Die Rückkehr von Michael Schumacher in die Formel 1 freut auch seine Rivalen. Vettel, Button, Hamilton und Alonso versprechen sich einen Schub für den Sport und heiße Rennen - zuerst in Bahrain.
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Michael Schumacher stand bei seiner Rückkehr selbst im Kreise der vier Weltmeister gleich wieder im Mittelpunkt und wurde von seinen schärfsten Konkurrenten mit offenen Armen empfangen. Und Sebastian Vettel meldete sich eine Stunde später selbstbewusst zur Aufnahme in den Klub der Champions an. "Ich hoffe, im nächsten Jahr haben wir an gleicher Stelle eine Pressekonferenz mit fünf Weltmeistern", sagte Vettel, nachdem bei der offiziellen Pressekonferenz für den Großen Preis von Bahrain Schumacher, Titelverteidiger Jenson Button, Lewis Hamilton und Fernando Alonso Hof gehalten hatten.
Am Donnerstagmorgen hatte Schumacher noch in etwas kleinerem Rahmen verraten, dass er sich vor seinem ersten Rennen nach drei Jahren Pause vor allem auf die Zweikämpfe auf der Piste freut. "Ich genieße es, im Auto zu sitzen und gegen die Leute auf der Strecke zu kämpfen. Das habe ich vermisst", sagte Schumacher: "Bei unserer Teampräsentation habe ich gesagt, dass ich mich fühle wie ein 12-jähriger Junge. Seitdem bin ich ein bisschen älter geworden, aber nicht viel."
"Toll, dass Michael wieder da ist"
Am Nachmittag stellten sich Alonso, Hamilton und Button mit dem Rekordchampion für einen ganz besonderen Schappschuss den zahlreichen Fotografen, danach verteilten sie dicke Komplimente. "Ich freue mich, dass Michael wieder da ist, denn ich denke wirklich, dass er der beste Fahrer aller Zeiten ist. Darüber sind wir uns wohl alle einig. Seine ganzen Titel und Rekorde sind vielleicht unmöglich einzuholen. Zu gewinnen mit ihm auf der Strecke, ist einfach wertvoller", sagte Ferrari-Pilot Alonso.
Nicht nur der Spanier, der seine beiden WM-Titel 2005 und 2006 noch gegen den inzwischen 41 Jahre alten Schumacher gewonnen hatte, auch Titelverteidiger Button hieß den Rückkehrer herzlich willkommen und gab ihm einen Klaps auf die Schulter. "Es ist toll, dass Michael wieder da ist. Da fühle ich mich gleich wieder jünger", sagte der 30 Jahre alte Brite, der durch seinen Wechsel zu McLaren quasi bei Mercedes den Platz für Schumacher freigemacht hatte.
Alonso: Schumi-Comeback hilft Formel 1
Nach Meinung von Alonso ist Schumachers Comeback gut für die gesamte Formel 1. "Ich war überrascht, dass er zurückgekommen ist. Aber es ist gut für uns alle, für uns Fahrer und für unseren Sport. Das kann der Formel 1 nur helfen", sagte der Spanier, der bei Ferrari in Schumachers Fußstapfen treten will: "Ich freue mich auf ein paar schöne Kämpfe mit ihm."
Auch für Vettel ist es eine tolle Sache, Schumacher wieder im Feld zu haben. "Michael hat die Formel 1 aufgescheucht. Viele sind extra deswegen angereist", sagte der Red-Bull-Pilot: "Das ist gut für unseren Sport. Und für uns junge Fahrer ist es eine Herausforderung, gegen ihn antreten zu können, vor allem, wenn man ähnliches Material zur Verfügung hat."
Schumacher: Vier Teams mit Chancen
Wie für Vettel ist auch für Schumacher der Titel das Ziel, "wenn wir am Anfang der Saison nicht zu viel an Boden verlieren". Schumachers Teamkollege Nico Rosberg sagte, das Silberpfeil-Team werde im Vergleich zu den letzten Testfahrten in Barcelona Ende Februar "große Fortschritte und einen Schritt nach vorne gemacht" haben. "Ich hoffe, der ist groß genug", sagte der siebenmalige Weltmeister Schumacher, der am Sonntag erstmals nach 1239 Tagen wieder um WM-Punkte kämpft.
Schumacher erwartet, dass an der Spitze vier Teams - McLaren, Red Bull, Ferrari und Mercedes - relativ eng zusammenliegen werden. "Und die Fahrer haben alle Top-Niveau, da kann man noch nicht sagen, wer am Ende Vorteile haben wird", sagte Schumacher, der sich auf keinen speziellen Gegner freut: "Wir alle wollen gegen den Fahrer kämpfen, der vor uns fährt, da ist es egal, wer das gerade ist." Trotz der vier Top-Teams und hungriger Fahrer wie Vettel, Alonso, Hamilton oder Button glaubt Schumacher nicht, dass er vor der härtesten Saison seiner Karriere steht. "Wenn man bis zum letzten Rennen um den Titel kämpft, ist es egal, ob gegen einen oder gegen fünf andere."
Vorsicht! Auf der Strecke befindet sich ein deutlich langsameres Fahrzeug.
Gelbe Flagge
Achtung Gefahr! Wenn die Flagge geschwenkt wird, befindet sich eine Gefahrenstelle auf der Piste. Es darf nicht mehr überholen werden. Wird die Flagge stillgehalten, dann ist mit einer gefährlichen Stelle abseits der Strecke zu rechnen.
Grüne Flagge
Freie Fahrt! Ende der Gefahr und des Überholverbots. Die Strecke ist wieder frei.
Hellblaue Flagge
Überholen lassen! Die hellblaue Flagge zeigt einem Fahrer, dass sich ein schnellerer Konkurrent nähert und er ihn sofort vorbeilassen muss. Wird die Fahne geschwenkt, ist es höchste Zeit, den Weg freizumachen. Sonst riskiert man eine Stop-and-go-Strafe.
Rote Flagge
Abbruch! Das Rennen oder das Qualifying wird aus irgendeinem Grund abgebrochen.
Rot-gelb gestreifte Flagge
Rutschgefahr! Diese Flagge signalisiert, dass die Strecke rutschig ist, beispielsweise wegen einer Ölspur oder starken Regens.
Schwarz-orangene Flagge
Ab in die Box! Diese Flagge wird immer mit der Startnummer des betreffenden Fahrers angezeigt. Denn sie fordert ihn auf, wegen technischer Probleme in die Box zu fahren.
Schwarze Flagge
Disqualifikation! Der Fahrer wird vom Rennen ausgeschlossen und muss in die Box. Die Flagge wird mit der Startnummer des betreffenden Fahrers angezeigt.
Schwarz-weiße Flagge
Verwarnung! Ein Fahrer wird wegen unsportlichen Verhaltens verwarnt. Diese Flagge wird mit der Startnummer des betreffenden Fahrers gezeigt.
Schwarz-weiß karierte Flagge
Ziel erreicht! Die schwarz-weiß karierte Flagge zeigt an, dass das Training oder Rennen beendet ist.