"Arbeit macht frei"

Haftstrafen für polnische Auschwitz-Diebe

Die Diebe des Auschwitz-Schriftzugs "Arbeit macht frei" sind in Polen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Ihr Auftraggeber war offenbar ein schwedischer Neonazi.

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Sie hatten den weltbekannten Schriftzug "Arbeit macht frei" vom Eingangstor der KZ-Gedenkstätte Auschwitz gestohlen. Jetzt wurden die Täter dafür zu Haftstrafen verurteilt.
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Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das größte Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Ein Gedenktag erinnert jedes Jahr an diesem Datum an die Opfer des Holocaust.
In Auschwitz wurden 1942 - 1944 über eine Million Menschen ermordet. Unter den Opfern waren hauptsächlich Juden sowie tausende Sinti, Roma, Kriegsgefangene und Polen.
Das aus drei Komplexen bestehende KZ Auschwitz wurde ab 1940 auf Befehl von Heinrich Himmler, Reichsführer der SS, errichtet und stand fortan im Zentrum des Völkermordes an den Juden.
1940 entstand das Stammlager Auschwitz I, das zunächst als Verwaltungszentrum geplant war, in einer ehemaligen polnischen Kaserne. Im Mai 1940 kam dort der erste Häftlingstransport an. Bereits ein Jahr später, im ...
... März 1941 befahl Himmler eine Erweiterung um ein zusätzliches Arbeitslager. Das Konzentrationslager Auschwitz II - Birkenau wurde durch Häftlinge des ersten Lagers gebaut. Es wurde ab 1942 zum Vernichtungslager.
Im Lager Auschwitz III -Monowitz, in dem über 30.000 Zwangsarbeiter getötet wurden, produzierte die IG-Farben-Beteiligungsgesellschaft Degesch das in den Gaskammern eingesetzte Giftgas Zyklon B.
In Auschwitz führte die SS auf Anweisung des Lagerkommandanten Rudolf Höß bereits 1941 Versuche mit dem Giftgas an sowjetischen Kriegsgefangenen durch. (Bild von 1947)
Seit 1942 kamen Deportationszüge aus fast ganz Europa in Auschwitz an. Es wurde zum größten Konzentrations- und Vernichtungslager in der Zeit des Nationalsozialismus.
Bei der sogenannten "Selektion" wurden schwache, kranke oder alte Menschen, die als "arbeitsunfähig" eingestuft wurden, von kräftigen Ankömmlingen getrennt.
Die meisten Deportierten wurden sofort nach der Ankunft im KZ vergast oder erschossen. Die Ermordung ...
... von etwa 900.000 Menschen in Gaskammern und die Verbrennung ihrer Leichen in Krematorien führt das unfassbare Ausmaß des industriellen Massenmordes durch die Nationalsozialisten vor Augen.
Die nach der "Selektion" nicht sofort getöteten Menschen wurden als Zwangsarbeiter eingesetzt und Opfer der menschenverachtenden Willkür der SS. Sie wurden grundlos erschossen oder starben durch medizinische Versuche, Krankheit und Unterernährung.
Unter dem Lagerkommandanten des KZ Auschwitz, Rudolf Höß, mussten die Häftlinge beispielsweise bei unter minus 20 Grad für 48 Stunden auf dem Appellplatz stehen und wurden darüber hinaus mit Wasser überschüttet.
An den "Selektionen" war auch der berüchtigte KZ-Arzt Josef Mengele beteiligt. Er führte an den Häftlingen grausame Menschenversuche durch, die meist tödlich für die Opfer waren. Zu den ...
... Brutalsten in Auschwitz zählte auch SS-Oberscharführer Wilhelm Boger. Er entwickelte die sogenannte "Boger-Schaukel" für Verhörzwecke. KZ-Häftlinge wurden kopfüber darin aufgehängt, ausgefragt und zum Teil zu Tode gepeitscht.
Angesichts der vorrückenden russischen Truppen machten sich die Nazis ab Oktober 1944 daran, die Spuren ihres Massenmords zu verwischen. Auf Befehl Heinrich Himmlers wurden die Krematorien und Gaskammern im Lager Auschwitz II zerstört.
Am 17. Januar 1945 kamen die letzten neuen Häftlinge in Auschwitz an, einen Tag darauf wurde das Lager evakuiert. 58.000 Gefangene wurden in so genannten "Todesmärschen" von der SS nach Westen getrieben, die meisten Menschen überlebten die Tortur nicht.
In der Nacht zum 27. Januar 1945 wurde das letzte Großkrematorium in Auschwitz-Birkenau von den SS-Truppen gesprengt. An diesem Tag wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee ...
