Schnee auf Mallorca
Winter hat Südeuropa im Griff
Schnee und Kälte haben Südeuropa weiter fest im Griff. In Spanien, Südfrankreich und Italien verursachte der Schneefall ein Verkehrschaos. Selbst auf Mallorca schneite es heftig.
Heftiger Schneefall hat die spanische Ferieninsel Mallorca ganz in Weiß gehüllt. Dicke Flocken fielen selbst auf Meereshöhe in der Hauptstadt Palma, wie der Wetterdienst mitteilte. Temperaturen bis sieben Grad ließen die weiße Pracht dort aber bald wieder schmelzen. Außer einigen Verkehrsunfällen habe es keine Zwischenfälle gegeben, teilte die balearische Innenministerin Pilar Costa mit. Verletzt wurde niemand. Im Tramuntana-Gebirge im Nordwesten Mallorcas hielten die Schneefälle dagegen bis zum Nachmittag an. Mancherorts war die Schneeschicht bis zu 30 Zentimeter dick, wie das Fernsehen berichtete.
Rund ein Dutzend Straßen musste wegen Eisglätte gesperrt werden, andere Strecken waren nur mit Schneeketten befahrbar. Auch einige Buslinien in der Gegend fielen aus. Bei Andratx im Südwesten der Insel war zudem eine Straße wegen eines Erdrutsches blockiert. Am Donnerstag soll es oberhalb von 500 Metern weiter schneien.
Winterchaos in Kroatien und Italien
Auch auf dem Festland sorgte der Wintereinbruch weiter für Schwierigkeiten. Im nordostspanischen Katalonien waren rund 100.000 Menschen weiter ohne Strom, wie die Behörden mitteilten. Für etwa 40.000 Schüler fiel der Unterricht aus. Auf den Straßen in der Nähe der französischen Grenze verursachte das Winterwetter weiter Staus, der Grenzübergang wurde aber wieder für den Autoverkehr geöffnet. In Barcelona war am Montag so viel Schnee gefallen wie seit 25 Jahren nicht mehr. In Kroatien sorgte ein Schneesturm ebenfalls für Verkehrsprobleme und Stromausfälle.
Im zentralitalienischen Bologna wurde wegen starken Schneefalls am Mittwochmorgen der Marconi-Flughafen geschlossen. Venedig im Norden des Landes litt unter Schnee und heftigen Windböen. In der Nacht zum Mittwoch steckten auf der Autobahn zwischen Rom und L'Aquila hunderte Menschen im Schnee fest. In Umbrien ließen etwa hundert Autofahrer ihre Wagen auf der Straße stehen und übernachteten in Hotels. Im süditalienischen Kalabrien verursachten heftige Regenfälle Überschwemmungen. Im sizilianischen Mili drang nach Behördenangaben eine kleine Schlammlawine in das Erdgeschoss mehrerer Wohnungen ein, ein Mensch wurde leicht verletzt.
(AFP, N24)
10.03.2010 16:29 Uhr





