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Vor 80 Jahren

Das Empire State Building wächst

Beim Wettkampf um das höchste Gebäude der Welt hatte das Empire State Building die Nase vorn, und das rund 40 Jahre lang. Vor 80 Jahren begannen die Bauarbeiten zu dem berühmten Riesen-Wolkenkratzer.

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Wenige Gebäude haben die Skyline New Yorks so sehr geprägt wie das Empire State Building an der Fifth Avenue in Manhattan.
Die Pläne zu seinem Bau reifen während des Wirtschaftsbooms in den 1930er Jahren. Knapp 20 Jahre später wird in dem Gebäude selbst eifrig gearbeitet: Ein Elektroingenieur geht 1946 im Empire State Building seiner Arbeit nach, genauso wie ...
... Telefonistinnen, ...
... Arbeiter einer Wäscherei, ...
... Reinigungsfrauen- und ...
... männer oder ...
... ein Wachmann. Den aufregendsten Job jedoch dürften ...
... die Fensterputzer zu der Zeit haben. Für das Scheibenwischen hoch über den Wolken braucht es Nerven aus Stahl - immerhin ist das Empire State Building rund 40 Jahre lang das höchste Gebäude der Welt. Finanziert wurde das Projekt ...
... von General Motors-Gründer John Jakob Raskob, der seinen Konkurrenten Walter Chrysler beim Wettkampf um die Errichtung des höchsten Gebäudes der Welt ausstechen will. Chrysler strebt dieses Ziel mit dem Chrysler Building (im Hintergrund, Mitte) an.
Nachdem die Erdarbeiten nach knapp zwei Monaten abgeschlossen sind, beginnen am 17. März 1930 die Bauarbeiten nach den Entwürfen des Architekturbüros Shreve, Lamp und Harmon Associates. 7.000.000 Arbeitsstunden dauerte es, …
… bis das Gebäude im Art déco-Stil fertig ist, mehr als 3.000 Bauarbeiter haben mit angepackt – mit Erfolg: Am 1. Mai 1931 wird das Empire State Building eröffnet und ist mit 381 Metern Höhe um gut ...
... 60 Meter größer als das Chrysler Building (r.) und somit das höchste Gebäude der Welt. 1950 lässt eine Antenne das Gebäude noch einmal auf eine stolze Gesamthöhe von 443,2 Metern wachsen. 1972 wird es allerdings vom World Trade Center übertrumpft.
Das mittlerweile höchste Gebäude der Welt ist der Burj Khalifa (828 Meter). Nach der Vernichtung des World Trade Centers 2001 überragt derzeit in New York aber kein anderes Bauwerk das Empire State Building.
Zu Ehren der Opfer des 11. Septembers 2001 leuchtet das Empire State Building fünf Tage später in den Farben Blau, Weiß und Rot.
Mit den Farben Rot und Gelb sendet New York am 30. September 2009 Grüße nach China zum 60-jährigen Bestehen der Volksrepublik.
Auch das Empire State Building feiert 2009 Weihnachten - mit grün-roter Beleuchtung.
Relativ finster dagegen das Bild am 28. März 2009: Mit einer "Licht-aus"-Aktion setzen viele Menschen und Organisationen ein Zeichen gegen den Klimawandel.
Das Empire State Building tut aber noch mehr für die Umwelt: Bis voraussichtlich 2013 wird das riesige Gebäude umfangreich saniert, um es energieeffizienter zu machen. Unter anderem sollen durch eine mehrfache Verglasung ...
... der Verbrauch von Heizungen und Klimaanlagen stark verringert, der gesamte Energieverbrauch um 40 Prozent reduziert werden. Die Sanierung ist Teil eines Modernisierungsprogramm, für das rund 500 Millionen Dollar eingeplant sind.
Für funktionierende, umweltfreundliche Klimaanlagen sind diese Menschen bestimmt dankbar - müssen sie doch 102 Stockwerden mit insgesamt 1.576 Stufen bezwingen. Der Empire State Building Run-Up ...
... ist der berühmteste Treppenlauf der Welt und zählt zu den beliebtesten New Yorker Attraktionen. Genau wie das Empire State Building selbst. Mit fast 80 Jahren gehört es eigentlich zum alten Eisen, ...