... befreit. Die Soldaten fanden in dem weitgehend geräumten Lager 7.600 Überlebende vor. Viele der Lagerinsassen waren zu dem Zeitpunkt bereits zu krank und geschwächt und starben in den nächsten Tagen.
Außerdem bot sich den Soldaten der Anblick von 44.000 Paar Schuhen, über einer Million Kleider und sieben Tonnen Menschenhaaren. Auschwitz wurde ...
... zum Symbol für den systematischen Mord an Millionen von Menschen, für Greueltaten im Namen der Medizin, unsagbare Misshandlungen und ...
... eine bis ins Detail durchdachte Vernichtungsmaschinerie, getrieben duch den Rassenwahn des Nazi-Regimes.
Nach Kriegsende versuchte Rudolf Höß als "Franz Lang" unterzutauchen. 1946 wurde er verhaftet und an Polen ausgeliefert, ein Jahr darauf zum Tode verurteilt. Er wurde in Auschwitz erhängt.
In dem größten Strafprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte, dem ersten Auschwitz-Prozess 1963-1965, wurden von 22 Angeklagten sechs zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt, darunter auch Wilhem Boger.
1947 ließ das polnische Parlament das "Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau" auf dem Gelände der ...
... zum Teil erhaltenen Anlage der Konzentrationslager Auschwitz I und Auschwitz II - Birkenau errichten. Das Museum befindet sich in Originalbauten.
Des Weiteren können Orte des Gedenkens aufgesucht werden, Auschwitz I, Auschwitz II und die Bahn-Nebenrampe zwischen den beiden Lagern, welche 1942-1944 die sogenannte "Entladestation" war.
International besteht großes Interesse an der Gedenkstätte, seit den neunziger Jahren kamen jedes Jahr eine halbe Millionen Menschen, um den einstigen Ort des Schreckens zu besichtigen. (Im Bild Horst Köhler 2005)
Das KZ Auschwitz gehört seit 1979 zur "UNESCO-Liste des Welterbes". 2007 wurde die Bezeichnung des Lagers in "Auschwitz-Birkenau - deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager (1940-1945)" umbenannt, um ...
... eine Identifikation des Lagers mit dessen Lage in Polen zu verhindern. Seit 1996 gibt es in Deutschland den offiziellen "Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus". Auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog wird er am ...
... Jahrestag der Befreiung von Auschwitz begangen, um Wachsamkeit zu mahnen. In anderen Ländern wie Israel gibt es schon vor 1996 einen Gedenktag. Seit 2005 ist der 27. Januar offiziell "internationaler Holocaustgedenktag". (Im Bild: Gedenkfeier Israel)
Ein Vorfall im Landtag von Sachsen, der 2005 für Aufruhr sorgte, ruft die Notwendigkeit von Institutionen des Erinnerns ins Bewusstsein. Während einer Schweigeminute für die Opfer des Holocaust verließen die Abgeordneten der rechtsextremen NPD den Saal.
Nachdem der Schriftzug des KZ "Arbeit macht frei" im Dezember 2009 gestohlen wurde, ist dieser im Januar 2010 wieder an die Gedenkstätte Auschwitz übergeben worden. Anlässlich ...
... des 65. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz wird der Präsident Israels, Shimon Peres, im Bundestag als Hauptredner sprechen. Zahlreiche Veranstaltungen erinnern daneben ...
... regelmäßig an die Opfer des Holocaust. So auch der "Marsch der Lebenden", der vom KZ Auschwitz zum Vernichtungslager Birkenau von Holocaust-Überlebenden angeführt wird. Von 2007-2009 gab der ...
... "Zug der Erinnerung" Gelegenheit, der Deportation von hunderttausenden Kindern aus Deutschland und Europa mit der damaligen Reichsbahn zu gedenken.
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"Wir haben nichts zu verlieren, nur zu gewinnen", erklärte Adolf Hitler am 22. August 1939 vor führenden Militärs. Nur wenige Tage später markierte der deutsche Überfall auf Polen den Beginn des 2. Weltkriegs. Dem Angriff am 1. September 1939 ging ...
... keine formale Kriegserklärung voraus. Kurz darauf maschierte auch die Sowjetunion in das Nachbarland ein. Die unterlegene polnische Armee wurde schnell besiegt und unter den beiden Großmächten aufgeteilt. Bereits Tage vorher war ...
... Polen im geheimen Zusatzprotokoll zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt aufgeteilt worden. Der "Hitler-Stalin-Pakt" konnte aber nicht über Hitlers oberstes Ziel hinweg täuschen: Die Eroberung des gesamten Ostens. "Alles, was ich unternehme, ...
