CL-Viertelfinale
Bayern gegen Angstgegner ManU
Der FC Bayern München muss im Viertelfinale der Champions League gegen Manchester United antreten. Bei den Münchenern werden da unangenehme Erinnerungen an das Finale 1999 wach.
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Das Allerschlimmste, der FC Barcelona, blieb den Bayern erspart. Manchester United hat es allerdings auch in sich.
Der Jubel der Fans des FC Barcelona kannte keine Grenzen mehr.
Und so war diesem jungen Mann in Barcelona offenbar kein Aufstieg zu schwer, um seiner Freude über den Sieg der Katalanen in der Fußball-Champions-League Ausdruck zu verleihen.
Doch nicht nur in Barcelona selbst, ...
... sondern auch in Rom, dem Austragungsort des Finales, ...
... waren die Anhänger - und Anhängerinnen - von "Barca" komplett aus dem Häuschen.
Während die einen vor Freude Feuer und Flamme fingen, ...
... suchten die anderen ihr Glück im kühlen Nass.
Kurzerhand schmissen die Barcelona-Fans im altehrwürdigen Trevi-Brunnen in Rom ...
... eine Pool-Party.
Klar, des einen Freud ist des anderen Leid, und so ...
... blieb den Anhängern von Manchester United nur die Trauer ...
... und Verzweiflung über die verpatzte Titelchance. Schließlich hatten sie und ihr Club von den Spaniern ordentlich eins auf die Mütze - oder in diesem Fall den Helm - bekommen.
Während es in Rom bei friedlichen Freudenfeiern der Barcelona-Fans blieb, ...
... kippte in der spanischen Heimat die Stimmung.
Mehr als 100.000 Menschen strömten in Barcelona auf die Straßen. Manch einer meinte dabei offenbar, ein Freudenfeuer entfachen zu müssen.
Die Folge: Es kam zu Handgreiflichkeiten und Rangeleien mit der Polizei.
Am Ende gab es rund 240 Verletzte und mehr als 100 Festnahmen. Doch diese Bilder ...
... sollten nicht über einen fantastischen Fußball-Abend im Olympischen Stadion in Rom hinwegtäuschen.
Manchester United hatte das Spiel stark begonnen, doch die ersten Spielminuten erwiesen sich als englisches Strohfeuer. Von da an hatte die Mannschaft von der Insel eigentlich ständig das Nachsehen.
Die Konsequenz: Das 1:0 für Barcelona durch Samuel Eto'o nach nur zehn Minuten.
Auch wenn Barcelona von da an das Spiel dominierte, das alles entscheidende 2:0 fiel erst in der 70. Minute.
Lionel Messi köpfte unhaltbar für ManU-Keeper Edwin Van der Saar ein, ...
... der angesichts dieses Gesichtsausdrucks irgendwie geahnt haben muss, was da kommen wird.
Für den Torschützen und seinen Trainer Pep Guardiola indes dürfte von da an klar gewesen sein: Wir holen den Pott.
Als es dann endlich so weit war, brachen auch bei den Spielern von Barca ...
... alle Dämme.
Und dass Trainer Guardiola in diesem Siegesrausch unverletzt blieb, ...
... grenzt schon beinahe an ein Wunder.
Für die ManU-Stars wie Wayne Rooney ...
... und Ronaldo hingegen galt das Gleiche wie für ihre Fans: Trauer ...
... und Verzweiflung.
The winner takes it all, ...
... dem Verlierer bleibt nur ein warmer Händedruck.
Herzlichen Glückwunsch an den FC Barcelona! Er hat nicht nur verdient den Pott geholt, ...
... sein Sieg tröstet auch die deutsche Seele - und mit ihr Jürgen Klinsmann - ein wenig. Der FC Bayern ist schließlich nicht gegen irgendwen, sondern gegen den diesjährigen Gewinner der Königsklasse ausgeschieden.
Aber nächstes Jahr kommt der Pokal zu uns. Nicht wahr, liebe Wolfsburger?
Die neue Champions-League-Saison läuft. Es wird ein Nachfolger für den Gewinner der "Königsklasse" 2008 gesucht: Manchester United.
Gegner von ManU im Finale in Moskau war Chelsea London mit dem Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Michael Ballack. Der "ewige Zweite" unterlag mit seinen "Blues" im Elfmeterschießen.
2007 nahm der der AC Mailand den Pott mit nach Italien.
Milan mit seinem Superstar Kaka entzauberte im Athener Olympiastadion den FC Liverpool mit 2:1.
Barcelona gegen Arsenal lautete das Endspiel der Champions League 2006. Barca mit Superstar Ronaldinho gewann gegen die "Gunners" mit 2:1.
Im Tor bei Arsenal stand damals der Deutsche Jens Lehmann. Allerdings nicht lange: Nach einer Roten Karte wurde er des Feldes verwiesen. Ashley Cole versucht ihn zu trösten.
