Bayern werden Meister

Forscher errechnet Saison-Endstand

Ein Physiker hat den Endstand in der Fußball-Bundesliga anhand statistischer Modelle berechnet. Demnach wird der FC Bayern auf jeden Fall Meister und Hertha BSC ist schon so gut wie abgestiegen.

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Die Spieler des FC Bayern München können sich freuen. Laut den Berechnungen eines Forschers werden sie am Saisonende Meister sein.
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Seit 39 Jahren ist Uli Hoeneß fest mit dem FC Bayern München verbunden. Angefangen als Spieler und anschließend als Manager formt er den Verein zum deutschen Rekordmeister. Eine lange Zeit in der viel passiert ist.
Ulrich "Uli" Hoeneß beginnt seine Fußballkarriere in seiner Heimatstadt Ulm. Aber schon als 18-jähriger wechselt er in den Profikader des FC Bayern München und geht dort als Außenstürmer erfolgreich auf Torejagd.
Zusammen mit seinem Sturmpartner Gerd Müller schafft Hoeneß es, 53 Tore in einer Saison zu schießen. Absoluter Rekord bis zum Jahr 2009, als die Bestmarke von den Wolfsburgern Dzeko/Grafite um ein Tor überboten wird.
Mit den Bayern holt er nahezu alles, was es zu gewinnen gibt. Wie beispielsweise der Sieg im Europapokal der Landesmeister 1976 (heutige Champions League).
"Außenstürmer" Hoeneß erhält den Spitznamen "schnellster lebender Stürmer Europas“. Er läuft die 100 Meter damals in 11,0 Sekunden - heute kaum vorstellbar.
Hoeneß wird bald auch Stammspieler in der Nationalmannschaft, in der er bereits im März 1972 sein Debüt gibt.
1974 nimmt er während der Weltmeisterschaft an allen sieben WM-Spielen teil und wird ...
... durch ein 2:1 im Finale gegen Holland Weltmeister.
Im Finale der Europameisterschaft 1976 vergibt er seinen Elfmeter gegen die CSSR, die daraufhin Europameister wird. Dieser Fauxpas verfolgt ihn noch heute.
In seiner aktiven Karriere wird er Weltmeister und Europameister mit der Nationalelf, je dreimal Deutscher Meister und Europapokalsieger der Landesmeister und einmal DFB-Pokal-Sieger mit den Bayern.
Ein einziges Mal wird Hoeneß den Bayern "untreu" und spielt in der Saison 1978/79 für den 1. FC Nürnberg. Nach nur elf Spielen und keinem Tor muss er jedoch seine Fußballschuhe an den Nagel hängen.
Ein irreparabler Knieschaden zwingt den gerade 27 Jährigen zum Beenden seiner Profilaufbahn. Dem Fußball bleibt er aber weiter treu. Er kehrt zum ...
... FC Bayern zurück und wird 1979 der jüngste Manager in der Fußball-Bundesliga. Hier ist er neben dem ehemaligen Bayern-Manager Robert Schwan zu sehen.
Fortan ist der Erfolg des FC Bayern München fest mit dem Namen Uli Hoeneß verbunden. Bei seinem Amtsantritt hat der Verein einen jährlichen Umsatz von 6 Millionen Euro und dabei 3,5 Millionen Euro Schulden.
Unter der Führung Hoeneß' wird der FC Bayern zu einem der wirtschaftlich solidesten Vereine Europas und zur unangefochtenen Nummer eins in der Bundesliga. Kurzum: zum meistgeliebten und meistgehassten deutschen Fußballverein.
Vom Merchandising amerikanischer Sportvereine inspiriert, führt Hoeneß bereits in den 70er Jahren zahlreiche Bayern-Fanartikel ein. Dieses in Deutschland bis dato unbekannte Marketing-Instrument bringt großen wirtschaftlichen Erfolg.
Nebenbei ist Hoeneß Gesellschafter der HoWe Wurstwaren KG Nürnberg. Die Firma, gegründet 1983, wird von seinem Sohn Florian als Geschäftsführer geleitet. Beliefert werden etwa Aldi und das Bierzelt von Feinkost Käfer auf der Wiesn. Glück ...
... hat der beruflich erfolgreiche Hoeneß am 17. Februar 1982. Er überlebt als einziger Passagier den Absturz eines zweimotorigen Propellerflugzeuges.
