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Motorsport: Formel 1

Favoriten feiern Schumi-Comeback

Die Rückkehr von Michael Schumacher in die Formel 1 freut auch seine Rivalen. Vettel, Button, Hamilton und Alonso versprechen sich einen Schub für den Sport und heiße Rennen - zuerst in Bahrain.

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Die fünf Formel-1-"Champions" Fernando Alonso, Jenson Button, Michael Schumacher, Lewis Hamilton und Felipe Massa bei einer Pressekonferenz in Bahrain.
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Startnummer 1: Jenson Button (England), McLaren, GP-Starts: 170, GP-Siege: 7, Größte Erfolge: Weltmeister 2009, WM-Dritter 2004
Startnummer 2: Lewis Hamilton (England), McLaren, GP-Starts: 52, GP-Siege: 11, Größte Erfolge: Weltmeister 2008, WM-Zweiter 2007, GP2-Sieger 2006
Startnummer 3: Michael Schumacher (Kerpen), Mercedes Grand Prix, GP-Starts: 250, GP-Siege: 91, Größte Erfolge: Weltmeister 1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004
Startnummer 4: Nico Rosberg (Wiesbaden), Mercedes Grand Prix, GP-Starts: 70, GP-Siege: 0, Größter Erfolg: WM-Siebter 2009, GP2-Sieger 2005
Startnummer 5: Sebastian Vettel (Heppenheim), Red Bull Racing, GP-Starts: 43, GP-Siege: 5, Größte Erfolge: WM-Zweiter 2009
Startnummer 6: Mark Webber (Australien), Red Bull Racing, GP-Starts: 138, GP-Siege: 2, Größte Erfolge: WM-Vierter 2009
Startnummer 7: Felipa Massa (Brasilien), Ferrari, GP-Starts: 115, GP-Siege: 11, Größte Erfolge: WM-Zweiter 2008, WM-Dritter 2006
Startnummer 8: Fernando Alonso (Spanien), GP-Starts: 139, GP-Siege: 21, Größte Erfolge: Weltmeister 2005 und 2006
Startnummer 9: Rubens Barrichello (Brasilien), Williams, GP-Starts: 287, GP-Siege: 11, Größte Erfolge: WM-Zweiter 2002 und 2004
Startnummer 10: Nico Hülkenberg (Emmerich), Williams, Erster Grand Prix: 0, Erster GP-Sieg: 0, Siege: 0, Größte Erfolge: GP2-Meister 2009
Startnummer 11: Robert Kubica (Polen), Renault, GP-Starts: 57, GP-Siege: 1, Größte Erfolge: WM-Vierter 2008
Startnummer 12: Witaly Petrow (Russland), Renault, Erster Grand Prix: 0, Erster GP-Sieg: 0, GP-Siege: 0, Größte Erfolge: GP2-Zweiter 2009
Startnummer 14: Adrian Sutil (Gräfelfing), Force India, GP-Starts: 52, GP-Siege: 0, Größter Erfolg: WM-17. 2009
Startnummer 15: Vitantonio Liuzzi (Italien), Force India, GP-Starts: 44, GP-Siege: 0, Größter Erfolg: WM-18. 2007
Startnummer 16: Sébastien Buemi (Schweiz), Toro Rosso, GP-Starts: 17, GP-Siege: 0, Größte Erfolge: WM-16. 2009
Startnummer 17: Jaime Alguersuari (Spanien), Toro Rosso, GP-Starts: 8, GP-Siege: 0, Größte Erfolge: 0
Startnummer 18: Jarno Trulli (Italien), Lotus, GP-Starts: 217, GP-Siege: 1, Größte Erfolge: WM-Sechster 2004
Startnummer 19: Heikki Kovalainen (Finnland), Lotus, GP-Starts: 52, GP-Siege: 1, Größte Erfolge: WM-Siebenter 2007 und 2008
Startnummer 21: Bruno Senna (Brasilien), Hispania, GP-Starts: 0, GP-Siege: 0, Größte Erfolge: GP2-Zweiter 2008
Startnummer 22: José Maria Lopez (Argentinien), USF1, GP-Starts: 0, GP-Siege: 0, Größte Erfolge: Meister Tourenwagen Argentinien 2003 und 2009
Startnummer 24: Timo Glock (Wersau), Virgin, GP-Starts: 37, GP-Siege: 0, Größte Erfolge: WM-Zehnter 2008 und 2009
Startnummer 25: Lucas Di Grassi (Brasilien), Virgin, GP-Starts: 0, GP-Siege: 0, Größte Erfolge: GP2-Zweiter 2007
Startnummer 26: Kamui Kobayashi (Japan), Sauber, GP-Starts: 2, GP-Siege: 0, Größte Erfolge: GP2-Sieger Asia 2009
Startnummer 27: Pedro de la Rosa (Spanien), Sauber, GP-Starts: 72, GP-Siege: 0, Größte Erfolge: WM-11. 2006
