Ältestes deutsches AKW

Reaktor Biblis A wieder am Netz

Deutschlands ältestes Atomkraftwerk ist wieder in Betrieb genommen worden. Nach einem Jahr Stillstand und dem Abschluss von Reparaturarbeiten produziert Biblis A wieder Strom.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Der Atomreaktor Biblis A ist wieder ans Netz gegangen. Das AKW aus dem Jahr 1974 gilt als besonders pannenanfällig.

Nach gut zwölf Monaten Stillstand ist der Reaktorblock A im südhessischen Kernkraftwerk Biblis wieder in Betrieb gegangen. Der Block wurde nach der Genehmigung durch das hessische Umweltministerium als Aufsichtsbehörde wiederangefahren, teilte der Betreiber RWE mit. Seit der Stilllegung am 29. Februar 2009 seien an Deutschlands ältestem Reaktor die Kernbrennstäbe ausgewechselt worden, für 27 Millionen Euro sei die Sicherheit verbessert worden. Insgesamt kostete die Revision nach Betreiber-Angaben 68 Millionen Euro.

Der Block Biblis A, der 1974 in Betrieb ging, hätte nach dem Atomausstiegs-Gesetz eigentlich Ende 2009 vom Netz gehen sollen. Allerdings gab es noch Reststrommengen, die der Reaktor produzieren darf. Die neue schwarz-gelbe Bundesregierung verhandelt mit den Stromkonzernen über längere Laufzeiten für die deutschen Kernkraftwerke, eine Entscheidung wird nicht vor Herbst erwartet. SPD und Grüne in Hessen wie im Bund fordern das Festhalten am Atomausstieg und die Abschaltung des Kernkraftwerks Biblis, das als pannenanfällig gilt. Block B stammt von 1976 und ist seit Ende November nach zehnmonatiger Revision wieder regulär am Netz.

Wenige Tage vor dem Wiederanfahren von Block A sei noch eine Fehlfunktion von zwei Armaturen entdeckt und behoben worden, teilten das Umweltministerium und RWE mit. Der Fehler habe die Sicherheit nicht gefährdet. Insgesamt seien in den zwölf Monaten 1200 verschiedene Sicherheitsprüfungen durchgeführt worden. Biblis erhält sein Kühlwasser aus dem Rhein. Es seien engmaschigere Sumpfsiebe eingebaut worden, um die Sicherheitsreserve für den Fall eines großen Kühlmittelverlusts zu erhöhen.

(dpa, N24)

19.03.2010 19:20 Uhr

Indizes

Aktiensuche

Tops & Flops im DAX

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Wirtschaft & Börse