... ist gegen Russland gerichtet. Wenn der Westen zu dumm und zu blind ist, um dies zu begreifen, werde ich gezwungen sein, mich mit den Russen zu verständigen, den Westen zu schlagen und dann nach seiner Niederlage mich mit meinen versammelten ...
... Kräften gegen die Sowjetunion zu wenden", sagte Hitler 1937. 1939 war es dann soweit. Nachdem das Deutsche Reich ihr Ultimatum, sich aus Polen zurückzuziehen, ignoriert hatte, erklärten Frankreich und England am 3. September Deutschland den Krieg.
Der Angriff blieb allerdings aus. Ebenso wie die Kriegserklärung an die Sowjetunion, die ebenfalls in Polen eingefallen war. Am 5. September kam es seitens der Franzosen zu einer eher symbolischen Offensive gegen das Saargebiet. Danach ...
... blieb es ruhig an der Westfront. Am 10. Mai 1940 begann der "Fall Gelb". Ingesamt sieben Armeen des deutschen Reichs besetzten die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg. Schon am 9. Juni überschritten sie auch die Seine und ...
... besetzten Teile von Paris. Trotz der Niederlage Frankreichs ging der Krieg weiter, da Großbritannien Hitlers Friedensangebot nicht annahm. Hitler bemühte sich, seine Herrschaft über das „Neue Europa“ zu konsolidieren und durch weitere Bündnisse ...
... zu festigen. Spanien blieb zurückhaltend, Italien hingegen war im Juni 1940, kurz vor der französischen Kapitulation, Hitlers Kriegsverbündeter geworden. Zusammen mit Japan schlossen Mussolini und Hitler am 27. September 1940 in Berlin ...
... den Dreimächtepakt. Mit dem Angriff auf die Sowjetunion entstand am 22. Juni 1941 eine neue Front im Osten Deutschlands. Ein halbes Jahr später wurden auch die USA, die zunächst formal Neutralität gewahrt hatten, offizieller Kriegsgegner.
Den Wendepunkt markierte der 7. Dezember 1941, als Japan die amerikanische Pazifikflotte Pearl Harbor angriff. Die in den USA weit verbreitete Grundstimmung, sich aus den Gefechten herauszuhalten, verschwand ...
... und nun befanden sich auch die USA im Krieg mit den Achsenmächten. Trotz der angespannten ...
... Kräfte- und Nachschubssituation plante Hitler das nächste Angriffziel: Stalingrad. In erbitterten Einzelkämpfen in den Häusern und Straßen der Stadt kamen die Deutschen im August 1942 nur mit hohen Opfern voran. Ebenso hohe Verluste verzeichneten ..
... die Sowjets bei dem verbissenen Versuch, die Stellung zu halten. Im November 1942 begann die Gegenoffensive der "Roten Armee". Die vom deutschen Reichsmarschall Göring zugesagte Luftversorgung war völlig unzureichend. Kurze Zeit später führte dies ...
... zur Unbeweglichkeit und völligen Entkräftung der Soldaten. Die 6. Armee war eingekesselt. Knapp 100.000 Soldaten gerieten in Gefangenschaft, von denen nur etwa 6.000 nach dem Krieg in ihre Heimat zurückkehrten. Die Schlacht von Stalingrad ...
... markierte einen psychologischen Wendepunkt. Der Glaube an den "Endsieg" schwand zunehmend. Es folgten weitere größere Schlachten, die das westliche Vordringen der Sowjetunion ermöglichten. Kurz darauf wurde auch Italien von den Alliierten ...
... besetzt. Die neue Regierung unter Pietro Badoglio wandte sich gegen das Deutsche Reich. Mit der kampfstarken Partisanenarmee aus Männern und Frauen drangen die Alliierten nur langsam voran. Im Westen landeten die Alliierten am ...
... 6. Juni 1944 in der Normandie: D-Day. Da die Deutschen und Hitler angenommen hatten, die Landung würde in Pas-de-Calais erfolgen, waren sie schlecht vorbereitet. Aufgrund der selbst zerstörten französischen Bahngleise konnte man nicht ...
... schnell genug für Nachschub sorgen. Die deutschen Truppen waren zunehmend geschwächt. Nachdem sie nun auch Paris von Süden her wieder eingenommen hatten, ging es für die Alliierten zügig voran.
Am 25. April trafen sich US-amerikanische und sowjetische Truppen in Torgau an der Elbe (Elbe Day). Deutschland zerfiel in zwei Teile.
Am 30. April tötete Adolf Hitler sich selbst mit einem Pistolenschuss in die rechte Schläfe im Bunker unter der Reichskanzlei. Der 8. Mai 1945 war der Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Doch der zweite Weltkrieg ...
