Erfolgsstory geht weiter
Raumfahrtkonzern OHB mit Wachstumsschub
OHB Technology konnte 2009 Gewinn und Umsatz steigern. Nach einem Auftrag für Navigationssatelliten will der deutsche Raumfahrtkonzern jetzt auch Wettersatelliten produzieren.
Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo bringt dem Raumfahrtkonzern OHB Technology einen kräftigen Wachstumsschub. Das Unternehmen erwarte 2010 einen Umsatzsprung um rund 100 Millionen Euro, sagte OHB-Vorstandschef Marco Fuchs. 2009 stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 322 Millionen Euro, der Gewinn von 9,0 auf 14,9 Millionen Euro. OHB hatte im Januar dem großen Konkurrenten EADS einen begehrten Satelliten-Auftrag weggeschnappt. Der Auftragsbestand der Bremer liegt vor allem deshalb bei aktuell 1,3 Milliarden Euro. Galileo sei der größte Auftrag in der Firmengeschichte, sagte Fuchs. "Die Umsetzung ist für uns eine wichtige Herausforderung."
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OHB ist Hauptauftragnehmer und verantwortlich für die Satellitenplattform und die Endfertigung. 14 Galileo-Satelliten sollen von 2012 bis 2014 in den Weltraum geschickt werden. Der Auftrag ist 566 Millionen Euro schwer. OHB hofft in diesem Jahr noch auf einem weiteren Großauftrag. Im Konsortium mit der französischen Thales Alenia Space bewirbt sich das börsennotierte Unternehmen um den Bau von Wettersatelliten. Dabei geht es um die Fortsetzung und Erweiterung des Meteosat Satelliten Systems im Auftragsvolumen von rund 500 Millionen Euro. Eine Entscheidung soll in der nächsten Woche fallen. "Wir sind zuversichtlich", sagte Fuchs.
Für das vergangene Jahr legte OHB Rekordzahlen bei Umsatz und Ertrag vor. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) betrug 20,8 (Vorjahr: 18,7) Millionen Euro. "Seit acht Jahren an der Börse geht es kontinuierlich weiter", sagte Fuchs. Bei 96 Cent je Aktie liegt der Gewinn. Die Aktionäre der OHB Technology AG sollen aber wie in den beiden Vorjahren eine Dividende von 25 Cent erhalten. "Eine kurzfristige Optimierung der Ausschüttung sollte nicht im Vordergrund stehen", meinte Fuchs. Das habe letztlich auch die Finanzkrise gezeigt. "Wir haben Wachstum zu managen." So müsse weiter investiert und im Rahmen des Galileo-Programms neue Mitarbeiter eingestellt werden. Am Jahresende werde die Zahl der Beschäftigten im Konzern bei 1650 liegen, nach 1546 Ende 2009.
(dpa, N24)
18.03.2010 17:50 Uhr





