Airbus-Absturz

Air France zu Entschädigung verurteilt

In Brasilien erwartet Air France eine Klagewelle von Angehörigen der Opfer des Airbus-Absturzes im Sommer 2009. Die Familie eines Toten klagte erfolgreich auf 840.000 Euro Entschädigung.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

In diesen Tagen sollen sich Suchtrupps erneut auf die Suche nach Trümmerteilen der verunglückten Air-France-Maschine machen.
Das Verschwinden einer Air-France-Maschine über dem Atlantik könnte eines der schwersten Luftfahrtunglücke der vergangenen Jahre sein. Auf dem Weg von Rio de Janeiro nach ...
... Paris war ein Airbus 330 aus bisher ungeklärten Gründen vom Radar verschwunden. Die französische und die brasilianische Luftwaffe ...
... suchen unter Zeitdruck nach der Maschine und den Insassaen. Beim Tod aller 228 Menschen an Bord wäre ...
... es für die französische Fluggesellschaft die schlimmste Katastrophe in ihrer Geschichte.
Im Februar 2009 stürzte eine Boeing 737 nahe des Amsterdamer Flughafens Schiphol ab. Von den 134 Insassen ...
... überlebten neun das Unglück nicht.
Bei einem Flugzeugabsturz in Suriname, Südamerika, wurden im April 2008 20 Menschen getötet.
Im August verunglückte eine Spanair-Maschine auf der Landebahn des Madrider ...
... Flughafens. 154 Menschen starben, darunter fünf Deutsche.
Im November 2007 stürzte kurz vor der Landung im Südwesten der Türkei ein Flugzeug der Gesellschaft Atlasjet ab. Alle 57 Menschen an Bord kamen ums Leben.
Die Maschine vom Typ MD 83 war beim Anflug auf Isparta plötzlich von den Radarschirmen verschwunden.
200 Menschen sterben, als ein Airbus der brasilianischen Fluglinie TAM in São Paulo bei der Landung über die Landebahn ...
... hinausschoss und gegen ein Gebäude raste.
89 Menschenleben forderte der Absturz einer Passagiermaschine im thailändischen Phuket. Der Pilot ...
... hatte offenbar trotz der Warnung vor einer Windschere zur Landung angesetzt.
Im Juli 2006 verunglückte im sibirischen Irkutsk ein von Moskau kommender Airbus A310 ...
... der russischen Fluggesellschaft S7 auf der Landebahn. 104 der 122 Insassen kamen dabei ums Leben.
Zunächst war von 90 Opfern die Rede: Beim Absturz einer Tupolew Tu-154 im Iran kamen im September 2006 28 Menschen ums Leben.
Bei einer Notlandung der tunesischen Fluglinie Tuninter im Meer vor Sizilien kamen 13 Menschen ums Leben. Die Maschine war auf dem Weg vom süditalienischen Bari zur Ferieninsel Djerba.
August 2005: Bei der Bruchlandung einer Boeing 737-200 rund drei Kilometer vor einem Flughafen im Nordosten Perus starben 41 Menschen.
Januar 2004: Vor der Küste des ägyptischen Badeortes Scharm el Scheich stürzte eine Urlaubermaschine ins Meer. Es starben 148 Menschen.
Eine Boeing 747-200 der taiwanischen Gesellschaft China Airlines stürzt im Mai 2002 ...
... ins Meer, 225 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben.
November 2001 stürzte ein Airbus A300 von American Airlines nach dem Start auf das New Yorker Viertel Queens: 265 Tote, davon fünf am Boden.
Bisher war der Absturz eines Flugzeugs des Typs Concorde in der Nähe des Pariser Flughafens Charles de Gaulles im Jahr 2000 das schwerste Unglück der Firmengeschichte. Dabei ...
... kamen alle 109 Insassen ums Leben. Vier Menschen starben in einem Hotel, auf das Teile des Flugzeugs stürzten.

Neun Monate nach dem Absturz eines Air-France-Flugzeugs über dem Atlantik ist die Fluglinie in Brasilien zu einer Entschädigung für eines der Opfer verurteilt worden. Die französische Airline müsse umgerechnet 840.000 Euro an die Familie des früheren Generalstaatsanwalts Marcelle Valpacos Fonseca zahlen, urteilte ein Bundesrichter in Rio de Janeiro.

Die Katastrophe sei auf das "fahrlässige Verhalten" von Air France zurückzuführen, befand das Gericht. Es sei wichtig, dass der Verlust eines Familienmitgliedes als "unersetzlich" anerkannt werde. Air France in Paris wollte sich zu dem Urteil nicht äußern. Valpacos Fonseca saß in der Unglücksmaschine, die in der Nacht zum 1. Juni auf dem Flug AF447 von Rio nach Paris ins offene Meer gestürzt war. Dabei kamen 228 Menschen ums Leben, darunter auch 28 Deutsche.

Die Unglücksursache ist bis heute ungeklärt, weil die Flugschreiber der Maschine nicht gefunden wurden. Demnächst soll mit einem internationalen Großaufgebot ein letzter Versuch unternommen werden, die Black Boxes am Meeresgrund zu finden. Air France und auch dem europäischen Flugzeugbauer Airbus war nach dem Unfall vorgeworfen worden, sie hätten zu lange auf die außen angebrachten Geschwindigkeitsmesser der Maschinen vertraut, obwohl es mit den sogenannten Pitot-Sonden etliche Zwischenfälle gegeben habe. Mittlerweile haben zahlreiche Hinterbliebene von Opfern Schadenersatzklagen eingereicht.

(AFP, N24)

12.03.2010 13:27 Uhr

N24 in den Sozialen Netzwerken:

N24 auf Facebook N24 auf Twitter N24 auf Google+
SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Panorama