Hispania (ehemals Campos) hat bisher erst einen Fahrer (Bruno Senna) benannt. Elf Tage vor dem Start der Formel-1-Saison hat USF1 seinen Verzicht erklärt. Der Rennstall wird in diesem Jahr nicht starten.
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Der erste werkseigene Silberpfeil seit 55 Jahren ist da. Der Neue nennt sich MPG W01 und wird von keinem Geringeren als …
… dem siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher gefahren. Sein Partner: Nico Rosberg. Bei der Vorstellung des Boliden von Mercedes-GP, dem Nachfolge-Rennstall von Brawn-GP, grinste Schumi vergnügt in die Kameras.
Auch Nico Rosberg war gut gelaunt und sichtlich stolz auf den neuen Rennwagen, der diesmal mattsilber und mit …
… einer auffällig höckerförmig geschwungenen Nase, ähnlich wie beim erfolgreichen Red Bull der vergangenen Saison, daherkommt.
Auf die auffällige Flosse, wie bei McLaren, Renault und Sauber, haben die Aerodynamik-Strategen bei Mercedes verzichtet.
Mit einem völlig neuen Auto wollen Schumis Erben dem Rekord-Weltmeister das Comeback so schwer wie möglich machen. Der neue McLaren namens ...
... MP4-25 unterscheidet sich von allen anderen Boliden der Rennsaison. Das scheint dem Weltmeister-Duo Jenson Button und ...
... Lewis Hamilton (r.) zu gefallen. McLaren fährt zwar auch in diesem Jahr mit einem Mercedes-Motor, doch anders als bei der Konkurrenz ...
... ist die Motorabdeckung von der Airbox gerade nach hinten gezogen, ...
... die Lufteinlässe an den Seitenkästen fallen kantig aus, ...
... im Gegensatz zum Vorjahr hat der MP4-25 eine höhere Nase und ...
... der Bereich hinter dem Fahrer ist wegen des größeren Beinzintanks bulliger geworden.
Lange war ungewiss, ob es dieses Auto geben wird. Doch Sauber geht mit dem C29 an den Start - und das ganz in weiß.
Pedro de la Rosa (l.) und Kamui Kobayashi werden ein Auto der neuen F1-Generation fahren. Auffällig sind die hohe schlanke Nase, ...
... die tief gezogenen Seitenkästen und die riesige Airbox. Der Rennwagen wurde zwar noch in der BMW-Ära entwickelt, besitzt aber ...
... einen Motor und ein Getriebe von Ferrari - wie in früheren Zeiten auch.
Angriffslustig präsentiert sich Ferrari. Der italienische Rennstall hat seinen Boliden im Internet vorgestellt. Schlanker und aggressiver ...
... sieht der neue F10 aus, mit dem die Scuderia dem verlorenen Sohn Michael Schumacher den Kampf ansagt.
Die Oberkante des Cockpits ist höher als bisher.
Wegen des Nachtankverbots besitzt der neue Ferrari F10 einen doppelt so großen Tank.
Zudem hat der neue Bolide - wie der Red Bull 2009 - eine Mulde in der Nase und deutlich mehr weiße Elemente.
Nachdem die Radkappen für die Saison 2010 verboten wurden, kommen die Felgen wieder zum Vorschein.
Im Vergleich mit dem Vorjahresmodell F60 (oben) erkennt man, dass der neue F10 eine schmalere Hüfte besitzt und länger gezogen ist.
Von vorne fallen vor allem die bauchigen Seitenkästen auf. Außerdem wurde die Form der Heckflügel verändert.
Die Nase des F10 ist deutlich breiter und höher aufgehängt, damit die Luft darunter besser hindurchfließen kann.
Durch den Kontrast in der Farbgebung wirkt die breite und hohe Nase wesentlich eleganter.
Auch die "Jungfrau" wurde im Internet enthüllt: Kein Wunder, das Auto von Formel-1-Einsteiger Virgin ... (im Bild: Fahrer Timo Glock, M., mit Kollege Lucas di Grassi, l., und Testfahrer Luiz Razia)
... stammt komplett aus dem Computer, auf Versuche im Windkanal hat der Rennstall verzichtet. Stattdessen wurde nach Reglement gebaut. Davon zeugen ...
... beim VR-01 der größere Tank und die schmaleren Vorderreifen. Beim Motor haben die Engländer auf Cosworth zurückgegriffen.
