So funktioniert's!

3D fürs Wohnzimmer

Die 3D-Technik ist auf dem Vormarsch. Bald soll sie in unsere Wohnzimmer Einzug halten. Aber wie funktioniert sie genau und was benötigt man für den 3D-Genuss? Wir geben einen Überblick.

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Auf den Technikmessen angekündigt, kommt das 3D-Fernsehen jetzt auch in unsere Wohnzimmer. In den USA gibt es bereits 3D-Geräte zu kaufen und ab Frühjahr 2010 sollen erste Geräte auf den deutschen Markt kommen.
Das Konzept von 3D-Filmen ist an sich nichts Neues. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts laufen erste 3D-Filme in den Kinos. Die unausgereifte Technik verhindert jedoch den Durchbruch. Aufwändige Produktionen wie Avatar und neue 3D-Technik ...
.. sollen jetzt den Erfolg bringen. Mit einer großen Party feiert Hersteller Samsung die Einführung von 3D-Geräten und lädt Gäste wie James Cameron oder die Black Eyed Peas ein. Es wird ernst gemacht. Doch wie funktioniert die 3D-Technik genau?
Bereits bekannt ist die Umsetzung von 3D mittels rot-grünen Brillen. Sie hat jedoch Nachteile in der Farbwiedergabe und bei längerem 3D-Konsum. Die grundlegende Funktion ist aber die gleiche wie bei der neuen Technik:
Das Gehirn rechnet die Einzelbilder des linken und rechten Auges in ein dreidimensionales Bild um. Die 3D-Technik liefert also für jedes Auge ein unterschiedliches Bild, welches auf dem TV oder Beamer dargestellt wird. Somit erscheint ...
... auf dem Display ein leicht verschwommenes, unscharfes Bild. Erst durch eine Brille wird jedem Auge das entsprechende Bild einzeln gezeigt. Eine 3D-Brille ist also bei der neuen Technik unbedingt notwendig, auch wenn es dabei ...
... unterschiedliche Techniken gibt. Zum einen gibt es die Shutterbrille, die die meisten Hersteller benutzen. Ihre Funktion beschränkt sich darauf, abwechselnd das rechte und das linke Auge abzudunkeln. In der Brille befindet sich ein Flüssigkristall ...
... und zwei Polarisationsfilter, die durch elektrische Spannung lichtdurchlässig oder -undurchlässig geschaltet werden können. Der Fernseher zeigt die Bilder für das rechte und das linke Auge im Wechsel und muss der Brille per Infrarot o.ä. nur ...
... den "Takt" vorgeben, damit das Bild und die Brille synchron laufen. Billig werden diese Brillen sicherlich nicht sein und es ist fraglich, ob beim Kauf eines 3D-Fernsehers die passende Brille gleich beiliegt.
Eine weitere Technik sind Polarisationsbrillen. Hier zeigt der Fernseher gleichzeitig das Bild für das rechte und das linke Auge. Die Filter in den Brillengläsern lassen dann jeweils nur das Bild für das entsprechende Auge durch.
Eine analoge Polarisationstechnik wird in den IMAX-Kinos verwendet. Sie hat teilweise Nachteile, da manchem Zuschauer auf Dauer schlecht wird. Grund ist die schwierige Synchronisierung des rechten und des linken Augenbildes. Dieser Nachteil ist jedoch ...
... durch die neue digitale Technik gelöst worden. Die Hersteller sind jetzt nur gefragt, einen verbindlichen Standard für die verwendete 3D-Technik festzulegen. Vermutlich wird es aber nicht lange dauern, denn einen Formatkrieg wie bei der Blu-ray ...
... will die Industrie ausnahmsweise mit aller Kraft vermeiden. So bestätigen mehrere Firmen, dass sie zwar eigene Shutter-Brillen anbieten werden, es aber auch möglich sein wird, Brillen von der Konkurrenz zu nutzen.
Ob die 3D-Brillen, die man teilweise in den Kinos erworben hat, auch zu Hause nutzen kann ist allerdings fraglich, da auch die Kinos unterschiedliche 3D-Techniken verwenden.