Und auch für den Verein scheffelt Hoeneß Geld. Zahlreiche Sponsorenverträge sichern Millioneneinnahmen. Ein Hauptsponsor ist Audi. Vom Autobauer bekommt jeder Bayern-Spieler einen Dienstwagen gestellt.
Für seine Manager- und Unternehmerleistung wird Hoeneß sogar mit Preisen ausgezeichnet. Als erster Fußballmanager erhält er den Preis der Marketing-Zeitschrift "Horizont" für den Unternehmer des Jahres 1999.
Das Prestigeobjekt seiner Managertätigkeit ist der Bau der Allianz Arena, eines gigantischen Fußballtempels, mit Platz für fast 70.000 Zuschauer. Der FCB ist Besitzer des Stadions und trägt hier seit 2005 seine Heimspiele aus.
Die Erfolge als Bayern-Manager sind natürlich eng mit dem sportlichen Erfolg des Vereins verbunden. Und diese sind beim deutschen Rekordmeister zahlreich: ...
So gewinnen die Bayern unter anderem 2001 die Champions League und werden im gleichen Jahr Weltpokal-Sieger.
Doch nicht nur bei Siegen ist Hoeneß immer nah beim Team, auch bei Niederlagen steht er den Spielern bei. 1999 bei der legendären Finalniederlage gegen Manchester United in der Champions League.
Hoeneß ist zudem dafür bekannt, zu einigen Kollegen kontroverse Beziehungen zu pflegen. Er liefert sich etwa Wortgefechte mit Willi Lemke - und Christoph Daum wegen dessen "Koksaffäre".
Auch die Bayern-Fans bekommen ihr Fett weg: Berühmt seine Wut-Rede 2007: "Was glaubt ihr eigentlich wer ihr seid, dass wir hier kritisiert werden dafür, dass wir uns seit vielen Jahren den Arsch aufreißen, ..."
Dabei hat Hoeneß bei aller seiner Streitbarkeit auch soziale Seiten. Bei notleidenden Vereinen lässt er etwa die Bayern zu Solidaritätsspielen auflauen.
Beim Abschied des langjährigen Erfolgstrainers Ottmar Hitzfeld fließen bei Hoeneß dann die Tränen.
Privat leistet sich Hoeneß keine "Skandale". So wohnt er in Bad Wiessee/Tegernsee, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Nun verabschiedet sich Hoeneß von seinem Manageramt und wird neuer Präsident des FC Bayern. Er beerbt Franz Beckenbauer, der wiederum Ehrenvorsitzender wird.
Nachfolger auf dem Managerposten wird Christian Nerlinger (l.). Der ehemalige Bayern-Profi tritt in große Fußstapfen, die sein Vorgänger Hoeneß hinterlassen hat.
Ob Hoeneß als neuer Präsident den Ball flach hält und sich aus dem operativen Geschäft raushalten wird? Bei seinem Temperament ist das kaum vorstellbar.
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Egal ob klein oder riesig, alt oder neu: Erst die richtige Atmosphäre ...
... macht aus einem simplen Fußballstadion einen Vereinstempel, ein Freudenhaus der Fans, ein Kultstadion. N24.de stellt Sie Ihnen vor - Spielstätten wie das legendäre Anfield Stadium.
Der Inbegriff des Fußballstadions: Gänsehaut pur, von der 1. bis zur 90. Minute. Pausenlose Anfeuerung der heimischen "Reds" und der Fußballsong überhaupt "You'll never walk alone" - da wird selbst Oma Kasulke zum Liverpool-, ähm Fußballfan.
Ein weiteres Stadion mit Kultcharakter steht ebenfalls auf der Insel. Das Old Trafford in Manchester. Mehr als 76.000 Fans passen auf die Ränge, die ausschließlich mit Sitzschalen bestückt sind. Bald sollen es 95.000 sein, damit auch ...
... der Nachwuchs-"Red Devil" seinen Platz findet.
Das Arsenal Stadium in London ist eigentlich ...
... nur als "Highbury" bekannt. Arsenal London spielte hier. Sein kleines Spielfeld (100×67 Meter) war eine Besonderheit. Es fasste 38.500 Zuschauer und verfügte nur über Sitzplätze. Als es zu klein für den ...
... ständigen Champions-League-Teilnehmer Arsenal wurde, entstand das Emirates Stadium. Knapp 60.000 Fans passen rein, es ist nach Wembley und Old Trafford die drittgrößte Arena in England. Aber den Kultstatus des Highbury, dem Nick Hornby ...