... ist aber immer noch der berühmteste Wolkenkratzer der Welt.
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Er macht seinem Namen wirklich alle Ehre: Burj heißt übersetzt "Turm". Und der Burj Dubai, der "Turm von Dubai" in den Vereinigten Arabischen Emiraten, ist …
… das höchste Gebäude der Welt. Die genaue Höhe des gigantischen Bauwerks ...
... ist auch nach seiner Eröffnung ein Rätsel. Während die einen von 818 Metern sprachen, hieß es in anderen Berichten, der Turm messe exakt ...
... 828 Meter. Zudem soll der Turm zu Ehren des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate kurzerhand in "Burj Khalifa" umbenannt worden sein. Doch egal ob 818 oder 828 Meter, ob "Burj Dubai" oder "Burj Khalifa" - den Vögeln kann man nur wünschen, ...
... dass sie sich durch den "Fremdkörper" im Himmel nicht irritieren lassen. Mit seinem titanischen Ausmaß ist der Burj Dubai - bleiben wir der Einfachheit halber bei diesem Namen - jedenfalls dem bisher höchsten Bauwerk auf Erden, dem …
… Taipei Financial Center in Taiwan, um Längen voraus. Der "Taipei 101", so der Spitzname des Finanzzentrums, misst immerhin stolze 508 Meter. Aber selbst, wenn man darauf noch den …
… Kölner Dom mit seinen gut 157 Metern packen würde, käme man immer noch nicht an den Burj Dubai heran.
Und beim Aufeinanderstapeln des weltweit nun dritt- und vierthöchsten Gebäudes, des Shanghai World Financial Centers mit 492 Metern Höhe und des …
... International Commercial Centers in Hongkong mit 484 Metern Höhe, würde man den Burj Dubai gerade mal um gut 150 Meter überragen.
Entworfen wurde der Burj Dubai - hier auf einem Computerbild im Dezember 2004 - von dem amerikanischen Architekten Adrian Smith.
Als die Bauarbeiten für das Riesengebäude im September 2004 beginnen, ...
... ist noch nicht ersichtlich, wie hoch es "wachsen" wird.
Klar ist allerdings, dass es den "Taipei 110" überragen soll. Das geschieht bereits ...
... im Sommer 2007. Am 21. Juli 2007 übertrumpft der Turm mit einer Höhe von 512,1 Metern das Gebäude in Taiwan bereits um 4 Meter.
Auch Berlin hat seinen Teil dazu beigetragen: Nach dem Abriss des "Palasts der Republik" wurde der Stahl der Grundkonstruktion eingeschmolzen und nach Dubai für den "Burj"-Bau geschifft.
Jetzt ist der "Turm von Dubai" nicht nur hinsichtlich seiner Höhe ein Gebäude der Superlative (Foto: Modell von "Burj Dubai", April 2005).
Mehr als 160 Stockwerke kann er aufweisen - kein anderes Gebäude hat mehr (Archivfoto, April 2007).
Der Riesenbau bringt eine ganze Stadt in sich unter (Foto: Modell von "Burj Dubai", Oktober 2009).
12.000 Bewohner haben da Platz. Und tätsächlich sind nach Angaben der Immobilienfirma Emaar Proberties ...
... bereits rund 90 Prozent der in dem Koloss befindlichen Wohnungen und Büros verkauft. Günstig ist das Leben in schwindelerregenden Höhen allerdings nicht.
Zur Boom-Zeit sollen die Luxus-Apartments des Burj Dubai für 20.000 Dollar pro Quadratmeter verkauft worden sein. Dann aber ...
... kam die Weltwirtschaftskrise, von der auch die Vereinigten Arabischen Emirate schwer getroffen wurden.
Seitdem sollen sich die Preise für die exklusiven Wohnungen halbiert haben. Nach einem Schnäppchen klingt das allerdings immer noch nicht. Aber irgendwie muss sich ...
... das mehr als 3 Milliarden teure Bauprojekt ja auch lohnen.
Hoffentlich spielen da wie geplant die Schönen und (sehr) Reichen dieser Welt mit. Der Turm ist nämlich nicht nur ein protziger Wohn-, sondern auch ein Konsumtempel.
Hinter dem Eingang und der ...
