Gegen Chambers

Klitschko verspricht "Spektakel"

Dr. Steelhammer ist heiß auf den Kampf gegen Eddie Chambers. Klitschko verspricht ein "Spektakel" in Düsseldorf und zeigt sich Siegessicher. Sein Kontrahent setzt vor allem auf mentale Stärke.

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Bei den körperlichen Unterschieden der Kontrahenten muss Eddie Chambers auf mentale Stärke setzen.
Video: Klitschko gegen Chambers - Beide Kontrahenten sind optimal vorbereitet
Wladimir Klitschko hat seinem Ringnamen "Dr. Steelhammer" alle Ehre gemacht.
In der Arena AufSchalke vor 60.000 begeisterten Fans bestand im Schwergewichts-WM-Kampf gegen Ruslan Chagaev nie ein Zweifel, wer der wirkliche Box-Champion ist.
Dabei hatte Chagaev, bis zum Kampf gegen Wladimir Klitschko noch unbesiegt als Profi, bereits vor dem Fight ...
... alle Register gezogen und war sogar Mitglied von Schalke 04 geworden, um die Fans auf seine Seite zu ziehen.
Wladimir Klitschko (r.) war das egal. Für ihn zählt nur der Sieg. Denn damit kämen er und sein Bruder Vitali (l.), der ...
... vor dem Kampf noch mit dem sogenannten Sport-Oscar, dem Laureus, für das Comeback des Jahres ausgezeichnet wurde, ihrem Traum ein Stück näher, alle vier Weltmeistertitel im Schwergewicht in den "Familienbesitz" zu bringen.
Die Chancen vor dem Kampf standen gut: Wladimir Klitschko besitzt ganz klar Größen- und Gewichtsvorteile. Der Zwei-Meter-Mann aus der Ukraine bringt 109 Kilogramm auf die Waage, 7 mehr als Chagaev.
Und diesen Vorteil nutzt Klitschko dann auch im Ring.
Er bestimmt von Beginn an das Geschehen.
Mit seiner linken Führhand - sie gilt als stärkste der Welt - landet ...
... Klitschko immer wieder direkte Treffer. Aber ...
... auch seine Rechte verfehlt ihre Wirkung bei Chagaev nicht. Mehrmals ...
... findet sie ihr Ziel. Da sind auch die ...
... Promis am Ring, wie Klitschko-Freund Boris Becker oder ...
... Oliver Pocher mit Beckers Ex-Freundin Sandy Meyer-Wölden, hellauf begeistert.
Immer wieder schlägt Klitschko zu. Er will den Kampf vorzeitig beenden.
Und dann ist es soweit. Bereits ...
... in der zweiten Runde geht Chagev ...
... zu Boden und ...
... wird ...
... angezählt.
Chagaev kommt zwar wieder auf die Beine, in den Fight aber nie wieder zurück. klitschko bleibt weiter dran an seinem Gegner. Er ...
... schenkt ihm weitere harte und schnelle ...
... Treffer ein. Nach einem wahren Schlagreigen ...
... in der neunten Runde ...
... wirft Chagevs Team das Handtuch, lässt den Kampf abbrechen - zum Schutz der Gesundheit des Usbeken.
Wladimir Klitschko wird zum Sieger erklärt, durch technischen K.o. in der zehnten Runde.
Chagaev erkennt den Sieg "Dr. Steelhammers" neidlos an, zeigt Größe in seiner Niederlage und erklärt: "Heute ist nicht mein Tag. Wladimir war schneller. Er ist der richtige Weltmeister. Aber ich komme zurück."
Wladimir Klitschko feiert seinen 53. Sieg im 56. Kampf ausgiebig.
Der 33-Jährige bleibt Schwergewichts-Weltmeister der Verbände WBO und IBF.
Seine Freude teilt er mit seinen Fans im Stadion: "Glück auf und vielen, vielen Dank", verneigt sich der Faustkämpfer mit Worten vor dem lautstarken und begeisterten Publikum.
Ob Chagaev seinen WM-Titel behält, will die WBA erst entscheiden. Der Verband hat bislang noch keine Konsequenzen aus der Absage des Kampfes zwischen ihm und Walujew am 30. Mai gezogen. klitschko ...
... ist's vorerst egal.
