Tsunami-Warnung

Chile erneut von Erdbeben erschüttert

Chile ist erneut von einem Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert worden. Die chilenischen Behörden haben nach dem Beben vor der Westküste des Landes eine Tsunami-Warnung ausgegeben.

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Am 27. Februar hatte sich im Süden Chiles ein Erdbeben der Stärke 8,8 ereignet und zahlreiche Häuser zum Einsturz gebracht.
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Mega-Beben vor Chile: Das fünftstärkste Erdbeben seit mehr als 100 Jahren hat am Sonnabend Chile erschüttert. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 8,8 ...
... lag im Südpazifik, 320 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Das Beben löste mehrere Tsunami-Wellen aus, die sich über den ganzen Ozean ausbreiteten.
Nach den Erdstößen am frühen Samstagmorgen (3.34 Uhr Ortszeit) verließen die Menschen geschockt und verängstigt ihre Häuser. Viele verbrachten aus Angst vor Nachbeben ...
... die restliche Nacht auf der Straße. Und tatsächlich, die Erde bebte viele Male. Über das Ausmaß der Schäden bestand in der Nacht noch weitgehend Unklarheit.
Das chilenische Fernsehen zeigte in der Nacht Bilder brennender Häuser. Offenbar waren bei dem Beben ...
... auch Gasleitungen beschädigt worden. Vielerorts sind zudem auch die Wasser- und Stromversorgung sowie das Telefon ausgefallen.
Unter den Trümmern eines eingestürzten Parkhauses sind Dutzende Autos begraben worden. Zunächst war nicht klar, ...
... ob sich in den verschütteten und teils völlig zerquetschten Wracks auch Menschen befanden.
Das Fernsehen zeigte Bilder verletzter und blutüberströmter Menschen. Staatspräsidentin Michelle Bachelet (rechts) drückte ihre ...
... Sorge und Hoffnung aus, dass trotz des heftigen Bebens und der offenbar immensen Schäden nur wenige Menschen starben.
Erst am Morgen zeigte sich dann das ganze Ausmaß der Schäden. Highways wurden in und um die Großstädte ...
... Santiago de Chile und Concepcion durch die Erdstöße teilweise zerstört.
Viele wurden während der Fahrt von dem Beben überrascht. Sie rasten auf den zerborstenen Hochstraßen ...
.. in breite Spalten oder gegen Hindernisse, die einen Tag zuvor noch nicht da waren.
Auch andernorts stürzten Hochstraßen und Brücken ein als beständen sie aus Lego-Steinen. Straßen wurden ...
... durch breite Risse und metertiefe Löcher zu gefährlichen Hindernis-Parcours.
Besonders schwer wurde die Großstadt Concepcion getroffen. Hier sind ...
... viele Häuser teils schwer beschädigt worden. Auf den Straßen versperren Gebäudetrümmer ...
... die Durchfahrt. Autos wurden unter herabgestürzten Häuserteilen begraben.
Auch in der Großstadt Talca südlich der Hauptstadt Santiago richtete das Erdbeben ...
... große Schäden an. In einigen Straßenzügen blieb kaum ein Haus unbeschädigt, ...
... viele sind sogar unbewohnbar geworden.
Feuerwehrleute suchen in den Trümmern fieberhaft nach Verschütteten.
Verzweifelt blicken viele Bewohner der Stadt auf die Trümmer ihrer Existenz.
Ihr Besitz liegt völlig zerstört unter Tonnen von Schutt begraben.
Große Schäden auch in Santiago: Aus den Trümmern zerstörter Häuser am Stadtrand steigt eine riesige Rauchsäule empor.
Dieses Mietshaus in der chilenischen Hauptstadt ist so schwer beschädigt worden, dass es nach dem Beben vermutlich ...
... unbewohnbar ist. Eine komplette Gebäudewand stürzte durch die schweren Erdstöße ein.
In den Trümmern ihres Zuhauses suchen diese Menschen nach ihren Habseligkeiten.
Bei diesem Haus wurde der Hausflur von geborstenen Gebäudeteilen völlig eingedrückt und unpassierbar gemacht.
Ein Mann sieht sich in einem völlig zerstörten Geschäft in Santiago um.
In den Trümmern eines Hauses läuft verängstigt ein Hund umher.
Ungläubig schaut diese Frau auf ihr nach dem Erdbeben völlig schief stehendes Wohnhaus.
Die Sachschäden in Chile sind nach dem Beben groß. Die Zahl der Toten und Verletzten blieb aber offenbar überschaubar.

Knapp zwei Wochen nach dem Beben in Chile mit fast 500 Todesopfern hat sich erneut ein schweres Erdbeben ereignet. Das berichteten Augenzeugen aus der zentralchilenischen Hafenstadt Valparaíso, wo zu diesem Zeitpunkt gerade die Amtseinführung des neuen chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera vorbereitet wurde. Die chilenischen Behörden haben nach dem neuerlichen Erschütterungen vor der Westküste des Landes eine Tsunami-Warnung ausgelöst. Das Büro für Notfallsituationen (Onemi) in Santiago de Chile warnte am Donnerstag vor einer Flutwelle im Pazifik, nachdem insgesamt drei Erdstöße gemessen worden waren. Der schwerste hatte eine Stärke von 7,2.

Am 27. Februar hatte sich im Süden Chiles ein Erdbeben der Stärke 8,8 ereignet und zahlreiche Häuser zum Einsturz gebracht. Es war eines der schwersten jemals auf der Welt registrierten Beben, ihm folgte ein zerstörerischer Tsunami an der Pazifik-Küste. Bislang wurden nach Behördenangaben 497 Tote identifiziert. Insgesamt sind Schätzungen zufolge rund zwei Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen. Die bisherhige Staatschefin Michelle Bachelet hatte in der vergangenen Woche erklärt, der Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten werde bis zu vier Jahre dauern.

(AFP, N24)

11.03.2010 16:38 Uhr

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