N24.de - Sonderseite zu Afghanistan
 

Nach Helmand und Kandahar

NATO-Offensive im Bundeswehr-Gebiet

Im Bundeswehr-Gebiet im Norden Afghanistans ist eine weitere Offensive der NATO-Truppen geplant. Vorerst kämpfen diese jedoch in den Provinzen Helmand und Kandahar.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

US-Soldaten bei einem Feuergefecht in der afghanischen Provinz Helmand. Auch in Kundus soll eine Offensive gegen die Taliban geführt werden.
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
Großoffensive in Afghanistan: Die Operation "Muschtarak" ("Gemeinsam") läuft seit dem 13. Februar 2010.
Afghanische Soldaten mit einem inhaftierten Taliban: Der Einsatz konzentriert sich auf die Bekämpfung der islamisch-fundamentalistischen Milizen im Süden Afghanistans.
Seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 ist es der bislang größte Angriff gegen die Taliban.
15.000 afghanische und ausländische Soldaten gehen gegen die Aufständischen in Helmand, der am stärksten umkämpften Provinz in Afghanistan, vor.
Kämpfer der afghanischen Nationalarmee bereiten sich auf ihren Einsatz vor.
Die meisten der ausländischen Soldaten, die an der Operation "Muschtarak" beteiligt sind, sind Briten und Amerikaner.
Ein Soldat der U.S Marines späht durch ein Loch in einer Mauer während eines Feuergefechts mit Taliban-Kämpfern.
Fahrzeuge mit US-Soldaten fahren über ein Schlachtfeld in Marschda, ein Distrikt, auf den sich das Kampfgebiet erstreckt. Der andere ist ...
... Nad Ali. Hier hält eine Soldatin Nachtwache auf einem Hausdach.
Bei der Großoffensive im Süden leisten die Taliban anhaltenden Widerstand gegen die vorrückenden Streitkräfte.
"Die Aufständischen sind taktisch versiert, haben Widerstandsfähigkeit und sind hinterlistig", so die Internationale Schutztruppe ISAF in ihrem Lagebericht.
Seit Beginn der Offensive wurden mehrere Soldaten getötet, darunter auch Briten und Amerikaner.
Festgenommen: Ein Taliban mit auf den Rücken gebundenen Händen. Nach Berichten von Korrespondenten amerikanischer und britischer Medien kamen ...
... bei der Operation "Muschtarak" bereits zahlreiche Taliban ums Leben.
Behören und Militärs nannten noch keine offiziellen Zahlen.
Afghanische Soldaten wärmen sich am Feuer.
Leidtragende einer solchen Offensive ist natürlich auch die Zivilbevölkerung.
Seit Beginn der Operation töteten ISAF-Soldaten bereits mehrfach versehentlich Zivilisten.
Ein amerikanischer Soldat trägt den 7-jährigen Sayd Rahman, um ihn in Sicherheit zu bringen.
Der Junge wurde während eines Kreuzfeuers zwischen ISAF-Soldaten und Tailban in der Nähe der Taliban-Hochburg von Mardscha angeschossen.
Absurde Normalität neben dem Kampfgebiet: Östlich der Operation "Muschtarak" wartet ein Afghane in Kabul auf Kunden, die sich gegen Geld wiegen lassen wollen.
Jugendliche spielen vor dem zerstörten Darul Aman-Palast Fußball.
Eine mit Stofffetzen improvisierte Vogelscheuche auf einem Feld in Helmand. Im Hintergrund bewaffnete US-Soldaten.
Neben der Großoffensive in Südafghanistan sind auch im Einsatzgebiet der Bundeswehr im Norden des Landes Militärschläge gegen die Taliban geplant.
Allerdings soll dieser Einsatz laut Bundesverteidigungsministerium nicht so groß angelegt sein wie die Operation "Muschtarak".
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
Ein sowjetischer Soldat winkt vom gepanzerten Mannschaftswagen auf der Fahrt zur sowjetischen Grenze. Am 15. Februar 1989 verlassen die letzten von insgesamt etwa einer halben Million Sowjetsoldaten nach fast zehn Jahren Krieg Afghanistan.
Für den Krieg zahlt die Sowjetunion einen hohen Preis: 15.000 tote Soldaten und Einbußen an internationalem Ansehen. Bereits die Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau boykottieren viele Lander aus Protest gegen die militärische Intervention.
Dem sowjetisch-afghanischen Krieg folgt der Bürgerkrieg. Unterschiedliche Gruppen bekämpfen sich gegenseitig, die Taliban (Archivfoto, November 1996) gewinnen im Land die Oberhand und nehmen 1996 Kabul für sich ein.
Unterschlupf für Osama Bin Laden (Archivfoto; 1988 in Jalalabad): Mitte der 1990er Jahre entwickelt sich Afghanistan zur "Brutstätte" für Terroristen.
Ab 1996 herrscht das Taliban-Regime mit strengsten religiösen Gesetzen. Frauen etwa dürfen das Haus nur noch in kompletter Verschleierung, der sogenannten "Burka" verlassen (Archivfoto 2002).
Ungestraft Einspruch erheben geht nur noch in der Fremde: Ein Kind aus Afghanistan im November 1996 in Frankfurt bei einem Protestmarsch durch die Stadt gegen die Taliban-Miliz und den fortwährenden Krieg in Afghanistan.
Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001, ausgeübt vom Terrornetzwerk El Kaida. Die USA verlangen daraufhin von Afghanistan die Auslieferung des Terror-Chefs Osama Bin Laden.
Schüler in Berlin protestieren am 8. Oktober 2001 gegen den "Krieg gegen den Terror": Die USA hatten in der Nacht zuvor erste militärische Aktionen gegen das radikal-islamische Taliban-Regime in Afghanistan begonnen.
Mit Hilfe der afghanischen Nordallianz, die die Bodentruppen stellt, führen die USA im Oktober 2001 eine Invasion Afghanistans durch.
Ein Kämpfer der Nordallianz hält sich die Ohren zu, als er am 11. November 2001 auf Talbian-Stellungen feuert.
Durch die Invasion gelingt es der Allianz zwar, die Taliban zu stürzen, allerdings bleiben Zerstörung, Verwüstungen und natürlich menschliche Opfer nicht aus. Gerade die zivile Bevölkerung hat unter dem Krieg ...
... zu leiden. Der 12-jährige Sabiullah sitzt im November 2001 vor den Ruinen seines Elternhauses. Der Einschlag einer US-Bombe in Kabul hatte in dem Viertel ein kleines Erdbeben ausgelöst. Der Junge war unter den Trümmern des Hauses verschüttet worden.
Frauen ohne Burka und mit Arbeit - unter dem Taliban-Regime undenkbar. 22 Afghaninnen werden nach einer entsprechenden Ausbildung Polizistinnen in Herat.
Bundeswehrsoldaten im Auftrag der ISAF in Taloqan bei Kundus: Seit 2001 engagieren sich deutsche Soldaten für Sicherheit und Wiederaufbau in Afghanistan. Bei einem Truppenabzug befürchten Politiker und Militärs die Rückkehr von Terrorzellen.
Auf der Afghanistan-Konferenz 2001 wird er zum Präsidenten der Übergangsregierung ernannt. Im November 2009 wird Hamid Karsai in einer umstrittenen Wahl erneut Staatspräsident. Der einstige Hoffnungsträger steht mittlerweile stark in der Kritik.
Lachend spielen Kinder auf einem alten sowjetischen Panzer. Der Krieg ist im Alltag Afghanistans überall gegenwärtig.