Und den 60.000 Zuschauern, die den Kampf live AufSchalke verfolgten, wohl auch. Sie genossen ...
... das Box-Spektakel und hoffen auf eine baldige ...
... Wiederholung.
Wladimir klitschko gegen Hasim Rahman: Das waren die Protagonisten der "Box-Schlacht" von Mannheim. Der ukrainische Weltmeister verteidigte seine Ttel nach IBF- und WBO-Version in der SAP-Arena in Mannheim.
Klitschko alias "Dr. Steelhammer", hatte bereits vor der Pfichtverteidigung ein vorzeitiges Ende des Kampfes angekündigt.
Kein Wunder, dass Klitschko siegesgewiss ...
... in seinen 55. Profikampf ging.
Das Publikum stand hinter ihm. Unter den tausenden Boxfans in der Arena waren auch wieder ...
... jede Menge Promis. Muskeln, Schweiß, Blut und der Kampf Mann gegen Mann lockten unter anderem Verona Pooth oder ...
... Natalia Klitschko, die Frau von Wladimirs Bruder Vitali, an den Ring.
Natalia saß in der ersten Reihe neben Uschi Glas und deren Mann Dieter Hermann.
Auch andere Sportler ließen sich in der Arena blicken, um dem Kampf beizuwohnen. Die Ersatzbank der Bayern tauschte beispielsweise Lukas Podolski gegen einen Platz am Boxring ein.
Und Vitali Klitschko zeigte dem ehemaligen Box-Weltmeister Lennox Lewis, wie begeisterungsfähig deutsche Boxfans sind.
Auch Box-Kollege Felix Sturm war vor Ort, mit seiner Frau Jasmin.
Im Ring selbst ließ "Dr. Steelhammer" nie einen Zweifel daran, wer der Herr über die WM-Gürtel im Schwergewicht ist.
Immer wieder traf Klitschkos linke Führungshand Rahman.
Und auch seine rechte Gerade fand immer wieder ihr Ziel.
Rahman konnte sich den harten Treffern Klitschkos kaum entziehen. Er zeigte ...
... nur selten Gegenwehr.
In der sechsten Runde ...
... ging Rahman das erste Mal ...
... zu Boden.
Er stand aber wieder auf und erst in Runde sieben war dann endgültig Schluss. Nach mehreren Haken in die Nierengegend brach der Ringrichter den Kampf ab.
Klitschko feierte mit dem technischen K.o. ...
... seinen 52. Sieg im 55. Profikampf.
Für Rahman war es bereits die siebte Niederlage im 55. Profikampf. Seine Sternstunde hatte der 36-Jährige vor sieben Jahren, als er überraschend Dreifach-Weltmeister Lennox Lewis durch K.o. besiegt hatte.
Klitschko ließ sich nach dem überzeugenden Kamof ...
... vom Publikum feiern und bedankte sich bei den Fans für deren Unterstützung.
Bleibt nur eine Frage offen: ...
... Wer ist der Nächste?
Vitali Klitschko hat es geschafft – in einem großen Comeback-Kampf bezwingt der Hüne aus der Ukraine den amtierenden WBC-Weltmeister Samuel Peter.
Der Fight des Jahres wird in der neuen O2-Arena in Berlin ausgetragen. 14-Tausend Fans feuern Vitali an.
Zur Einstimmung heizen die „Pussycat Dolls“ den Sportbegeisterten und Klitschko-Fans ein.
Von Beginn an dominiert Klitschko den Kampf …
… und kann seinen Reichweitenvorteil voll ausspielen.
An Klitschkos vier Jahre lange Kampfpause erinnert hier gar nichts mehr ...
Ihm gelingt es, einen kapitalen Wirkungstreffer …
… nach dem anderen landen. Peter hat große Schwierigkeiten überhaupt an Klitschko heran zu kommen…
… selten gelingt Peter eine Annäherung auf diese Distanz.
Der hat gesessen! Dr. Eisenfaust macht seinem Kampfnamen alle Ehre.
Technisches K.o. in der achten Runde – Vitali Klitschko ist Weltmeister! Einer der ersten Gratulanten ist sein Bruder Wladimir (li.) – der amtierende WBO-Weltmeister im Schwergewicht.
Vitali Klitschko ist zurück – und hält gemeinsam mit seinem Bruder vier Titel im Box-Schwergewicht. Herzlichen Glückwunsch!

