Gewinnziel bleibt

"Xynthia" und Chile-Beben teuer für Munich Re

Der Rückversicherer Munich Re bleibt dabei: In diesem Jahr soll ein Milliardengewinn eingefahren werden. Und das obwohl mit Sturm "Xynthia" und dem Beben in Chile große Belastungen entstanden sind.

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Sturmtief "Xynthia" hat im Februar Schäden in Milliardenhöhe verursacht.
Tief "Xynthia" erreichte am Sonntagnachmittag (28.02.2010) mit orkanartigen Böen den Süden Hessens.
Umgestürzte Bäume blockieren die "B412“ in der Eifel.
Das Sturmtief richtet ebenso erhebliche Schäden in Rheinland-Pfalz und im Saarland an.
Teile eines Hochhausdachs waren heruntergeweht worden und hatten mehrere Fahrzeuge beschädigt.
In der Eifelgemeinde Bell (Kreis Mayen-Koblenz) hat der Sturm sogar ein ganzes Hausdach abgedeckt.
Und in Frankreich musst eine alte Frau aus ihrem überschwemmten Haus befreit werden.
Der atlantische Sturm "Xynthia", preschte gestern Abend gegen die westlichen Küsten von Frankreich und Spanien.
Windstöße bis zu 150 Kilometern pro Stunde und acht Meter hohe Wellen haben die westliche Küste von Frankreich zerschlagen.
Auch auf den Kanarischen Inseln, richtete das Sturmtief schwere Schäden an.
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Mega-Beben vor Chile: Das fünftstärkste Erdbeben seit mehr als 100 Jahren hat am Sonnabend Chile erschüttert. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 8,8 ...
... lag im Südpazifik, 320 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Das Beben löste mehrere Tsunami-Wellen aus, die sich über den ganzen Ozean ausbreiteten.
Nach den Erdstößen am frühen Samstagmorgen (3.34 Uhr Ortszeit) verließen die Menschen geschockt und verängstigt ihre Häuser. Viele verbrachten aus Angst vor Nachbeben ...
... die restliche Nacht auf der Straße. Und tatsächlich, die Erde bebte viele Male. Über das Ausmaß der Schäden bestand in der Nacht noch weitgehend Unklarheit.
Das chilenische Fernsehen zeigte in der Nacht Bilder brennender Häuser. Offenbar waren bei dem Beben ...
... auch Gasleitungen beschädigt worden. Vielerorts sind zudem auch die Wasser- und Stromversorgung sowie das Telefon ausgefallen.
Unter den Trümmern eines eingestürzten Parkhauses sind Dutzende Autos begraben worden. Zunächst war nicht klar, ...
... ob sich in den verschütteten und teils völlig zerquetschten Wracks auch Menschen befanden.
Das Fernsehen zeigte Bilder verletzter und blutüberströmter Menschen. Staatspräsidentin Michelle Bachelet (rechts) drückte ihre ...
... Sorge und Hoffnung aus, dass trotz des heftigen Bebens und der offenbar immensen Schäden nur wenige Menschen starben.
Erst am Morgen zeigte sich dann das ganze Ausmaß der Schäden. Highways wurden in und um die Großstädte ...
... Santiago de Chile und Concepcion durch die Erdstöße teilweise zerstört.
Viele wurden während der Fahrt von dem Beben überrascht. Sie rasten auf den zerborstenen Hochstraßen ...
.. in breite Spalten oder gegen Hindernisse, die einen Tag zuvor noch nicht da waren.
Auch andernorts stürzten Hochstraßen und Brücken ein als beständen sie aus Lego-Steinen. Straßen wurden ...
... durch breite Risse und metertiefe Löcher zu gefährlichen Hindernis-Parcours.
Besonders schwer wurde die Großstadt Concepcion getroffen. Hier sind ...
... viele Häuser teils schwer beschädigt worden. Auf den Straßen versperren Gebäudetrümmer ...
... die Durchfahrt. Autos wurden unter herabgestürzten Häuserteilen begraben.
Auch in der Großstadt Talca südlich der Hauptstadt Santiago richtete das Erdbeben ...
... große Schäden an. In einigen Straßenzügen blieb kaum ein Haus unbeschädigt, ...
... viele sind sogar unbewohnbar geworden.
Feuerwehrleute suchen in den Trümmern fieberhaft nach Verschütteten.
Verzweifelt blicken viele Bewohner der Stadt auf die Trümmer ihrer Existenz.
Ihr Besitz liegt völlig zerstört unter Tonnen von Schutt begraben.
Große Schäden auch in Santiago: Aus den Trümmern zerstörter Häuser am Stadtrand steigt eine riesige Rauchsäule empor.
Dieses Mietshaus in der chilenischen Hauptstadt ist so schwer beschädigt worden, dass es nach dem Beben vermutlich ...
... unbewohnbar ist. Eine komplette Gebäudewand stürzte durch die schweren Erdstöße ein.
In den Trümmern ihres Zuhauses suchen diese Menschen nach ihren Habseligkeiten.
Bei diesem Haus wurde der Hausflur von geborstenen Gebäudeteilen völlig eingedrückt und unpassierbar gemacht.
Ein Mann sieht sich in einem völlig zerstörten Geschäft in Santiago um.
In den Trümmern eines Hauses läuft verängstigt ein Hund umher.
Ungläubig schaut diese Frau auf ihr nach dem Erdbeben völlig schief stehendes Wohnhaus.
Die Sachschäden in Chile sind nach dem Beben groß. Die Zahl der Toten und Verletzten blieb aber offenbar überschaubar.

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hält trotz der Belastungen durch das Erdbeben in Chile und den Wintersturm "Xynthia" an seinem angepeilten Milliardengewinn fest. Ein Konzernergebnis von mehr als 2 Milliarden Euro bleibe in diesem Jahr erreichbar, teilte Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard zur Bilanzvorlage in München mit. Im Jahr 2011 will das Management den Gewinn wieder steigern, nachdem das Unternehmen 2009 unter dem Strich 2,5 Milliarden Euro verdient hatte.

Die beiden Naturkatastrophen dürften den Dax-Konzern im laufenden Jahr nach Schätzung des Vorstands insgesamt mit einer halben Milliarde Euro belasten. Bis zu 100 Millionen Euro davon entfallen auf den Sturm "Xynthia", der Ende Februar in Europa tobte. Den versicherten Marktschaden schätzt die Munich Re bei dem Chile-Beben auf 4 bis 7 Milliarden US-Dollar. "Xynthia" dürfte einen versicherten Schaden von 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro verursacht haben, davon 300 bis 500 Millionen Euro in Deutschland.

(dpa, N24)

10.03.2010 08:43 Uhr

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