Wo man in den Genuß von 3D kommen wird, ist abzuwarten. Eine wichtige Rolle werden die 3D-Blu-rays werden. In Kürze sollen 3D-Filme auf Blu-ray erscheinen. Wenn man nun einen 3D-Blu-ray-Player, einen 3D-kompatiblen Fernseher und ...
... eine passende 3D-Brille hat, steht dem 3D-Erlebnis nichts im Weg. Bis 3D ins Fernsehen gelangt, wird es noch eine Zeit dauern. Erste 3D-Bilder sollen von Bezahlsendern zur Fußball-WM ausgestrahlt werden.
Normales 2D-Fernsehen soll auf den 3D-Geräten auch angeschaut werden können. Sie sollen jedoch die Funktion besitzen, 2D-Material in 3D zu konvertieren. Das wird auch notwendig sein, um den Kauf eines 3D-Gerätes bei der derzeit ...
... geringen Verfügbarkeit von 3D-Filmen überhaupt attraktiv genug zu machen. Die Herausforderung besteht also weniger darin, die geeignete Hardware in die Wohnzimmer zu bekommen, sondern ...
... die Menschen so sehr für diese Produkte zu begeistern, dass sie unbedingt die neue Hardware kaufen wollen. Bislang sehen jedenfalls nur wenige Experten 3D als echten Boom auf dem Markt. Zu umständlich ist die Verwendung von Brillen.
Forschern ist es zwar gelungen, 3D auch ohne Brille darstellbar zu machen. Bis diese Technik jedoch marktreif und bezahlbar ist, werden einige Jahre vergehen. Solange wird 3D also nur eine Ergänzung und kein Ersatz für 2D sein.
Video: 3D zum kleinen Preis - Fernsehgeräte ab April auch in Deutschland
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Die Computermesse CeBIT in Hannover hat auch 2010 wieder ihre Türen für Technikfans und Fachleute geöffnet. Trotz sinkender Ausstellerzahlen bietet sich dem Besucher eine abwechslungsreiche Technikwelt.
Der Computerkonzern Apple hat keinen eigenen Stand auf der CeBIT, ist aber mit seinen Produkten bei anderen Herstellern und Anbietern, wie zum Beispiel am Stand der Telekom, omnipräsent.
Ein anderer großer Konzern ist dieses Jahr erstmals mit einem Stand vertreten - Google. Der Stand ist zwar nur klein, für die Branche und die Messe ist es aber ein wichtiges Signal. Der Suchmaschinenanbieter präsentiert sein neues Angebot "Street View".
3D ist wie schon auf der "Consumer Electronic Show" Anfang des Jahres in Las Vegas ein Hauptthema. Auch Angela Merkel überzeugte sich bei ihrem Messerundgang von der neuen Technologie.
Ein weiterer Trend auf der CeBIT 2010 ist das Cloud-Computing. Das Motto lautet: "Immer alles dabei" durch das Speichern von Daten im Netz. Der Zugriff darauf ist dadurch immer und überall möglich.
Bunt wird es am Stand von Microsoft. Zusammen mit Samsung stellen beide Hersteller den ersten Kinder-PC vor. Das Gerät, das es in verschiedenen bunten Designs gibt, ...
... soll besonders strapazierfähig sein und einen speziell entspiegelten Bildschirm zum Schutz der Augen haben. Dass neue Technik nicht nur im Kinderzimmer, sondern auch im Klassenzimmer angekommen ist, veranschaulicht das ...
... digitale Klassenzimmer von Microsoft. Es will zeigen, wie IT im Klassenzimmer das Lernen erleichtert, Austausch und Kreativität fördert sowie die Sachkenntnis und Medienkompetenz stärkt. Auf dem Bild ist das "Multitouch Whiteboard" zu sehen.
Genauso bunt wie die Kinder-PCs sind die Accessoires und Handytaschen von Ed Hardy. Um sich von anderen Anbietern abzuheben, setzt dieser Hersteller auf das Motto "Sex sells" und lässt seine Produkte von leicht bekleideten Models präsentieren.
