Finanzierung für Abschnitt von Nord Stream-Pipeline steht

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Nord-Stream-Pipeline
Matthias Warnig

Mit einem Milliardenkredit hat das Betreiberkonsortium die Finanzierung des ersten Bauabschnitts der unter der Ostsee geplanten Gaspipeline Nord Stream gesichert. Der Kredit-Vertrag mit 26 internationalen Banken soll 70 Prozent der Baukosten in Höhe von 3,9 Milliarden Euro decken, wie das russisch-deutsch-niederländische Betreiberkonsortium in London mitteilte.

Die verbleibenden 30 Prozent der Baukosten würden die Aktionäre des Konsortiums finanzieren, hieß es. Der Milliardenkredit werde durch Exportbürgschaften aus Deutschland und Italien sowie eine Garantie der Bundesregierung abgesichert. Insgesamt sind für den Bau der rund 1200 Kilometer langen Rohrleitung von Russland nach Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern 7,4 Milliarden Euro veranschlagt.

An Nord Stream sind der russische staatliche Gasriese Gazprom (51 Prozent), die deutsche Eon Ruhrgas und die BASF-Tochter Wintershall (je 20 Prozent) sowie der niederländische Versorger Gasunie (neun Prozent) beteiligt. Anfang des Monats wurde bekannt, dass sich auch der französische Gaskonzern GDF Suez in das Konsortium einkaufen möchte. Dazu würde das Unternehmen offenbar je 4,5 Prozent von Eon und BASF übernehmen. Der Vertrag ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Mit dem Bau der Pipeline soll im April begonnen werden, Ende 2011 solle das erste Erdgas fließen.

Die Einigung auf den Kredit trotz der Schwierigkeiten an den Finanzmärkten zeige die Attraktivität des Projekts, sagte Konsortiums-Geschäftsführer Matthias Warnig. Bis Ende des Jahres solle auch die Finanzierung für den zweiten Bauabschnitt unter Dach und Fach gebracht werden. Dafür müsse erneut ein Kredit in Höhe von 2,5 Milliarden Euro aufgenommen werden.

Nach der Fertigstellung der zweiten Röhre sollen 2012 pro Jahr 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Westen gepumpt werden. Das entspricht elf Prozent des Gesamtbedarfs der EU. Nach Angaben von Nord Stream können damit 26 Millionen Haushalte in Europa versorgt werden.

(AFP)

16.03.2010 19:37 Uhr

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