Fußball: Europa League

Bremen in Offensiv-Fiesta ausgeschieden

Leidenschaftliches Offensivspiel, enttäuschende Abwehr: Werder Bremen ist trotz vier Toren gegen den FC Valencia aus der Europa League ausgeschieden. Auch die Gäste waren mit Treffern nicht sparsam.

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Kampf ums Achtelfinale der Europa League: Der Bremer Aaron Hunt (l) gegen den Valencia-Spieler Miguel.
Schmerzhafte Mode: Sich ein Tattoo stechen zu lassen, ist keine angenehme Sache. Dafür ...
... sieht es nachher umso schicker aus. Wie dieses Exemplar, eines der bekanntesten; ...
... das geflügelte Kreuz im Nacken von Englands Superstar David Beckham.
Fußballer lieben es, ihre Körper zu verzieren. Mitunter ist das ein wenig prahlerisch. Dieser Gladiator ...
... gehört zu Italiens Ex-Kapitän Francesco Totti.
Oder die Tattoos entlarven Fußballer als ein bisschen selbstverliebt. Was diesen Herren dazu bewogen hat, ein Kinderfoto von sich selbst stechen zu lassen ...
... weiß er wohl nur selbst: Paradiesvogel Marcelinho.
Nur ein Beispiel dessen, was sich ...
... Torsten Frings auf seinen Körper stechen ließ. Der Bremer gilt als "Mr. Tattoo" im deutschen Team.
Doch Frings ist bei weitem nicht der einzige deutsche Nationalspieler, der seinen Körper verzieren ließ. "Scorpion" steht für das verewigte Sternzeichen von ...
... HSV-Verteidiger Marcell Jansen.
Oder dieser Tiger - er gehört zu ...
... Flügelflitzer David Odonkor.
Zum Vorschein kommen die Tätowierungen der Kicker eigentlich fast immer nur dann, wenn sie sich entblößen. Dieses hier war nur zu sehen, ...
... weil sich Antonio Cassano leicht bekleidet über Italiens Viertelfinaleinzug bei der Euro 2008 freut.
Und dieser Panther machte im Rahmen einer Unterwäsche-Werbekampagne ...
... Schwedens Frederik Ljungberg zum Sexsymbol.
Weniger beliebt, vor allem in Frankreich, ist der Träger dieser Tattoos.
Denn der Unterarm gehört zu Marco Materazzi, der im WM-Finale den damaligen französischen Kapitän zur Weißglut gebracht hatte.
Was natürlich, neben Symbolen und Bildern, beliebt ist: sich den Namen der Freundin auf den Arm schreiben zu lassen. "Coleen" ...
... ist der Vorname von Wayne Rooeys Gattin.
Weniger glücklich ist der Träger dieses Tattoos damit, dass er den Namen seiner Frau Adrijana auf dem Handgelenk stehen hat.
So heißt die Frau von Kroatiens Coach Slaven Bilic - die Ehe der beiden wurde geschieden.
Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes hat seine jährliche Rangliste der wertvollsten Fußballklubs veröffentlicht. Auf Platz eins mit 1,15 Milliarden Euro liegt der amtierende englische Meister Manchester United. Die Fans der Red Devils sind weltberühmt.
Auf dem zweiten Platz mit 826 Millionen Euro folgen die Königlichen von Real Madrid. Die Meisterschaftsfeiern des spanischen Rekordmeisters fallen immer etwas grö0er aus als anderswo.
Den Wert des FC Arsenal taxiert Forbes auf 772 Millionen Euro. Kürzlich besuchte Frankreichs Präsident Sarkozy den Klub und Coach Arsene Wenger.
Auf einen Wert von 675 Millionen Euro bringt es der FC Liverpool: You'll never walk alone.
Bayern München, deutscher Rekordmeister und Rekordpokalsieger, schafft es immerhin mit 590 Millionen Euro auf Rang fünf. Das ist ausbaufähig, auch dank Italo-Bomber Luca Toni.
Mit Peppo Inzaghi stürmt der AC Mailand auf den sechsten Platz der Forbes-Liste. Der Wert von Milan: 513 Millionen Euro.
Knapp dahinter mit 504 Millionen Euro rangiert der FC Barcelona mit Superstar Ronaldinho. Dem werden allerdings ernsthafte Wechselabsichten zu Milan nachgesagt.
An der Stamford Bridge residiert Abramowitschs Klub Chelsea London. Der russische Milliardär soll hunderte Millionen Euro in die Blues gepumpt haben. Derzeitiger Wert laut Forbes: 491 Millionen Euro.
