Nach Selbstmordversuch
Häftling in den USA hingerichtet
Vor einer Woche wollte sich der Amerikaner Lawrence Reynolds in der Gefängniszelle das Leben nehmen. Nach seiner Genesung wurde der Todeskandidat jetzt mit der Giftspritze hingerichtet.
Eine Woche nach seinem Suizidversuch ist der wegen Mordes verurteilte Lawrence Reynolds im US-Bundesstaat Ohio hingerichtet worden. Der 43-Jährige starb nach der Injektion mehrerer Giftstoffe, wie die Justizbehörden bekannt gaben. Die Hinrichtung war ursprünglich für vergangene Woche geplant gewesen; Beamte hatten Reynolds aber bewusstlos in seiner Zelle gefunden, nachdem er sich mit einer Überdosis Medikamenten das Leben nehmen wollte. Ohios Gouverneur hatte den Termin daraufhin um eine Woche verschoben, damit sich der Todeskandidat erholen könne.
In seinen letzten Worten an Mithäftlinge sagte Reynolds nach Angaben anwesender Journalisten, er habe "Aufmerksamkeit auf das sinnlose und zutiefst ungerechte System" der Todesstrafe lenken wollen. "Meine Brüder, ich hoffe, Ihr werdet nie diese 15 Schritte gehen müssen, die ich heute gehe", wurde Reynolds zitiert. "Stoppt den Irrsinn!" Reynolds war 1994 wegen Mordes zum Tode verurteilt worden. In mehreren Gerichtsverfahren hatte er seine Hinrichtung durch die Giftspritze vergeblich zu verhindern versucht.
(AFP, N24)
16.03.2010 20:55 Uhr