... wurde im asiatischen Raum bitter weitergeführt. Neben verlustreichen Schlachten der US-Armee auf den japanischen Inseln Iwojima und Okinawa warfen ...
... die Amerikaner am 6. August 1945 die erste Atombombe auf Hiroshima. Es folgte eine weitere am 9. August auf Nagasaki. Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt etwa 155.000 Menschen sofort. Weitere 110.000 Menschen starben innerhalb ...
... weniger Wochen an den Folgen der radioaktiven Verstrahlung. Sechs Tage später verkündete der japanische Tenno im Rundfunk ...
... die Kapitulation Japans, die am 2. September in der Bucht von Tokio auf der USS Missouri unterzeichnet wurde.
Einen Krieg wie diesen hatte die Welt zuvor noch nie erlebt. Dabei ging es nicht nur um Land und Raum, sondern vor allem auch um Ideologien. So fielen Millionen Menschen nicht nur den Gefechten auf den Schlachtfeldern zum Opfer, ...
... sondern auch den zahlreichen vor allem von Deutschland begangenen Kriegsverbrechen. Diese richteten sich insbesondere ...
... gegen Juden, Sinti und Roma und die als „Untermenschen“ betrachteten Osteuropäer. Bereits vor dem Krieg ...
... war die gezielte Enteignung der Juden Europas ein integraler Bestandteil der nationalsozialistischen Politik. Doch bei ...
... der Beschlagnahmung ihres Besitzes als Teil der Rassenpolitik, die zu einem nicht unerheblichen Teil den Krieg finanzierte, ...
... sollte es nicht bleiben. Es folgte die systematische ...
... Deportation und Verteilung in Arbeitslagern. Unter den Bedingungen des Krieges ...
... verschärfte das Regime diese Politik schließlich zum systematischen Völkermord in Konzentrationslagern. Das Konzentrationslager ...
... Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager. Hier starben allein zwischen 1942 und 1935 eineinhalb Millionen Menschen.
Von der nationalsozialistischen Machtergreifung bis ...
... zum Kriegsende wurden etwa 6 Millionen Juden ermordet. Der Vernichtungspolitik fielen insgesamt über 10 Millionen Menschen zum Opfer.
Zu den begangenen Kriegsverbrechen gehören auch die Vergewaltigungen von europaweit vier Millionen Frauen, ...
... davon 1,9 bis 2 Millionen vergewaltigte Frauen in Deutschland während des Vormarsches der Roten Armee gegen Kriegsende. (240.000 Todesfällen in Folge der Übergriffe)
Insbesondere gegen Chinesen ging Japan mit großer Brutalität vor. Dazu gehörten das Massaker von Nanking sowie grausame Experimente an Gefangenen. Ingesamt forderte der Zweite Weltkrieg 55 bis 60 Millionen Menschenleben.
Rüstungsindustrien in bis dahin unbekannter Größe, der erstmalige Einsatz atomarer Waffen und der nationalsozialistische Vernichtungswahn machten ihn zum bislang größten und verheerendsten Konflikt in der Menschheitsgeschichte.
Erst ein Hollywood-Film hat ihn weltberühmt gemacht: Oskar Schindler rettete während der Nazi-Zeit mehr als 1.200 Juden.
Schindler, der während des Zweiten Weltkrieges eine Emaillewarenfabrik in der Nähe von Krakau in Polen betrieb, bewahrte sie vor dem Tod in den NS-Vernichtungslagern.
Der aus dem Sudetenland stammende Fabrikantensohn hatte die "Schindler-Juden" in seinem Unternehmen beschäftigt. Mit Fälschungen und Tricks ...
… sowie durch den Einsatz seines eigenen Lebens gelang es Schindler, seine Arbeitskräfte vor den NS-Schergen zu retten.
Obwohl viele Frauen, Kinder, Alte und Kranke darunter waren …
... brachte er ihre Namen auf Listen für die Kriegsproduktion unentbehrlicher Arbeitskräfte unter.
Sie kamen in ein Lager, das die SS noch nicht einmal betreten durfte. Hier im Bild, der Holocaust-Überlebende und Autor Mieczyslaw Pemper. Er war der persönliche Stenograf von Oskar Schindler.
Oskar Schindler war immer stolz darauf, dass kein einziger der ihm anvertrauten Menschen eines unnatürlichen Todes starb.
1974 starb der ehemalige Fabrikant, dem Alkohol verfallen, in einer kleinen Wohnung am Frankfurter Hauptbahnhof.
1993 setzt ihm Steven Spielberg mit seinem Film "Schindlers Liste", der sieben Oscars erhielt, ein Denkmal.

Wegen des aufsehenerregenden Diebstahls des Auschwitz-Schriftzugs "Arbeit macht frei" sind drei polnische Männer zu Haftstrafen verurteilt worden. Nach dem Urteil des Landgerichts Krakau müssen die Männer zwischen achtzehn Monaten und zweieinhalb Jahren ins Gefängnis. Die Angeklagten - darunter zwei Brüder - hatten ein Geständnis abgelegt, ein Prozess war damit nicht nötig, wie das Gericht mitteilte.

Auftraggeber aus dem Ausland

Der fast fünf Meter lange und 30 Kilogramm schwere Schriftzug wurde in der Nacht zum 18. Dezember gestohlen. Die Diebe schnitten ihn in drei Teile, um ihn leichter transportieren zu können. Den letzten Buchstaben - das "i" - ließen sie sogar im Schnee zurück. Die anderen Bruchstücke wurden kurze Zeit später im Norden Polens sichergestellt. Insgesamt fünf geständige Polen wurden festgenommen. Als Auftraggeber für den Diebstahl gilt ein 34-jähriger Schwede mit Verbindungen zum Neonazi-Milieu, der zurzeit in Stockholm in Haft sitzt. Polen hat seine Auslieferung beantragt.

Berichte, wonach der Schwede nur als Strohmann für einen britischen Militär-Memorabilien-Sammler agiert haben soll, wurden von den Ermittlern nicht bestätigt. Gegen diese These spreche unter anderem, dass der Diebstahl äußerst stümperhaft ausgeführt worden sei, erklärte ein Sprecher des Auschwitz-Museums.

Internationales Aufsehen

Der Diebstahl hatte für Aufsehen und Erschütterung gesorgt. Zwischen 1940 und 1945 kamen in Auschwitz mehr als eine Million Menschen um - vornehmlich Juden. Die meisten wurden in Gaskammern getötet, andere starben an Auszehrung oder Krankheiten. Die Lagerinsassen wurden zu schwerer körperlicher Arbeit gezwungen, so dass der Schriftzug "Arbeit macht frei" auch zum Symbol für den Zynismus und die Menschenverachtung des Nationalsozialismus wurde. Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau wird jedes Jahr von mehr als einer Million Menschen besucht.

(APN, N24)

18.03.2010 16:16 Uhr

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