Schwarz-gelbes Chaos
Bürger wollen Große Koalition zurück
Die schwarz-gelbe Koalition hat bei den Bundesbürgern an Zustimmung eingebüßt und bekäme bei einer Wahl keine Mehrheit. Die meisten Menschen wünschen sich eine Neuauflage der Großen Koalition.
Die Mehrheit der Wähler in Deutschland wäre derzeit gegen eine Neuauflage der schwarz-gelben Regierungskoalition. Laut einer Umfrage für das ZDF wäre eine Koalition aus CDU/CSU und FDP noch für 27 Prozent das Wunschbündnis. Eine Mehrheit von 53 Prozent fände eine Wiederauflage von Schwarz-Gelb schlecht. Den meisten Zuspruch hätte zurzeit eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD: 41 Prozent der Befragten würden ein solches Bündnis befürworten, 34 Prozent fänden es schlecht.
Wenn am kommenden Sonntag gewählt würde, kämen CDU/CSU und FDP zusammen nicht mehr auf eine parlamentarische Mehrheit. Laut einer EMNID-Umfrage für N24 bekäme die Union unverändert 34 Prozent, die SPD 25 Prozent (plus 1 Prozent), die FDP erneut 10 Prozent, die Grünen 14 Prozent (minus 1 Prozent) und die Linkspartei wie in der Vorwoche 12 Prozent. Ähnliche Zahlen weist auch die Befragung für das ZDF auf. Demnach bekäme die Union 36 Prozent, die SPD 25 Prozent, die FDP 10 Prozent, die Linke 10 Prozent und die Grünen 14 Prozent.
Kopfpauschale ist unbeliebt
Im Bereich Gesundheit und Sozialleistungen wird der Regierung derzeit wenig zugetraut. Laut den ZDF-Zahlen erwarten nur 28 Prozent der Befragten von Union und FDP einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme bei den Sozialleistungen und 23 Prozent im Gesundheitswesen. In beiden Bereichen bezweifelt eine große Mehrheit, dass die Regierung hier Entscheidendes leisten wird. Der vor allem von der FDP geforderten Kopfpauschale zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung stehen die meisten Befragten mit Skepsis gegenüber.
60 Prozent der Befragten fänden es im Vergleich zum jetzigen System schlechter, wenn in Zukunft alle Versicherten unabhängig von ihrem Einkommen einheitliche Beiträge bezahlen müssten und Geringverdiener Zuschüsse aus Steuermitteln erhielten. Nur zwölf Prozent fänden das besser, und 28 Prozent können es nicht beurteilen.
Guttenberg weiter beliebtester Politiker
Auf der Liste der Top Ten der wichtigsten Politiker erhält weiter Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) die beste Bewertung - er erreicht auf der Skala von plus fünf bis minus fünf einen leicht verbesserten Durchschnittswert von 2,0. Besser beurteilt wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Platz zwei mit 1,8. Es folgen Ursula von der Leyen mit 1,3 und Wolfgang Schäuble mit 1,0 vor Frank-Walter Steinmeier mit 0,7 und Sigmar Gabriel mit 0,4. Deutlich im Negativbereich liegt derzeit Guido Westerwelle mit minus 0,9 (nach minus 0,8 im Februar).
(dpa, N24)
12.03.2010 12:30 Uhr









