Für 5 Prozent mehr Lohn

Klinikärzte treten in Warnstreik

Der Tarifstreit der Klinikärzte mit den kommunalen Arbeitgebern spitzt sich zu. Die Gewerkschaft Marburger Bund forderte ihre Mitglieder zu Warnstreiks auf.

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Neben den Verbesserungen bei der Bezahlung fordert der Marburger Bund auch bessere Konditionen bei Bereitschaftsdiensten.

Patienten müssen sich heute auf Einschränkungen in kommunalen Krankenhäusern in ganz Deutschland einstellen. Vor der für 19 Uhr geplanten vierten Runde der Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgebern hat die Gewerkschaft Marburger Bund Tausende angestellte Ärzte aufgefordert, sich an einem Warnstreik für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen zu beteiligen. