Streit um Personalabbau

Airline Eurowings drohen Streiks

Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings drohen Streiks. Die Piloten haben in einer Urabstimmung dafür gestimmt. Sie wollen dadurch ein Einlenken beim geplanten Arbeitsplatzabbau erreichen.

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Bis zu 600 Jobs sollen bei Eurowings gestrichen werden. Die Mitarbeiter wollen gegen die Pläne notfalls streiken.

Im Konflikt um einen drastischen Stellenabbau bei der Lufthansa-Tochter Eurowings haben die Piloten den Weg für Streiks freigemacht. Bei einer Urabstimmung gaben 99 Prozent der bei der Eurowings Luftverkehrs AG beschäftigten Piloten ihrer Tarifkommission freie Hand für den Arbeitskampf, wie die Vereinigung Cockpit mitteilte. Die Wahlbeteiligung habe bei 91 Prozent gelegen, sagte ein Sprecher: "Das ist ein sehr eindeutiges Ergebnis." Die Lufthansa habe angekündigt, die Flotte halbieren zu wollen. Dagegen wehren sich die Piloten.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit befürchtet, rund 200 Pilotenstellen seien unmittelbar bedroht. Hinzu kommen nach früheren Angaben bis zu 400 Stellen beim Kabinenpersonal. Eurowings hatte zuvor bestätigt, 10 Standorte sollten aufgegeben und Arbeitsplätze in noch nicht bekanntem Umfang abgebaut werden. Die Flotte soll demnach von 34 auf 23 Flugzeuge verkleinert werden.

Aus Sicht der Gewerkschaft war die Urabstimmung nötig, um Bewegung in die festgefahrene Verhandlungssituation zu bekommen. "Sollte dies zeitnah nicht der Fall sein, wird die Durchführung auch unbefristeter Arbeitskampfmaßnahmen wohl unvermeidlich sein", kündigte Cockpit an. Bisher habe Eurowings bei den Verhandlungen jegliches Entgegenkommen verweigert. Die Pilotenvereinigung verlangt sozialverträgliche Lösungen "zum weitestgehenden Erhalt der Arbeitsplätze". Die Flugkapitäne sollten an andere Airlines, die dringend Piloten suchten, ausgeliehen werden. Zudem werden ein Sozialplan und eine Auffanggesellschaft verlangt.

(dpa, N24)

18.03.2010 17:43 Uhr

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