Toro Rosso tritt in der Formel-1-Saison 2010 erstmals mit einem selbst gebauten Auto an. Denn das Team kann nicht mehr auf die Erfahrungen von Red Bull zurückgreifen.
So ist es nicht verwunderlich, dass der neue STR5 dem alten RB5 ähnelt. Klingt nicht schlecht, denn der RB5 war das schnellste Auto des Vorjahres.
Ein Déjà-vu erlebt Fahrer Jaime Alguersuari schon bei der Entennase mit den Höckern. Kopiert sind auch ...
... die Seitenkästen und der Frontflügel. Neu ist dagegen die Aufhängung des Flügels. Die Pylonen setzen weit hinten an der Nase an und reichen weit nach vorne.
Im Gegensatz zu Toro Rosso setzt Williams auf ein komplett neues Auto. Der FW32 soll vor allem aerodynamisch deutlich besser sein. Völlig anders ...
... sind die Seitenkästen gestaltet. Sie setzen vorne höher an und fallen nach hinten sehr stark ab. Neu ist auch ...
... die Nase. Sie ist viel höher als in der vergangenen Saison. Das hat sich Williams wohl von Red Bull abgeschaut. Das Team war damit 2009 sehr erfolgereich.
Erinnerungen werden auch beim neuen Renault wach. Der neue R30 ist in klassischem Gelb und Schwarz lackiert. Da denkt man ...
Das Force-India-Team um die Fahrer Adrian Sutil (v.l.) und Vitantonio Liuzzi will mit dem VJM03 auf Punktejagd gehen. Auch dieser Rennstall hat sich .... (im Bild auch Ersatzfahrer Paul Di Resta, r.)
... für eine nüchterne Präsentation im Internet entschieden. Der VJM03 erinnert stark an den Vorgänger. Die Nase steht wieder hoch im Wind. Neu sind ...
... die zwei seitlichen Höcker. Vom alten Flitzer ist auch die zum Heckflügel hin verlängerte Motorhaube.
Leichte Retuschen gab es an der Aufhängung des Frontflügels und am Flügel selbst.
... sofort an die Formel-1-Anfänge von Renault in den 70ern zurück. Nicht nur die Lackierung ist traditionell, auch der Rest scheint nicht wie ein Auto der 2010er-Generation.
Das liegt vor allem an seiner relativ niedrigen Nase und den fülligen Seitenkästen. Es kann aber sein, dass die Franzosen die Konkurrenz täuschen wollen. Denn dieses Auto ist nur ein Showcar.
Das Modell scheint jedenfalls auf Diät gesetzt worden zu sein. Schlanker als der Vorgänger kommt der R30 daher. Die größte Veränderung ...
... wurde bisher an der Heckpartie vorgenommen, um das Konzept des "Doppeldecker"-Diffusors umsetzen zu können. Mal sehen, ob das so bleibt. Fans dürfen also auf den Saisonauftakt in Bahrain gespannt sein.
Als letzter potenzieller Titelanwärter hat das Red-Bull-Team mit Vize-Weltmeister Sebastian Vettel sein Auto für die nächste Formel-1-Saison präsentiert.
Im südspanischen Jerez enthüllten Vettel und sein australischer Teamkollege Mark Webber den neuen RB6.
Der Bolide ist erneut mit einem Renault-Motor ausgestattet und ähnelt sehr dem erfolgreichen Vorläufermodell.
Helmut Marko, der Motorsportbeauftragte bei Red Bull, erklärte: "Revolution ist es keine, aber das Gesamtpaket wird, glaube ich, sehr, sehr gut sein. Wir blicken optimistisch auf diese Saison."
Größter Unterschied des RB6 zu 2009 ist offenkundig die völlige Integration des mehrstöckigen Diffusors ins Gesamtkonzept, ...
... die schon bei der Frontpartie beginnt.
Glamouröse Premiere für diesen Formel-1-Neuling: Lotus, bekannt als britischer Traditionsrennstall, versucht sich neu unter malaysischer Flagge.
Anders als andere Rennställe ist der neue Bolide ...
... in London mit einem Festakt vorgestellt worden. Der T127 behält ...
... die traditionellen Lotus-Farben der 50er und 60er Jahre, grün und gelb, bei. Ansonsten erinnert er an den Toyota des Vorjahres.
Motortechnisch steckt im T127 wie auch im neuen Virgin ein Cosworth CA2010-Motor. Die stärkste Konkurrenz liegt damit auf der Hand.

