Hilfe für Afghanistan
Pariser Club streicht Hälfte der Staatsschulden
Die afghanischen Gläubigerstaaten im Pariser Club haben dem Land am Hindukusch seine Schulden erlassen. Damit ist Kabul auf einmal die Hälfte seiner Staatsschulden los.
Die Gläubigerstaaten des Pariser Clubs haben Afghanistan seine Schulden vollständig erlassen. Es seien Verbindlichkeiten in Höhe von 1,026 Milliarden Dollar (746 Millionen Euro) gestrichen worden, teilte der Club in Paris mit. Afghanistan habe im Gegenzug zugesichert, die freiwerdenden Mittel für die Bekämpfung der Armut und die Umsetzung einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik einzusetzen. Die Gläubigerstaaten erließen Kabul insgesamt 585 Millionen Dollar an bilateralen Schulden, wie der Club mitteilte. Nicht zurückzahlen muss Afghanistan auch weitere 441 Millionen Dollar, die Afghanistan über Internationale Organisationen aufgenommen hatte.
Nach Angaben des Clubs stellten die Schulden gegenüber dem Pariser Club im vergangenen Jahr rund die Hälfte aller Schulden Afghanistans von gut zwei Milliarden Dollar dar. Der Gläubigerklub war 1956 in der französischen Hauptstadt gegründet worden; er vermittelt zwischen verschuldeten Staaten und ihren Geldgebern und hilft bei der Umschuldung beziehungsweise Entschuldung. Das Gremium hat 19 ständige Mitglieder, darunter auch Deutschland, Japan und die USA. An den Verhandlungen können von Fall zu Fall weitere Staaten teilnehmen.
(AFP, N24)
17.03.2010 21:13 Uhr