... mit "Fever Pitch" gewissermaßen ein Denkmal gesetzt hat, muss es sich erst erarbeiten. Arsene Wenger, Arsenal-Übertrainer, wird dabei helfen. Beim Bau des Emirates beteiligte er sich aber nicht. Das ist in Deutschland schon anders: ...
... Da packen Fans, Trainer und Vorstand schon mal handwerklich mit an, wenn das Geld nicht so locker sitzt. Beispiel gefällig? 1. FC Union Berlin. Die Spielstätte der "Eisernen", die "Alte Försterei", 1920 eingeweiht, musste modernisiert ...
... werden. Um Geld zu sparen, griffen rund 2.000 Unioner zu Maurerkelle und Schweißgerät und zauberten die "AF" zu einem ...
... modernen Schmuckkästchen. Von den derzeit knapp 20.000 Plätzen sind etwa 17.500 zum Stehen gedacht. Das sorgt für die nötige Stimmung. Die komplette Überdachung sorgt dafür, dass die Fans im Trockenen stehen und sich voll und ganz ...
... auf die Unterstützung ihres Teams konzentrieren können - und das in einem "wunderschönen, liebevoll sanierten Altbau in bester Lage". Und niemals vergessen ...
... "Eisern Union!".
Union Berlin wird oft als "St. Pauli" des Ostens bezeichnet, eine Fanfreundschaft existiert auch. Kein Wunder bei der einzigartigen Stimmung am "Millerntor".
Die "Stadion-Perle" fasst derzeit etwa 23.000 Zuschauer. Die Mischung macht's: Da steht der Lude neben dem Beamten. Da sitzt die Rentnerin neben einem Türsteher und der Kiffer neben dem Großbürgerlichen aus gutem Haus. Aber spätestens wenn AC/DCs ...
... "Hells Bells" erklingt und die Pauli-Mannschaft ins Stadion einläuft, vereint sie alle die kollegiale Gänsehaut. Bleibt nur zu hoffen, dass ...
... das "neue" Millerntor - das Stadion wird seit 2006 erweitert - auch eine Stimmungskanone bleibt.
In Aachen müssen sich die lautstarken Fans der Alemannia gar an ein völlig neues Wohnzimmer gewöhnen. Der altbekannte Tivoli ist nicht mehr. Mit einem Sieg gegen Werder Bremen wurde er gewissermaßen zu Grabe getragen.
Eng, voll, nah am Spielfeld: Da werden die Fans zum wichtigen "12. Mann". Unvergessen: Die "Streichholzparade" - wenn bei Abendspielen das Flutlicht kurz ausgeschaltet wurde und ...
... angezündete Streichhölzer und Feuerzeug-Flammen die Fußballarena in ein Lichtermeer verwandelten. Tja, die Aachener Fans wissen, worauf es ankommt. Jetzt wird umgezogen - in ...
... den "neuen" Tivoli. Seit Mitte 2008 entsteht die neue Heimstätte unweit des "alten" Tivoli und soll ...
... mit Beginn der Saison 2009/2010 die neue Heimat von Alemannia Aachen werden. Für Groundhopper ein Muss!
Groundhopper sollten aber auch einen Abstecher nach Dortmund machen. Dort steht quasi der "Tempel des BVB-Kults".
Früher Westfalenstadion, hört das größte Stadion Deutschlands, in dem etwas mehr als 80.000 Fans Platz haben, heute auf den Namen Signal-Iduna-Park. Aber was soll's: Die "gelbe Wand", eine Stehplatz-Tribüne mit 24.454 Plätzen, sucht in Europa ...
... ihresgleichen. 24.454 Fans, die ununterbrochen ihre Mannschaft zum Sieg schreien wollen - vor allem wenn es gegen den Lieblingsggener Schalke 04 geht.
Da ist Stimmung in der Bude bei Deutschlands heißestem Derby. Dann lernen selbst ...
... die Kleinsten: "Schalke schlagen is dat schönste uffe Welt!.
Die "Königsblauen" sehen das natürlich anders. Aber auch Schalke 04 besitzt ein echtes Schmuckstück für seine Heimspiele.
Die Arena "AufSchalke" ist allerdings kein reines Fußballstadion, sondern eine Mehrzweck-Arena. Da wird auch schon mal Biathlon betrieben oder geboxt. Die Stimmung in der knapp 61.000 Zuschauer fassenden "Turnhalle" (das Dach und der Rasen sind ...