Juventus Turin um die Gallionsfigur Alessandro del Piero belegt ein Jahr nach dem Wiederaufstieg in die Seria A mit einem Wert von 328 Millionen Euro Rang neun der Forbes-Liste.
Treue Fans auf Schalke
Andreas Brehme: "Ich sag nur ein Wort: Vielen Dank!"
Otto Rehhagel: "Wir spielen am Besten, wenn der Gegner nicht da ist."
Jens Jeremies: "Ich mache immer das, was mir gesagt wird. Das habe ich im Osten gelernt."
Mario Basler: "Ich lerne nicht extra französisch für Spieler, wo diese Sprache nicht mächtig sind."
Richard Golz: "Ich habe nie an unserer Chancenlosigkeit gezweifelt."
Olaf Thon: "Wir lassen uns nicht nervös machen, und das geben wir auch nicht zu!"
Thomas Doll: "Ich brauche keinen Butler. Ich habe eine junge Frau!"
Steffen Freund: "Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: 'Komm Stefan, zieh Deine Sachen aus, jetzt geht´s los.'"
Lothar Matthäus: "Ich hab gleich gemerkt, das ist ein Druckschmerz, wenn man drauf drückt."
Toni Polster über sein verbessertes Verhältnis zu Trainer Peter Neururer: "Wir lassen uns beide von unseren Frauen scheiden und ziehen zusammen."
Rudi Völler: "Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!"
Andreas Möller: "Mein Problem ist, dass ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber."
Paul Breitner: "Da kam dann das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief´s ganz flüssig."
Sean Dundee: "Ich bleibe auf jeden Fall wahrscheinlich beim KSC."
Mehmet Scholl als werdender Vater: "Es ist mir völlig egal, was es wird. Hauptsache er ist gesund!"
Berti Vogts vor dem WM-Spiel gegen Kroatien 1998: "Die Kroaten sollen ja auf alles treten, was sich bewegt - da hat unser Mittelfeld ja nichts zu befürchten."
Franz Beckenbauer: "Berkant Oktan ist erst siebzehn. Wenn er Glück hat, wird er nächsten Monat achtzehn."
Thomas Häßler: "Ich bin körperlich und physisch topfit."
Aleksandar Ristic: "Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich."
David "Becks" Beckham ist laut -France Football- bestbezahlter Fußballer der Welt. Der Brite ...
...verdient 31 Millionen Euro im Jahr und das obwohl er derzeit in der lediglich als zweitklassig geltenden US-Liga MLS kickt.
Im Vorjahr verdiente der -Glamour boy- und englische Nationalkicker lediglich 17 Millionen Euro.
Brasiliens Ronaldinho, im vergangenen Jahr noch Bestbezahltester, kommt derzeit auf ein Jahressalär von 24,1 Millionen Euro - trotz Bankplatz beim FC Barcelona.
Lionel Messi, argentinischer Jungstar und ebenfalls beim FC Barcelona unter Vertrag, liegt mit 23 Millionen Euro auf Platz drei.
Über 19,5 Millionen Euro kann sich der Portugiese Cristiano Ronaldo freuen. Er gilt als derzeit bester Fußballer der Welt und spielt für den derzeitigen Premier-League-Spitzenreiter Manchester United.
Frankreichs Topstürmer Tierry Henry erzielt laut -France Football- ein Einkommen von 16,8 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr waren es für den Barca-Star noch 15,7 Millionen Euro.
Chelseas Kapitän John Terry kommt auch dank Herrn Abramowitsch auf ein Jahressalär von 13,9 Millionen Euro und liegt damit auf Platz sechs...
Michael Ballack ist sein Geld wert: Mit seinem 1:0 brachte er Chelsea auf die Siegerstraße. Die "Blues" treffen nun im Champions-League-Halbfinale auf die "Reds" von Liverpool.
Der einstige Weltfußballer Ronaldo, derzeit verletzt und außer Form, bekommt 13,4 Millionen Euro für sein fußballerisches Können - Platz acht. Vor einem Jahr waren es noch 15,2 Millionen Euro und Rang fünf.
Brasiliens neuer Star und Weltfußballer Kaka - in Diensten des AC Mailand - liegt derzeit auf Platz neun mit 12,9 Millionen Euro. Sein Marktwert dürfte aber weiter steigen.
Das Jahreseinkommen von Steven Gerrard, seines Zeichens Engländer und Kapitän des FC Liverpool, bezifferte -France Football- auf 11,8 Millionen Euro.