Michael Schumacher stand bei seiner Rückkehr selbst im Kreise der vier Weltmeister gleich wieder im Mittelpunkt und wurde von seinen schärfsten Konkurrenten mit offenen Armen empfangen. Und Sebastian Vettel meldete sich eine Stunde später selbstbewusst zur Aufnahme in den Klub der Champions an. "Ich hoffe, im nächsten Jahr haben wir an gleicher Stelle eine Pressekonferenz mit fünf Weltmeistern", sagte Vettel, nachdem bei der offiziellen Pressekonferenz für den Großen Preis von Bahrain Schumacher, Titelverteidiger Jenson Button, Lewis Hamilton und Fernando Alonso Hof gehalten hatten.

Am Donnerstagmorgen hatte Schumacher noch in etwas kleinerem Rahmen verraten, dass er sich vor seinem ersten Rennen nach drei Jahren Pause vor allem auf die Zweikämpfe auf der Piste freut. "Ich genieße es, im Auto zu sitzen und gegen die Leute auf der Strecke zu kämpfen. Das habe ich vermisst", sagte Schumacher: "Bei unserer Teampräsentation habe ich gesagt, dass ich mich fühle wie ein 12-jähriger Junge. Seitdem bin ich ein bisschen älter geworden, aber nicht viel."

"Toll, dass Michael wieder da ist"

Am Nachmittag stellten sich Alonso, Hamilton und Button mit dem Rekordchampion für einen ganz besonderen Schappschuss den zahlreichen Fotografen, danach verteilten sie dicke Komplimente. "Ich freue mich, dass Michael wieder da ist, denn ich denke wirklich, dass er der beste Fahrer aller Zeiten ist. Darüber sind wir uns wohl alle einig. Seine ganzen Titel und Rekorde sind vielleicht unmöglich einzuholen. Zu gewinnen mit ihm auf der Strecke, ist einfach wertvoller", sagte Ferrari-Pilot Alonso.

Nicht nur der Spanier, der seine beiden WM-Titel 2005 und 2006 noch gegen den inzwischen 41 Jahre alten Schumacher gewonnen hatte, auch Titelverteidiger Button hieß den Rückkehrer herzlich willkommen und gab ihm einen Klaps auf die Schulter. "Es ist toll, dass Michael wieder da ist. Da fühle ich mich gleich wieder jünger", sagte der 30 Jahre alte Brite, der durch seinen Wechsel zu McLaren quasi bei Mercedes den Platz für Schumacher freigemacht hatte.

Alonso: Schumi-Comeback hilft Formel 1

Nach Meinung von Alonso ist Schumachers Comeback gut für die gesamte Formel 1. "Ich war überrascht, dass er zurückgekommen ist. Aber es ist gut für uns alle, für uns Fahrer und für unseren Sport. Das kann der Formel 1 nur helfen", sagte der Spanier, der bei Ferrari in Schumachers Fußstapfen treten will: "Ich freue mich auf ein paar schöne Kämpfe mit ihm."

Auch für Vettel ist es eine tolle Sache, Schumacher wieder im Feld zu haben. "Michael hat die Formel 1 aufgescheucht. Viele sind extra deswegen angereist", sagte der Red-Bull-Pilot: "Das ist gut für unseren Sport. Und für uns junge Fahrer ist es eine Herausforderung, gegen ihn antreten zu können, vor allem, wenn man ähnliches Material zur Verfügung hat."

Schumacher: Vier Teams mit Chancen

Wie für Vettel ist auch für Schumacher der Titel das Ziel, "wenn wir am Anfang der Saison nicht zu viel an Boden verlieren". Schumachers Teamkollege Nico Rosberg sagte, das Silberpfeil-Team werde im Vergleich zu den letzten Testfahrten in Barcelona Ende Februar "große Fortschritte und einen Schritt nach vorne gemacht" haben. "Ich hoffe, der ist groß genug", sagte der siebenmalige Weltmeister Schumacher, der am Sonntag erstmals nach 1239 Tagen wieder um WM-Punkte kämpft.

Schumacher erwartet, dass an der Spitze vier Teams - McLaren, Red Bull, Ferrari und Mercedes - relativ eng zusammenliegen werden. "Und die Fahrer haben alle Top-Niveau, da kann man noch nicht sagen, wer am Ende Vorteile haben wird", sagte Schumacher, der sich auf keinen speziellen Gegner freut: "Wir alle wollen gegen den Fahrer kämpfen, der vor uns fährt, da ist es egal, wer das gerade ist." Trotz der vier Top-Teams und hungriger Fahrer wie Vettel, Alonso, Hamilton oder Button glaubt Schumacher nicht, dass er vor der härtesten Saison seiner Karriere steht. "Wenn man bis zum letzten Rennen um den Titel kämpft, ist es egal, ob gegen einen oder gegen fünf andere."

(SID, N24)

11.03.2010 16:04 Uhr

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