... fahrbar) kann sich dennoch problemlos mit der in Dortmund messen. Das mittlerweile "Veltins-Arena" heißende Stadion wurde 2001 nach knapp dreijähriger Bauzeit fertiggestellt und ersetzte damit ...
... das Parkstadion als Heimspielort des FC Schalke 04. Die "Schaaalke, Schaaalke"-Rufe sind seitdem noch etwas lauter geworden.
Etwas kleiner, aber nichtsdestotrotz ein Kultstadion: Die Bielefelder Alm.
Zwar sind von 27.300 Plätzen knapp 20.000 Sitzplätze, der Stimmung tut das aber keinen Abbruch - vor allem wenn der Gegner VfL Bochum heißt, geht es in der ...
... seit 2004 heißenden Schüco-Arena heiß her. Seit Mitte der 90er gibt es eine, mal mehr mal weniger gesunde, Rivalität. Die Bochumer indes ...
... waren lange stolz, dass ihr Ruhrstadion einfach Ruhrstadion hieß. Mittlerweile firmiert es unter Rewirpower-Stadion, was der Stimmung in dem kleinen und kompakten, aber mit steilen Rängen versehenen Viereck keinen Abbruch tut. Wenn mal nichts ...
... los sein sollte, steht der VfL wohl im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Aber sonst gilt: Abstiegskampf (oder Aufstiegskampf) und dazu am besten noch Flutlicht, garniert mit einer Currywurst und heimischem Bier und fertig ist der Kultstadion-Besuch!
Fußballkult direkt, ohne Schnickschnack, ohne Show? Ab ins Georg-Melches-Stadion an der Hafenstraße in Essen! Spielstätte des Viertligisten Rot-Weiss Essen. 18.500 Stehplätze bei einem 22.500er Fassungsvermögen hätten eine höhere Spielklasse verdient.
Borussia Mönchengladbach hatte lange Zeit den "Bökelberg". Eine Institution. Mehr Tradition in der Bundesliga ging fast nicht: Deutsche Meisterschaften wurden hier gefeiert, ebenso wie die Frisur von Günther Netzer.
Aber auch für die Borussen-Fans hieß es irgendwann Abschied nehmen von ihrer guten Stube. Am 22. Mai 2004 fand das letzte Bundesligaspiel dort statt. Borussia besiegte dabei den TSV 1860 München mit 3:1. Das letzte Tor erzielte Arie van Lent.
Danach wurde das Bökelbergstadion abgerissen. Die "Fohlen" mussten umziehen und spielen heute im Borussia-Park. Das Stadion - 2004 eröffnet, Fassungsvermögen über 54.000 Zuschauer - bietet immerhin ...
... mehr als 16.000 Stehplätze.
Was den Gladbachern ihr "Bökelberg" war den Frankfurtern ihr "Waldstadion". Es war nicht perfekt, weil nicht ganz wasserdicht, aber man konnte dort Fußball leben und Stars wie Lajos Detari, Uwe Bein, Tony Yeboah oder Jay-Jay Okocha bewundern. Doch ...
... dann kam die Fußball-WM 2006 und ein neues Stadion, eine Arena mit Dach sollte her. Heute heißt das Waldstadion ...
... Commerzbank-Arena, hat ...
... ein bewegliches Dach, und ist immer ...
... noch nicht perfekt, will heißen wasserdicht. Beim Confed-Cup 2005 hielt das Dach den Regenmassen nicht ganz stand. Doch irgendwie sympathisch, oder? Eines hat sich auch mit der neuen Arena nicht geändert: Die Fans ...
... der Eintracht sind die lautesten und einfallsreichsten der Liga, ihr Ruf ist weithin legendär. Das ...
... weiß man auch auf dem "Bieberer Berg", wo die Offenbacher Kickers spielen. Quasi das Schalke 04 von Eintracht Frankfurt. Das Stadion ist noch ein Stadion. Egal ob man sitzt oder steht: Man hat das Gefühl, die Tribünen vibrieren, wenn der OFC gewinnt.
Einst war der "Berg" für seine bengalischen Feuer berühmt. Die sind mittlerweile in allen deutschen Stadien verboten. Dennoch: Hier kann man Fußballtradition noch riechen und schmecken.
Kein Wunder, dass der damalige Fußball-Weltmeister Brasilien vor der WM 2006 sein einziges öffentliches Training im Stadion am Bieberer Berg hatte. Wer dabei war, wird's nie vergessen!