... aus Metall und Glas glitzernden Fassade verbergen sich ...
... Nobel-Restaurants, ...
... teure Geschäfte und außerdem ...
... ein Hotel der Extraklasse, gestaltet von dem italienischen Mode-Designer Giorgio Armani.
Nicht auszudenken, wenn das Alles einer alleine sauber halten müsste!
Zu tun hatte er jedenfalls in den vergangenen Jahren jede Menge: Der Neuseeländer Greg Sang, oberster Bauleiter des Mammutprojekts. Jetzt kann er ...
... stolz auf seine getane Arbeit blicken oder ...
... von seinem vollbrachten Werk hinunter, das natürlich ohne die Hilfe von tausenden ...
... Bauarbeitern niemals möglich gewesen wäre.
Ein Vorbild für die Baukultur ...
... ist der Burj Dubai allerdings nach Ansicht deutscher Architekten nicht.
So äußerte sich zu dem Riesenturm etwa Christian Baumgart, Präsident des Verbands der Deutschen Architekten- und Ingenieurvereine folgendermaßen: "Keiner weiß genau, wohin die planerische Hybris der Scheichs noch führen wird." ...
... "Eines ist allerdings sicher: Einen nachhaltigen Beitrag zur Baukultur in der Welt stellt die Betonstahl und Glas gewordene Wüste kaum dar."
Viel Platz für die NATO: Der Parlamentspalast in Bukarest, in dem die Bündnis-Mitglieder derzeit tagen, gilt als zweitgrößtes Gebäude der Welt.
Das gigantische Bauwerk ließ einst der rumänische Diktator Ceaucescu von 20.000 Arbeitern bauen. Es gibt weltweit nur ein Gebäude, das die 65.000 Quadratmeter des "Haus des Volkes" toppt ...
... nämlich das Pentagon in Washington. Der Hauptsitz des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums ...
... erstreckt sich auf einer Grundfläche von gar 135.000 Quadratmetern! Wer viel Platz braucht, baut allerdings meist in die Höhe, nicht in die Breite. In Dubai ...
... steht das höchste Haus der Welt: Der Wolkenkratzer Burj Dubai („Turm von Dubai“) hat 205 Etagen und ist 819 Meter hoch.
Bis er vom Burj Dubai abgelöst wurde, war der Taipei 101 das höchste Gebäude der Welt. Der Turm in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh misst 509 Meter und hat eine Nutzfläche von 412.500 Quadratmetern.
Das derzeit dritthöchste Haus der Welt steht in Kuala Lumpur, Malaysia: In den Petronas-Towers mit ihren 452 Metern Höhe haben mehrere Einkaufszentren Platz.
Neben all den Riesen dürfte das höchste Haus Deutschlands eher mickrig aussehen: Das Commerzbank-Hochhaus in Frankfurt/Main ist "nur" 259 Meter hoch.
Dafür ist ein deutsches Gebäude in der Fläche spitze: Nach Pentagon und rumänischem Parlamentspalast liegt der Flughafen Berlin-Tempelhof nach Flächengröße auf Platz drei. In seinem Innern ...
... geht es allerdings ziemlich beschaulich zu - der Flughafen wird kaum noch genutzt. Mehr los ist in Peking ...
... dort baute der Star-Architekt Sir Norman Foster ein neues Flughafen-Terminal auf einer Fläche von 170 Fußballfeldern. A propos Fußball ...
... das Stadion "1. Mai" in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang ist mit 150.000 Zuschauerplätzen die größte Sportstätte der Welt. Lange hielt ein brasilianisches Stadion den Rekord ...
... das Maracana in Rio de Janeiro: Das WM-Endspiel 1950 sahen dort 199.854 Zuschauer. Heute finden im Maracana noch über 100.000 Fußballfans Platz.
Überraschung! Die größte Kirche der Welt ist nicht der Petersdom in Rom, sondern ...
... die Basilika Notre-Dame de la Paix in Yamoussoukro, Elfenbeinküste. Mit einer Fläche von 30.000 Quadratmetern ist die afrikanische Kirche doppelt so groß wie ihr Vorbild in Rom ...
... und sogar fast viermal so groß wie der Kölner Dom!

(N24)

17.03.2010 12:11 Uhr

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