Für 836 Millionen Euro

Stadt Dresden kauft EnBW-Tochter Geso

Für rund 836 Millionen Euro übernimmt die Stadt Dresden den Energieversorger Geso. Die EnBW-Tochter stand auf Druck des Bundeskartellamts zum Verkauf.

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Mit der Übernahme der EnBW-Tochter Geso will sich Dresden dauerhafte Einnahmen und eine preiswerte Energieversorgung sichern.

Die Stadt Dresden übernimmt den süddeutschen Energieversorger Geso. Der Stadtrat stimmte mit großer Mehrheit für die größte Finanztransaktion der Stadt seit dem milliardenschweren Komplettverkauf des kommunalen Wohnungsbestandes vor vier Jahren. Die ostdeutsche Kommune zahlt für die Geso, eine Tochter des baden-württembergischen Energiekonzerns EnBW, nach eigenen Angaben rund 836 Millionen Euro. Die Stadt kann mit dem Kauf der Geso ihre Anteile am kommunalen Energieversorger Drewag auf 90 Prozent erhöhen und erwirbt gleichzeitig Anteile an mehreren Versorgern in der Region.

Dresden hatte in der Vergangenheit Drewag-Anteile an Tochterunternehmen der Energiekonzerne EnBW und E.ON verkauft. Die Geso hielt zuletzt 35 Prozent an der Drewag. Von dem Geschäft erhofft sich die Stadt dauerhafte Einnahmen bei langfristig fairen Energie-Preisen für die Bürger. Zuletzt soll die Geso jährlich rund 60 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet haben. EnBW muss sich auf Druck des Bundeskartellamts von der Geso trennen. Dresden hatte sich in einem Bieterverfahren durchgesetzt. Finanziert werden soll der Kauf überwiegend über Fremdkredite. Die Stadt selbst übernimmt Bürgschaften.

Die Stadt hatte vor vier Jahren ihren gesamten Wohnungsbestand für 1,7 Milliarden Euro an eine US-Investmentgesellschaft verkauft und war damit auf einen Schlag alle Schulden los. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) sagte am Donnerstag: "Wir investieren mit dieser weitsichtigen Entscheidung in die Infrastruktur der Stadt, ohne damit den Haushalt der Stadt Dresden zu belasten." Sie erwarte mittelfristig sehr positive Auswirkungen.

(APN, N24)

18.03.2010 22:07 Uhr

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