Für das 1921 erbaute Stadion und für die Fans bleibt nur zu hoffen, dass der OFC auch bald wieder höher als in der 3. Liga spielt.
Hier schnürte Fritz Walter schon seine Töppen: Wer sich nach Kaiserslautern aufmacht, den Betzenberg hinauf zum Fritz-Walter-Stadion, weiß, was es heißt, ...
... ein "Roter Teufel", ein Lautern-Fan zu sein. Hier schlägt das "Herz der Pfalz".
Kaiserslautern hat knapp 100.000 Einwohner. Da scheint ein Stadion mit 48.500 Plätzen etwas überdimensioniert, fast größenwahnsinnig. Aber in der Pfalz bedeutet Heimatverbundenheit eben noch etwas.
Selbst in der 2. Liga, in der der 1. FC Kaiserslautern derzeit spielt, kommen rund 34.000 Zuschauer im Schnitt - europaweit einzigartig.
Und wehe, wenn sie losgelassen!
In der Millionenstadt Hamburg darf das Stadion mit 57.000 Plätzen noch etwas größer ausfallen.
Wer in der obersten Reihe der Arena Platz nimmt, sollte ein Fernglas mitnehmen. Dann lassen sich hervorragend Taktik und Spielweisen der Teams analysieren.
Die Fans sind, ganz untypisch für Norddeutsche, gar nicht unterkühlt. 10.000 Stehplätze sorgen dafür, dass auf den Rängen die Lutzi abgeht. Ein Ausbau auf 61.000 Plätze beginnt zum Jahreswechsel. Fehlt eigentlich nur noch der FC St. Pauli als Gegner.
Das "Grünwalder Stadion", eigentlich Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße, gehört zu 1860 München wie der Alkohol zum Stadionbier. Hier feierten die "Löwen" einst ihre Fußballfeste und immerhin eine Meisterschaft (1966).
Heute spielt nur noch die 2. Mannschaft der "Löwen" an der Grünwalder Straße.
Die analoge Anzeigetafel erinnert an die guten alten Zeiten.
Kein Wunder, dass die Fans ihrem "Sechz'ger-Stadion" nachtrauern. Heutzutage ...
... müssen sich die "Blauen" mit den ungeliebten "Roten", dem FC Bayern München, ein Stadion teilen. Wobei Stadion eigentlich der falsche Ausdruck ist: Die Allianz-Arena ist zwar riesig (69.901 Plätze machen sie zur Nr. 3 in Deutschland), Stimmung ...
... kommt in dem "Schlauchboot" oder "Autoreifen" genannten Rund aber nur auf, wenn die "Großkopferten" Bayern gegen noch "Großkopfertere" spielen, wie den AC Mailand, Manchester United oder den FC Barcelona.
Kein Wunder, dass Ex-Manager Uli Hoeneß etwas neidisch nach Barcelona schaut.
Dort steht das Camp Nou, Heimstätte des aktuellen Champions-League-Siegers. Das Stadion gilt als eines der stimmungsvollsten Europas. Mit einstmals 120.000 Zuschauern und derzeit knapp 98.000 ist es das größte Stadion Europas und schon allein ...
... deshalb Kult. Nach einem Umbau durch den Stararchitekten Norman Foster sollen weitere 10.000 Plätze hinzukommen.
Bleibt nur noch das Maracana-Stadion in Rio de Janeiro. Zur Fußball-WM 1950 gebaut, sollen damals 200.000 Menschen das Gruppenspel Brasilien-Uruguay gesehen haben. Heute fasst es 96.000 Zuschauer und ist WM-Stadion 2014.
Dafür wird es mondernisiert und bleibt zwei Jahre für den regulären Spielbetrieb geschlossen. Eine bittere Pille für Groundhopper.
Fußball-Fan sein, ist eine Herzensangelegenheit. Klubbesitzer sein, ist purer Luxus. Und immer mehr ...
... Milliardäre leisten ihn sich. Jüngstes Beispiel: Real Madrids neuer Klubpräsident Florentino Perez. Der Spanier will die "Königlichen" zu den "Neo-Galaktischen" machen - in Anlehnung an die Ära mit Fußballikonen wie Zidane, Figo und Beckham. Dafür ...
... will Perez 300 Millionen Euro in die Hand nehmen. Nach Kaka (r.) für 65 Millionen Euro soll auch Cristiano Ronaldo kommen. Für mehr als 90 Millionen Euro lässt ManU den Portugiesen ziehen. Ole Perez! Die N24.de-Rangliste der "Soccer Billionaires":