Nach dem Vorbild ihrer Offensive gegen die Taliban im Süden des Landes will die NATO einem Bundeswehrgeneral zufolge noch in diesem Jahr auch im deutschen Kommandobereich im Norden massiv gegen die Rebellen vorgehen. "Es wird sicherlich eine Operation geben dort oben in Kundus", sagte der Chef des ISAF-Stabes im Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe in Kabul, Bruno Kasdorf, dem ARD-Hörfunk. "Ich will nicht sagen, in dem Ausmaß und in dem Umfang, wie wir das jetzt unten in Helmand sehen. Aber sicher etwas Ähnliches", zitierte ihn die Tagesschau.

Die Lage in Kundus sei problematisch, sagte Kasdorf demnach weiter. Nach dem geplanten Einsatz werde sich die Lage aber hoffentlich deutlich verbessern. In der Südprovinz Helmand führen NATO- und afghanische Truppen derzeit eine Großoffensive, um die Rebellen aus der Region zu vertreiben. Der US-Oberkommandierende Stanley McChrystal hatte bereits angekündigt, anschließend gegen die Rebellen in Kandahar vorgehen zu wollen.

Offensive in Kandahar läuft an

Nach Anschlägen mit dutzenden Toten in Kandahar haben die US-Streitkräfte nach Angaben der NATO bereits mit der Verstärkung der Sicherheit in der Provinz begonnen. "Anstatt ein genaues Datum zu nennen, wann die militärische Offensive startet, sage ich jetzt, dass dieser Prozess bereits begonnen hat", sagte Afghanistan-Kommandeur Stanley McChrystal in einer Telefonkonferenz in Kabul. Der Einsatz werde "in den kommenden Wochen und Monaten" aufgestockt, fügte er hinzu. Derzeit würden vor allem wichtige Straßen und Bezirke in der Provinz gesichert.

Bei der Anschlagsserie in Kandahar waren am Samstag 35 Menschen getötet worden. Unter den Opfern waren nach lokalen Angaben mindestens zehn Gäste einer Hochzeitsfeier. Ein Taliban-Sprecher bezeichnete die Anschläge als "Antwort" auf die Pläne der internationalen Truppen, in Kandahar eine Großoffensive zu starten. Kandahar gilt als Hochburg der Taliban. Dort hatten die Rebellen bis zum US-geführten Einmarsch 2001 ihr Machtzentrum. In der Nachbarprovinz Helmand führen internationale und afghanische Truppen derzeit eine Großoffensive, um die Rebellen aus der Region zu vertreiben. McChrystal hatte bereits angekündigt, anschließend gegen die Rebellen in Kandahar vorgehen zu wollen.

(AFP, N24)

18.03.2010 15:39 Uhr

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Politik » Afghanistan