Drogenkrieg

Blutiges Wochenende in Mexiko

Eine Welle blutiger Gewalt hat am Wochenende in Mexiko mindestens 37 Menschen das Leben gekostet. Auch vor diplomatischem Personal machten die Drogen-Killer nicht halt.

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Mexikanische Spezialeinheit im Kampf gegen den Drogenkrieg.
Video: Drogenkrieg in Mexiko - Party endet mit Blutbad
Video: Drogenkrieg in Mexiko - Sicherheitschef ermordet
Video: Drogenkrieg eskaliert - Mexiko: Drogenfahnder hingerichtet
Erschossene Polizisten in Acapulco.

In der Grenzstadt Ciudad Juárez wurden dem US-Fernsehsenders CNN zufolge aus einem Auto heraus eine amerikanische Mitarbeiterin des US-Konsulats, ihr Ehemann sowie der Ehemann einer mexikanischen Angestellten erschossen. US-Präsident Barack Obama verurteilte die Bluttat scharf. Das Außenministerium in Washington sprach eine Reisewarnung aus und forderte die Beschäftigten von sechs grenznahen US-Konsulaten auf, ihre Angehörigen aus der Region in Sicherheit zu bringen.

Ciudad Juárez gilt als eine der gefährlichsten Städte Mexikos. Durch sie führt eine der wichtigen Drogenrouten in die USA. Nach Angaben des US-Außenministeriums kamen dort im vergangenen Jahr im Zuge des Drogenkriegs mehr als 2600 Menschen ums Leben.

In dem nördlichen Bundesstaat Sinaloa starben acht Menschen, als Bewaffnete eine Geburtstagsfeier in der Ortschaft Navolato überfielen. In Acapulco am Pazifik wurden 28 Personen getötet, darunter sechs Polizisten, wie Medien am Sonntag berichteten. Im südlichen Bundesstaat Chiapas griffen Unbekannte Einrichtungen der Staatsanwaltschaft aus Fahrzeugen mit Handgranaten an. Wie die Zeitung «El Universal» meldete, wurde dabei einer der Angreifer getötet, weil eine Granate noch im Auto explodierte.

Sechs Polizisten ermordet

Nach dem Angriff auf die Geburtstagsfeier in Sinaloa entdeckten die Behörden am Ort des Geschehens acht Tote. Derartige Attacken von Mitgliedern organisierter Banden haben sich in den vergangenen Monaten gehäuft. In der Region von Acapulco rund 400 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt wurden indessen in den frühen Morgenstunden des Samstags nicht nur sechs Polizisten ermordet. Beamte fanden zudem fünf von Kugeln durchsiebte Leichen und an einer anderen Stelle weitere drei Leichen. Auch in anderen Gebieten des Bundesstaates Guerrero, in dem Acapulco liegt, wurden bei Schießereien weitere Menschen getötet, und manche von ihnen enthauptet. Außerdem wurde ein am Freitag entführter Journalist tot entdeckt.

Obama "zutiefst erschüttert"

Präsident Obama sei "zutiefst erschüttert und empört über die Berichte von den brutalen Morden an den drei Menschen, die mit US-Konsulat in Ciudad Juárez in Verbindung standen", hieß es in einer Mitteilung des Sprechers des Nationalen Sicherheitsrates, Mike Hammer. Im Krieg der Drogenkartelle untereinander und des Staates gegen die Banden sind in ganz Mexiko im vergangenen Jahr mehr als 7000 Menschen ums Leben gekommen. Brennpunkte der blutigen Auseinandersetzungen sind vor allem die nördlichen Bundesstaaten, die an die USA angrenzen, aber auch die mexikanische Hauptstadt-Region und die sie umgebenden Bundesstaaten.

(N24, dpa)

15.03.2010 11:06 Uhr

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