Gewinn halbiert

Konzern-Umbau belastet Allianz-Deutschland

Der Gewinn der Allianz Deutschland AG hat sich 2009 gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Dafür verantwortlich waren Kosten für den Konzernumbau sowie die niedrigen Zinsen.

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Das Deutschland-Geschäft der Allianz-Versicherung lief 2009 nicht so gut, wie es sich der Konzern erhoffte.

Der Versicherungskonzern Allianz hofft nach einem Gewinneinbruch in seinem Deutschlandgeschäft auf Erholung in diesem Jahr. Zwar werde das Rekordergebnis von 2008 nicht erreicht, doch dürfte das Unternehmen spürbar über dem vergangenen Jahr abschließen, sagte der Chef der Allianz Deutschland AG (ADAG), Gerhard Rupprecht. In diesem Jahr stünden keine weiteren Investitionen für den Anlauf der Allianz Bank an, dies sorge für Entlastung bei den Kosten. Außerdem sollen die Ausgaben durch eine zügigere Schadenabwicklung sinken. "Die harte Zeit der Umstrukturierung liegt hinter uns", sagte Rupprecht.

Das Geschäft mit der Autoversicherung dürfte allerdings schwierig bleiben. Nach jahrelanger Talfahrt sieht die Allianz noch immer kein Ende des Preiskampfes. Für 2010 rechne der Branchenverband GDV zum fünften Mal in Folge mit rückläufigen Beitragseinnahmen. "Im Ergebnis kauft der Markt damit jetzt künftige Verluste ein, ein Vorgang, bei dem wir gern auf die Marktführerschaft verzichten", sagte Rupprecht. Gegen den Trend habe die Allianz daher im vergangenen Jahr die Preise in der Autoversicherung angehoben. Nach Beitragseinnahmen ist das Unternehmen mit einem Marktanteil von 17 Prozent in der Kfz-Versicherung größter Anbieter. Die Allianz versicherte zum Jahresende etwa 8,5 Millionen Fahrzeuge, das waren knapp 300.000 weniger als ein Jahr zuvor.

Die Allianz hatte in den vergangenen Jahren ihr deutsches Geschäft mit Lebens-, Sach- und Krankenversicherungen unter dem Dach der ADAG gebündelt und rund 5000 Arbeitsplätze abgebaut. Dadurch kam es zu Verzögerungen bei der Schadenbearbeitung. Zahlreiche Fälle aus dem Vorjahr blieben liegen, konnten erst 2009 bearbeitet werden und lasteten auf der Bilanz. Unter dem Strich verdiente die ADAG eine Milliarde Euro. Das Rekordergebnis des Vorjahres von 2,3 Milliarden Euro war aber von Erlösen aus Immobilienverkäufen geprägt. Dagegen legte der Umsatz vor allem dank guter Geschäfte mit Lebensversicherungen um 7 Prozent auf 27,7 Milliarden Euro zu. Generell spüre die Branche aber auch in der Lebensversicherung die Verunsicherung durch die Krise, sagte Rupprecht. So habe sich das Neugeschäft mit fondsgebundenen Versicherungen schwach entwickelt.

(dpa, N24)

11.03.2010 15:02 Uhr

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