Weniger sexy wirkt diese Brille. Eine Mitarbeiterin des SAP-Standes zeigt das sogenannte Head-mounted Display. Auf diesem werden Daten eingespiegelt, um Produkte leichter auffinden zu können. Einsatzgebiete sind beispielsweise Lager- und Logistikfirmen.
Stylischer wirkt da schon diese Videobrille. Verbunden mit einem iPod oder einem iPhone kann der Nutzer mit der Brille "cinemizer Plus" seine Lieblingsfilme oder Musikvideos an jedem beliebigen Ort betrachten.
Das Fraunhofer Institut zeigt am Beispiel einer Küche den Einsatz seiner iPoint-Technik. Diese besteht aus zwei Kameras, die die Bewegungen des Fingers aufnehmen und an den Computer übertragen. Die Technik ermöglicht eine Steuerung ohne Berührungen.
Der neue Vodafone Webby ist auf dem CeBIT-Stand von Vodafone zu sehen. Der Webby bietet Internet-Radio, Video- und Audio Dienste, Radiowecker, Online-Informationsdienste und Email sowie WiFi-Vernetzung.
Der Markt der Smartphones boomt. Mit dabei ist der Hersteller HTC. Das neue HTC Desire ist mit dem Android 2.1 Betriebssytem ausgerüstet sowie mit einem 1GHz Snapdragon-Prozessor und einem hochauflösenden 3,7 Zoll WVGA AMOLED-Display ausgestattet.
Die Halle 7 ist bei der CeBIT 2010 für automobile Techniken reserviert. Auch die Telekom ist mit einem Cockpit-Computer vertreten, mit dem man verschieden Programme wie Emails, News, Musik und Navigation vom Auto aus abrufen kann.
Die Navis der Zukunft sollen viel mehr als nur Wegweiser sein. Garmin wird in diesem Jahr seine Navi-Funktion ecoRoute weiterentwickeln, welche direkte Anweisungen für sparsames Fahren liefert. Der Fahrer sammelt dabei "grüne Punkte".
Die Firma IBM präsentiert auf ihrem CeBIT-Stand das Model eines Elektrofahrzeugs. Die IBM-Abteilung "Forschung" konzipiert und testet ein intelligentes Stomversorgungsnetz für Elektrofahrzeuge.
Der Hersteller "Connected Living" veranschaulicht den Einsatz seiner Sensorplattform. An Finger und Handgelenk befestigt, liefert sie per Übertragung an einen Computer zahlreiche Informationen über Gesundheitszustand, Trainingsplan und Trainingserfolge.
Weiterhin liefert der Hersteller "Connected Living" eine bequeme Temperatursteuerung für Wohnungen. Über eine Fernbedienung kann ein Nutzer die Temperatur in den verschiedenen Räumen seines Hauses einstellen und abspeichern.
Forscher der TU Clausthal präsentieren die "intelligente Theke". Das System hilft, den Überblick über verkaufte Getränke zu bewahren und verhindert, dass zum Beispiel zu viel Bier ins Glas gezapft wird. So soll der Verbrauch um bis zu 8% reduziert werden.
Auch Gesundheitsthemen sind vertreten: Ein Aussteller zeigt die "silent sound"-Anwendung. Die Technik transformiert Lippenbewegungen in eine computergenerierte Stimme um beispielsweise stummen Menschen Telefonate zu ermöglichen.
Dieses elektronische Gerät der spanischen Firma OESIA Networks dient zur Erfassung von Gesundheitsdaten. Spanien ist in diesem Jahr das Partnerland der CeBIT und mit zahlreichen Firmen und Aktivitäten vertreten.
Für ausreichend Spaß ist natürlich auch gesorgt: Der Parrot AR.Drone mit vier Rotorblättern lässt sich mit einem iPhone steuern und fliegen und überträgt dabei live einen Videostream auf das Display des Handys.
Und wer sich nach einem anstrengenden Messerundgang zurücklehnen und ausruhen will, kann den amtierenden Weltmeistern im Roboter-Fußball zuschauen. Das Team "B-Human" der Uni Bremen lässt auf der CeBIT 2 Mannschaften à 2 Spieler gegeneinander antreten.

(N24, Danilo Brandt)

14.03.2010 11:56 Uhr

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