"Noch viele Schlachten"

Neue Offensive in Afghanistan angekündigt

Bei seinem Truppenbesuch in Afghanistan hat US-Verteidigungsminister Robert Gates eine weitere Großoffensive angekündigt. Bis zum Sommer soll das US-Heer vor Ort um 30.000 Mann verstärkt werden.

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Verteidigungsminister Robert Gates hat die US-Truppen in Afghanistan auf bevorstehende harte Kämpfe eingeschworen.
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Großoffensive in Afghanistan: Die Operation "Muschtarak" ("Gemeinsam") läuft seit dem 13. Februar 2010.
Afghanische Soldaten mit einem inhaftierten Taliban: Der Einsatz konzentriert sich auf die Bekämpfung der islamisch-fundamentalistischen Milizen im Süden Afghanistans.
Seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 ist es der bislang größte Angriff gegen die Taliban.
15.000 afghanische und ausländische Soldaten gehen gegen die Aufständischen in Helmand, der am stärksten umkämpften Provinz in Afghanistan, vor.
Kämpfer der afghanischen Nationalarmee bereiten sich auf ihren Einsatz vor.
Die meisten der ausländischen Soldaten, die an der Operation "Muschtarak" beteiligt sind, sind Briten und Amerikaner.
Ein Soldat der U.S Marines späht durch ein Loch in einer Mauer während eines Feuergefechts mit Taliban-Kämpfern.
Fahrzeuge mit US-Soldaten fahren über ein Schlachtfeld in Marschda, ein Distrikt, auf den sich das Kampfgebiet erstreckt. Der andere ist ...
... Nad Ali. Hier hält eine Soldatin Nachtwache auf einem Hausdach.
Bei der Großoffensive im Süden leisten die Taliban anhaltenden Widerstand gegen die vorrückenden Streitkräfte.
"Die Aufständischen sind taktisch versiert, haben Widerstandsfähigkeit und sind hinterlistig", so die Internationale Schutztruppe ISAF in ihrem Lagebericht.
Seit Beginn der Offensive wurden mehrere Soldaten getötet, darunter auch Briten und Amerikaner.
Festgenommen: Ein Taliban mit auf den Rücken gebundenen Händen. Nach Berichten von Korrespondenten amerikanischer und britischer Medien kamen ...
... bei der Operation "Muschtarak" bereits zahlreiche Taliban ums Leben.
Behören und Militärs nannten noch keine offiziellen Zahlen.
Afghanische Soldaten wärmen sich am Feuer.
Leidtragende einer solchen Offensive ist natürlich auch die Zivilbevölkerung.
Seit Beginn der Operation töteten ISAF-Soldaten bereits mehrfach versehentlich Zivilisten.
Ein amerikanischer Soldat trägt den 7-jährigen Sayd Rahman, um ihn in Sicherheit zu bringen.
Der Junge wurde während eines Kreuzfeuers zwischen ISAF-Soldaten und Tailban in der Nähe der Taliban-Hochburg von Mardscha angeschossen.
Absurde Normalität neben dem Kampfgebiet: Östlich der Operation "Muschtarak" wartet ein Afghane in Kabul auf Kunden, die sich gegen Geld wiegen lassen wollen.
Jugendliche spielen vor dem zerstörten Darul Aman-Palast Fußball.
Eine mit Stofffetzen improvisierte Vogelscheuche auf einem Feld in Helmand. Im Hintergrund bewaffnete US-Soldaten.
Neben der Großoffensive in Südafghanistan sind auch im Einsatzgebiet der Bundeswehr im Norden des Landes Militärschläge gegen die Taliban geplant.
Allerdings soll dieser Einsatz laut Bundesverteidigungsministerium nicht so groß angelegt sein wie die Operation "Muschtarak".

US-Verteidigungsminister Robert Gates hat die US-Truppen im Süden Afghanistans auf eine weitere Offensive gegen die Taliban eingeschworen. Bei einem Besuch auf einem Militärstützpunkt in der Unruheprovinz Kandahar sagte Gates vor Soldaten, sie würden wieder einmal die "Speerspitze" des Einsatzes sein. Die Einheit sei in einer Gegend stationiert, "die noch einmal wichtig werden wird". Nach Angaben von Militärvertretern planen die NATO-Truppen nach der Großoffensive rund um die ehemalige Taliban-Hochburg Mardscha in der Provinz Helmand als nächstes eine noch größere Offensive in der Nachbarprovinz Kandahar. Der Kampf um Mardscha sei nur "eine der vielen noch anstehenden Schlachten" gewesen, sagte Gates auf dem Stützpunkt Frontenac, der knapp 50 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Kandahar liegt.

Am Montag hatte der US-Verteidigungsminister in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai und dem Oberkommandierenden der NATO- und US-Truppen in Afghanistan, General Stanley McChrystal, die geplante Offensive sowie weitere mögliche Einsätze der internationalen Truppen am Hindukusch im Laufe des Jahres erörtert. McChrystal befürwortet eine Offensive der internationalen Truppen gegen die Taliban in ihren Hochburgen in Kandahar im Sommer. Laut Gates sind bereits rund 6000 der von US-Präsident Barack Obama angekündigten 30.000 zusätzlichen US-Soldaten in Afghanistan eingetroffen. Der Rest werde bis Ende August an den Hindukusch verlegt, sagte der Verteidigungsminister. Mit der Verstärkung aus den USA und anderen NATO-Ländern steigt die Gesamtzahl der ausländischen Soldaten in Afghanistan auf 150.000. Damit soll der seit neun Jahren andauernde Einsatz zu Ende geführt werden.

(AFP, N24)

09.03.2010 17:34 Uhr

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