Rang zehn geht an Philip Anschutz. In den Medien meidet er Auftritte und lässt eher seine Teams sprechen. Laut "Forbes" beläuft sich sein Vermögen auf acht Milliarden Dollar. "Seine" Fußballteams sind ...
... L.A. Galaxy um den englischen Superstar David Beckham, Houston Dynamo und Hammarby IF, schwedischer Erstligist. In Deutschland ist Anschutz vor allem als Erbauer der ...
... O2-Arena in Berlin bekannt. Dort spielen seine ...
... "Eisbären", Deutschlands ...
... vierfacher Eishockey-Champion, auch Titelträger 2009.
Platz neun schafft Dietmar Hopp. Der SAP-Gründer, geschätzte 8,5 Milliarden Dollar (etwa 6 Milliarden Euro) schwer, engagiert sich in seiner Heimatregion Rhein-Neckar und unterstützt dort die Sport- und Jugendarbeit. Sein bekanntestes Ziehkind ...
... heißt TSG Hoffenheim. Dort soll er in den vergangenen Jahren rund 170 Millionen Euro investiert haben. Herausgekommen ist bisher ein neues Stadion und der Titel des Herbstmeisters - und das Maskottchen "Hoffe".
Sportlich noch weit vor Hoffenheim rangiert Arsenal London, unter anderem mehrfacher englischer Meister und Pokalsieger. Mit dem Buch "Fever Pitch" und dem gleichnamigen Film wurde den "Gunners" ein Denkmal gesetzt. Auch ...
... dank des Geldes von Alisher Usmanov. Der Milliardär (geschätztes Vermögen 9,3 Milliarden Dollar) ist derzeit größter Aktionär des Klubs.
Platz sieben geht an Silvio Berlusconi. Der italienische Medienmogul und Ministerpräsident, dessen Vermögen bei 9,4 Milliarden Dollar liegen soll, ist seit 1986 "Presidente" des ...
... AC Mailand. Seinen Millionen ist so mancher Titel zu verdanken, seinen Gehältern so mancher Stareinkauf - wie Brasiliens Superstar Ronaldinho (l.). Berlusconis neueste Eroberung ...
... hat mit "Milan" aber nichts zu tun. Noemi, blutjung und wohl seit längerem mit Berlusconi "befreundet".
Hätten sie die Herren auf dem Bild erkannt? Links: Paul Allen, rechts: Bill Gates. Microsoft-Gründer. Allen ist auch Fußball-Fan, in den USA Soccer genannt. Sein Team ...
... sind die Seattle Sounders. Allen sitzt auf etwa 16 Milliarden Dollar.
Francois Pinault belegt Rang fünf. Sein Vermögen beträgt geschätzte 16,9 Milliarden Dollar. Es stammt zum Großteil aus den Gewinnen des Luxuskonzerns PPR, zu dem auch der Sportartikler Puma gehört. Seine Leidenschaft heißt aber ...
... Stade Rennes.
Amancio Ortega macht auch in Mode und Luxus: Sein Firmenimperium nennt sich Inditex, dazu gehört beispielsweise die Kette ...
... Zara und die floriert. Ortegas Vermögen beläuft sich derzeit auf 20,2 Milliarden Dollar. Der Spanier versucht seit Jahren ...
... Deportivo La Coruna erfolgreich zu machen.
Lakshmi Mittal ist Inder und macht in Stahl (ArcelorMittal). 20,5 Milliarden Dollar beträgt laut "Forbes" sein Vermögen. Eigentümer ist er von den ...
... Queen's Paar Rangers - neben Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Renault-Teamchef Flavio Briatore. Kein Wunder, dass die Fans schon ein wenig größenwahnsinnig erscheinen.
Auch bei Chelsea hat man (noch) keine Geldsorgen. Der Grund heißt ...
... Roman Abramowitsch. Der Milliardär sitzt auf geschätzten 23,5 Milliarden Dollar, trotz Scheidung. Damit kann sich der Russe auch noch einen ...
... Hubschrauber samt ...
... Jacht dazu leisten - und das Gehalt für den derzeit wohl besten ...
... deutschen Fußballspieler Michael Ballack. "You can't mess with the Blues." Lediglich ...
... Oleg Deripaska (im Bild rechts mit Russlands Präsident Medwedew) hat unter den Fußballfans dieser Welt noch mehr Kohle (geschätzte 28 Milliarden Dollar). Die steckt er vorzugsweise in den (noch) nicht so erfolgreichen russischen Klub Kuban Krasnodar.

