Öl und Sprit hauen rein
Verbraucherpreise steigen langsamer
Verbraucher müssen für Produkte in Deutschland etwas tiefer in die Tasche greifen, der Anstieg hat sich jedoch wieder etwas verlangsamt. Die Inflationsrate lag im Februar bei 0,6 Prozent.
Der Preisanstieg in Deutschland verläuft wieder etwas langsamer. Im Februar lag die Inflationsrate im Jahresvergleich bei 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Es korrigierte damit die vorläufige Schätzung von Ende Februar um 0,2 Prozentpunkte nach oben. Im Januar hatte die Teuerung noch 0,8 Prozent betragen.
Teurer wurden im Februar vor allem Heizöl mit einem Plus von 13,8 Prozent und Kraftstoffe mit plus 10,5 Prozent. Dagegen verbilligten sich Gas um 19,6 Prozent und die Umlagen von Zentralheizung und Fernwärme um 12,9 Prozent. Insgesamt glichen sich die gegensätzlichen Preisentwicklungen der Energieprodukte gegenüber dem Vorjahr daher praktisch aus (plus 0,1 Prozent).
Die Nahrungsmittelpreise lagen im Februar trotz einer seit November beobachteten Tendenz nach oben insgesamt um 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Günstiger waren vor allem Gemüse (minus 4,0 Prozent und Molkereiprodukte (minus 3,3 Prozent). Teurer wurden dagegen vor allem Fisch und Fischwaren (plus 4,4 Prozent) sowie Speisefette und -öle (3,5 Prozent).
Verbraucherfreundliche Entwicklung bei Elektronik
Die Preisentwicklung für langlebige Gebrauchsgüter blieb im Februar mit einem Minus von 0,5 Prozent aus Sicht der Konsumenten weiterhin günstig. Besonders verbraucherfreundlich entwickelten sich die Preise zum Beispiel für Fernsehgeräte (minus 22,7 Prozent), für Personalcomputer (minus 14,5 Prozent), für Notebooks (minus 12,2 Prozent) sowie für Digitalkameras (minus 9,2 Prozent). Nennenswerte Preisanstiege binnen Jahresfrist gab es dagegen bei Tabakwaren (plus 5,4 Prozent) sowie bei Zeitungen und Zeitschriften (plus 3,9 Prozent).
Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Februar um 0,4 Prozent. Bei den saisonabhängigen Dienstleistungen wurden vor allem Preiserhöhungen bei Pauschalreisen (plus 10,1 Prozent) beobachtet. Bei den saisonabhängigen Waren erhöhten sich im Februar unter anderem die Preise für Kopf- und Eisbergsalat um 25,4 Prozent und für Bekleidung um 2,8 Prozent. Dagegen wurde leichtes Heizöl im Vergleich zum Januar 2010 um 2,1 Prozent billiger; die Kraftstoffpreise sanken um 1,8 Prozent.
(apn, N24)
10.03.2010 14:58 Uhr