2005 färbten die Fans des FC Liverpool den CL-Endspielort Istanbul rot. "You'll never walk alone" erklang in den Straßen der Metropole am Bosporus. Es war eines der denkwürdigsten Endspiele in der Geschichte der europäischen Königsklasse.
Liverpool hatte bereits 0:3 gegen den AC Mailand zurückgelegen. Am Ende der regulären Spielzeit stand es aber dann 3:3. Das Elfmeterschießen entschieden die "Reds" um ihren Kapitän Steven Gerrard für sich.
Ein Jahr davor hielten die Spieler des FC Porto den CL-Pokal in ihren Händen. Das portugiesische Team gewann im Finale in der "Arena AufSchalke" mit 3:0 gegen den AS Monaco.
Trainer der Portugiesen war damals Jose Mourinho. Er ging später zum FC Chelsea und trainiert derzeit den italienischen Meister Inter Mailand.
Inters Stadtrivale AC triumphierte 2003 in einem rein italienischen Finale gegen Juventus Turin. Matchwinner war Andrej Shevchenko.
Er verwandelte - nachdem es nach der regulären Spielzeit und auch nach Verlängerung 0:0 gestanden hatte - den entscheidenden Elfmeter gegen Gigi Buffon. Milan gewann 3:2 n .E.
Den Champions-League-Titel 2002 holten sich Real Madrid und Kapitän Zidane. Gegner war Bayer Leverkusen, die damit als bisher letzte deutsche Mannschaft ein Finale in der Königsklasse des europäischen Klubfußballs erreichten.
Trainer bei Leverkusen war damals Klaus Toppmöller, dem mit seinem Kapitän Michael Ballack, auch in der Meisterschaft "nur" der Vize-Titel blieb.
Bayer-Leverkusen-Manager Rainer Calmund war im Glasgower Hampden Park der einsamste Mensch der Welt.
2001 gewannen die Bayern die Champions League. Oliver Kahn war damals Torwart - mittlerweile ist der ehemalige Fußball-Titan "Fußball-Rentner".
Gegen den Endspielgegner Valencia im Mailänder Guiseppe-Meazza-Stadion hieß es 5:4 nach Elfmeterschießen.
Der deutsche Rekordmeister wurde damals von Ottmar Hitzfeld trainiert.
In der Champions-League-Saison 1999/2000 kam es zu einem rein spanischen Endspiel. In Paris traf Real Madrid mit Fernando Morientes, Ivan Helguera und Raul auf Valencia...
... mit dem Argentinier Claudio Lopez. Am Ende gab es ein klares 3:0 für Real.
Ein denkwürdiges Champions-League-Finale gab es 1999. Protagonisten im Camp Nou von Barcelona: Manchester United mit David Beckham...
... und Bayern München mit Oliver Kahn.
Bereits in der 6. Minute war Bayern durch ein Freistoß-Tor von Mario Basler 1:0 in Führung gegangen. In der 90. Minute glich Teddy Sheringham aus.
Als sich Bayern bereits in der Verlängerung wähnte, schoss Solskjear ManU in der Nachspielzeit zum Titel.
Bei den Bayern gab es nach dem Abpfiff statt des Potts nur lange Gesichter. Fassungslos versuchen die Bayern-Spieler Oliver Kahn (M), Michael Tarnat (l.) und Markus Babbel (r.) mit der Niederlage fertig zu werden.
Schwerer hätte es für den FC Bayern München kaum kommen können: Der deutsche Fußball-Rekordmeister trifft im Viertelfinale der Champions League auf Manchester United. Die Münchner bestreiten das erste Spiel gegen den englischen Champion am 30./31. März vor heimischer Kulisse, das Rückspiel findet am 6./7. April auf der Insel statt. Dies ergab die Auslosung am Sitz der UEFA in Nyon.
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In den anderen Viertelfinal-Begegnungen stehen sich Olympique Lyon und Girondins Bordeaux, der FC Arsenal und Titelverteidiger FC Barcelona sowie Inter Mailand und ZSKA Moskau gegenüber.
Bei Sieg geht es gegen einen Franzosen An Manchester United haben die Bayern nicht die allerbesten Erinnerungen. Im Champions-League-Finale 1999 in Barcelona unterlagen sie den Engländern durch zwei Tore in der Nachspielzeit noch mit 1:2. "Ich finde es ein sehr schönes Los. Schade, dass wir das erste Spiel zu Hause in München haben und im Rückspiel nach Old Trafford müssen", sagte Bayerns stellvertretender Vorstandsvorsitzender Karl Hopfner.
Sollten die Münchner das Viertelfinale überstehen, wartet im Halbfinale am 20./21. und 27./28. April in der Vorschlussrunde der Gewinner des französischen Duells zwischen Lyon und Bordeaux. Auch in dieser Partie hätten die Bayern zunächst Heimrecht.
(sid, N24)
19.03.2010 13:20 Uhr
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