Wer wird deutscher Fußball-Meister? Während an Stammtischen in Deutschland gut acht Wochen vor Saisonschluss heiß diskutiert wird, trifft Prof. Andreas Heuer schon wissenschaftlich fundierte Aussagen: Bayern München wird nach den aktuellen Berechnungen (Stand 25. Spieltag) des Münsteraner Physikers deutscher Meister - mit einer Wahrscheinlichkeit von 67 Prozent. Die Chance der Konkurrenten an der Bundesliga-Spitze scheint hingegen erstaunlich gering. Der Tabellen-Zweite FC Schalke 04 kommt in puncto Titelchance auf eine Wahrscheinlichkeit von 14 Prozent.

Der Tabellen-Dritte Bayer 04 Leverkusen kommt hingegen auf 19 Prozent. "Der Wert ist etwas höher als beim Zweitplatzierten, weil Bayer mit 29 eine bessere Tordifferenz hat als Schalke mit 21", erklärt der Wissenschaftler von der Universität Münster kurz vor dem 26. Spieltag am Wochenende. "Die Differenz von geschossenen und kassierten Toren erweist sich für Vorhersagezwecke als grundsätzlich aussagekräftiger als das Punktekonto", sagt Heuer.

Hertha hat nur noch Minimalchance

Die derzeitigen drei Spitzenreiter machen demnach die ersten drei Plätze unter sich aus: Der Tabellen-Vierte Hamburger SV hat nach dem Modell nur noch eine Chance von 10 Prozent, am 34. und letzten Spieltag am 8. Mai noch unter die ersten Drei zu kommen. Dortmund (derzeit Platz 5.) gar nur eine Aussicht von 0,3 Prozent. Aber die Borussen haben eine über 56 Prozent liegende Chance, zumindest unter den ersten Fünf zu bleiben - und damit in die Europa League einzugreifen. "Wenn Dortmund 17 der noch zu vergebenden 27 Punkte holt, sollte das Ziel mit 90 prozentiger Wahrscheinlichkeit auch gelingen." Fest vorgegeben scheint der weitere Weg des Tabellenletzten Hertha BSC: Die Berliner Kicker bleiben zu 96 Prozent auch auf einem Abstiegs- oder Relegationsplatz.

Siegserien schwächen Teams

Heuers Vorhersagemodell basiert auf seinen aktuellen wissenschaftlichen Ergebnissen zur statistischen Beschreibung von Fußballspielen. Er verwendet dabei die Bundesliga-Resultate der vergangenen drei Jahre sowie die des aktuellen Saisonverlaufs. "Durch die zigfache Mitteilung über die möglichen weiteren Saisonverläufe können dann die Wahrscheinlichkeiten berechnet werden", sagte der Naturwissenschaftler. Zu Gute kommt dem Modell, dass sich erfahrungsgemäß - und auch von Heuer errechnet - innerhalb einer Saison an der Leistungsfähigkeit einer Mannschaft wenig ändert: "Je mehr Spieltage einer Saison bereits in das Modell einfließen, umso genauer ist die Prognose für die restlichen Spieltage."

Heuer, selbst Fußballfan von Borussia Dortmund, hatte in der Vergangenheit wiederholt mit wissenschaftlichen Analysen rund um die schönste Nebensache der Welt für Schlagzeilen gesorgt - und dabei gelegentlich auch mit angeblichen Fußballweisheiten aufgeräumt. Etwa der, dass Siegesserien ein Team stark und nahezu unschlagbar machen. Genau das Gegenteil ist der Fall, hatte Heuer 2008 ermittelt: Vier Siege in Folge lassen eine Mannschaft danach eher schwächer auflaufen, als es ihrer eigentlichen Leistungsfähigkeit entspricht.

(dpa, N24)

11.03.2010 11:56 Uhr

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