1:3 zur Pause, ein erneutes "Wunder von der Weser" lag in der Luft, doch alles Aufbäumen half nichts: Werder Bremen ist nach einem packenden Pokal-Fight in der Europa League gescheitert. Wegen einer desaströsen Defensivleistung kamen die Bremer im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Valencia nicht über ein 4:4 (1:2) hinaus. David Villa mit einem Dreierpack (2./45./65.) sowie Juan Manuel Mata (15.) markierten die Treffer für die Spanier. Bei den Hausherren, die hochkarätige Torchancen vergaben, aber vor allem in der Abwehr komplett neben sich standen, trafen Hugo Almeida (26.), Torsten Frings (57./Foulelfmeter), Marko Marin (62.) und Claudio Pizarro (84.). Im Hinspiel hatte Bremen ein 1:1 erreicht.

"Wir müssen hinten gut stehen und keinen Treffer zulassen", hatte Klaus Allofs vor Spielbeginn gefordert - nach nur 117 Sekunden war die Zielsetzung von Werders Clubchef Makulatur und Bremens Taktik über den Haufen geworfen: Gäste-Regisseur David Silva fing einen Pass von Naldo ab, schickte Villa steil und der überwand Bremens Torhüter Tim Wiese ins lange Eck. Bremen war nur kurz geschockt und hätte durch Claudio Pizarro den Ausgleich machen müssen. Der Peruaner schob den Ball alleine vor Keeper Cesar Sanchez am Pfosten vorbei (10.). Besser machte es fünf Minuten später Mata, der schon im Hinspiel erfolgreich war und einen Silva-Steilpass zum 2:0 verwertete.

"Arbeitsverweigerung" der Abwehr

Werder musste damit zum Weiterkommen drei Tore schießen, ein bedingungsloser Sturmlauf war gefordert, und die Bremer enttäuschten ihre 24.200 Fans zunächst nicht: Über Mesut Özil und Marin rollten ein Angriff nach dem anderen in Richtung Valencia-Abwehr - und diese entpuppte sich mehrmals als nicht europacup-reif. Almeida markierte vier Minute nach seiner Einwechslung den Anschlusstreffer. Offenbarte die Hintermannschaft der Gäste in den ersten 45 Minute riesige Löcher, so grenzte das Auftreten von Werders Verteidigern an Arbeitsverweigerung.

Ohne Übersicht, behäbig und viel zu ängstlich traten Naldo, Mertesacker und Co. gegen wirbelnde Spanier auf, das dritte Gegentor war nur eine Frage der Zeit. In der 25. Minute allein vor Wiese zu uneigennützig, ließ Villa dem Bremer Keeper kurz vor der Pause keine Chance. Erneut bedient vom überragenden Silva, hatte der EM-Torschützenkönig 2008 im Strafraum inmitten von einem halben Dutzend Bremern alle Zeit der Welt, den Ball anzunehmen und zu vollenden. "So kann man nicht verteidigen, das ist viel zu naiv", kritisierte Allofs in der Pause beim TV-Sender "Sky". "Ich weiß nicht, was in die Mannschaft gefahren ist".

Kein Happy End für Bremen

Als koste es kaum Kraft, setzten beide Teams ihr Offensivspektakel auch nach dem Seitenwechsel fort: Vorteile hatten dabei zunächst die Hausherren. Einen Foulelfmeter verwandelte Frings zum Anschlusstreffer, nur fünf Minute später gelang Marin nach einem Freistoß-Trick der Ausgleich. Das Weserstadion tobte - aber nur für drei Minuten, bis Villa einen Konter zum 4:3 vollendete. Bremens Ausscheiden schien besiegelt, aber Pizarro machte es kurz vor Schluss noch einmal spannend - ein Happy End blieb jedoch aus.

(dpa, N24)

18.03.2010 23:43 Uhr

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