Gutes Geschäft

Indien kauft von Russland 29 Kampfjets

Russland und Indien haben Verträge im Wert von 10 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Einen Teil der Summe bezahlt Indien für 29 Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29K und zwölf Atomreaktoren.

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Bereits 2004 hatte Indien 16 Modelle des seegestützten Mehrzweckkampfflugzeugs MiG 29-K (NATO-Codename: Fulcrum) und MiG 29-KUB bestellt.

Indien kauft bei Russland weitere 29 Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29K sowie neue Atomreaktoren im Milliardenwert ein. Die Auslieferung der Jagdflugzeuge beginne 2012, sagte der Generaldirektor des MiG-Konzerns, Michail Pogossjan, nach Angaben russischer Agenturen in Neu Delhi. Der Auftrag habe einen Umfang von 1,5 Milliarden US-Dollar (rund 1 Milliarde Euro). Während eines Besuchs von Russlands Regierungschef Wladimir Putin in Indien vereinbarten beide Seiten auch eine engere Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung von Atomenergie.

Russland baut zwölf Atomreaktoren in Indien

Russland baue demnach von 2012 an zwölf neue Atomreaktoren in Indien, sagte der Chef der russischen Atomholding Rosatom, Sergej Kirijenko. Indien und Russland pflegen seit Sowjetzeiten sehr enge Beziehungen. Putin, der mit Premierminister Manmohan Singh zusammentraf, betonte, dass sich die Zusammenarbeit über die Rüstungsgeschäfte hinaus künftig ausweiten solle. Russland gilt mit einem Verkaufsanteil zwischen 60 und 70 Prozent als Indiens größter Waffenlieferant.

16 MiGs bereits 2004 bestellt

Bereits 2004 hatte Indien 16 Modelle des seegestützten Mehrzweckkampfflugzeugs MiG 29-K (NATO-Codename: Fulcrum) und MiG 29-KUB bestellt. Bisher wurden sechs geliefert, die restlichen würden in diesem Jahr folgen, sagte Pogossjan. Russland und Indien wollten während Putins Besuch auch ihren Streit um das Kriegsschiff "Admiral Gorschkow" beilegen. Die Russen modernisieren den Flugzeugträger für die indische Marine. Allerdings hatten beide Seiten um den Preis und den Umfang der Arbeiten gestritten. Nun solle ein zusätzlicher Vertrag die Details regeln, sagte ein russischer Regierungssprecher.

Streit um Bezahlung

Das Schiff, das in Indien "Vikramaditya" heißt, sei zu 70 Prozent fertig und solle 2012 wieder in Betrieb genommen werden. Indien hätte es aber bereits Ende 2008 bekommen sollen. Der Streit um den mit 2,3 Milliarden Dollar veranschlagten Auftrag hatte die Beziehungen beider Länder belastet. Putin, der von einer 15-köpfigen Delegation begleitet wurde, traf neben Singh auch die Chefin der regierenden Kongress-Partei, Sonia Gandhi, und die indische Präsidentin Pratibha Patil. Nach russischen Medienberichten sollten während des eintägigen Besuchs Verträge im Wert von rund 10 Milliarden US-Dollar unterzeichnet werden. So will allein der russische Diamantenkonzern Alrosa Steine im Wert von rund 490 Millionen Dollar an indische Unternehmen verkaufen.

(dpa, N24)

12.03.2010 15:54 Uhr

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