Fast 14 Jahre Knochenmühle, 56 Kämpfe und 243 Runden - doch die Lust am Boxen wird immer größer. "Ich brenne, ich bin hungrig. Ich brenne für den Sport und ich brenne für diesen Tag", erklärte Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko vor seinem 17. WM-Fight, in dem er es am Samstag in der Düsseldorfer Arena erneut vor einer Länderspielkulisse mit seinem ehemaligen Sparringspartner Eddie Chambers zu tun bekommt.

Neun Monate ohne Kampf

Neun Monate hat er seit seinem überzeugenden Sieg gegen den Usbeken Ruslan Chagaev vor über 60.000 Zuschauern auf Schalke nicht geboxt, die längste Pause seiner Karriere. Die Auszeit, die eigene Popularität und die immer noch steigende Leistungsfähigkeit treiben den Champion der Verbände IBF, WBO und IBO offensichtlich an. "Ich war noch nie so schnell, noch nie so überlegt und noch nie so erfahren wie jetzt", sagt der zwei Meter große Ukrainer. Das wollen die Fans von dem Riesen offenbar sehen. 46.000 Karten waren bereits vergriffen, die letzten 5000 Tickets zu zum Teil volksnahem Stückpreis von 20 Euro werden wohl auch noch unter die Leute gebracht.

Klitschko verspricht "Spektakel"

Und der Weltmeister verspricht ein "Spektakel". Die Wahrscheinlichkeit ist groß, 47 seiner 53 Siege feierte Dr. Steelhammer vorzeitig. Chambers, wegen seiner Schnelligkeit auch `Fast Eddie" gerufen, ist nach seinem überraschenden Sieg gegen Alexander Dimitrenko die Nummer eins der WBO-Weltrangliste - und selbstbewusst. "Ich will die Welt schocken und den Titel dahin zurückbringen, wo er hingehört: nach Amerika", erklärte der in Pittsburgh aufgewachsene und mittlerweile in der US-Boxhochburg Philadelphia lebende Amerikaner. Doch kaum einer der Experten glaubt daran, dass Klitschko nicht als Sieger den Ring verlässt.

Unterschiede sind groß

Zu groß sind die Unterschiede: 15 Zentimeter ist der Herausforderer kleiner und mit rund 95 Kilogramm 15 kg leichter als der Meister aller Klassen. `Er wird ihn innerhalb von acht oder neun Runden stoppen. Er ist einfach zu stark. Er hat soviel Power, sowohl in der linken als auch in der rechten Hand", sagte Klitschkos Star-Trainer Emanuel Steward. In der siebenwöchigen Vorbereitung absolvierte Wladimir Klitschko 120 Sparringsrunden und trainierte unter anderem für die Schnelligkeit mit Halbmittelgewichtler Dominique Dolton, der laut Steward schnell wie einst Sugar Ray Leonard sein soll. Und der Coach sieht seinen Fighter längst nicht am Ende. "In den 30ern haben die Schwergewichtler ihre beste Zeit. Wladimir hat soviel Talent, er hat bisher davon nur 65 oder 70 Prozent ausgeschöpft", sagte Steward.

Chambers scheint gelassen

Gegner Chambers nimmt all das scheinbar gelassen zur Kenntnis. Für den 27-Jährigen, der von 36 Profikämpfen nur einen verloren hat, geht am Samstag ein Kindheitstraum in Erfüllung. Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf, half seiner Stiefmutter im Haushalt und unterstützte seinen Vater Eddie Sr. als Zeitungsjunge der Pittsburgh Post Gazette, Geld für die "hungrigen" vier Brüder und drei Schwestern mitzuverdienen. Nun will er mit dem Sieg gegen Klitschko Weltmeister werden und an das große Geld.

2006 hatte Chambers Klitschko in New York bereits als Sparringspartner zur Verfügung gestanden. "Ich glaube, dass das Mentale mit großer Wahrscheinlichkeit der Schlüssel sein wird. Ich habe die Erfahrung einer Niederlage bereits gemacht und habe daraus meine Schlüsse gezogen", erklärt Chambers, und Coach Rob Murray Sr. meinte zu den großen körperlichen Unterschieden: "94 oder 95 Kilogramm, das ist das Gewicht der größten Weltmeister der Geschichte."

(Ulf Zimmermann, SID, N24)

19.03.2010 17:26 Uhr

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