaube, dass er auch spielen kann", sagte Trainer Louis van Gaal, der seine Spieler noch am frühen Montagmorgen zur Vorbesprechung gebeten hatte. Die Profis mussten zeitig raus aus den Betten und waren damit "nicht zufrieden".

Ein 1:1 wie im November 2008 in Florenz würde den Bayern reichen. "Aber wir versuchen immer, nach vorne zu spielen. Wir haben keine Mannschaft, die ein Ergebnis verwalten will", sagte Kapitän Mark van Bommel. Sollte Bayerns Rekordjüngling David Alaba (17 Jahre) angesichts der Personalnot in der Defensive wieder ran müssen, hat van Bommel vollstes Vertrauen, ebenso wie Bastian Schweinsteiger. "Er wird die Sache gut meistern», sagte Schweinsteiger über den Bayern-Teenie mit den "Qualitäten in jungen Jahren."

Bei den Bayern ist das Selbstvertrauen nach 18 Pflichtspielen ohne Niederlage riesengroß, Florenz gelang 17 Spiele in Folge kein "zu Null" mehr. Zudem ging die Generalprobe gegen Juventus Turin für den Tabellen-10. mit 1:2 verloren. "Das ist ein Spiel, in dem wir Geschichte schreiben können. Das wichtigste Spiel der Saison und wir sind bereit", sagte der kritisierte Coach Cesare Prandelli.

Florenz: Frey - de Silvestri, Natali, Kröldrup, Pasqual - Montolivo, Bolatti - Marchionni, Jovetic, Vargas - Gilardino

München: Butt - Lahm, van Buyten, Badstuber, Alaba - van Bommel, Schweinsteiger - Robben, Ribéry - Müller, Gomez

Schiedsrichter: Undiano Mallenco (Spanien) [Stadio Artemio Franchi]: Viale Manfredo Fanti 14, Florenz, Italien

(Christian Kunz, dpa, N24)

09.03.2010 08:47 Uhr

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Sport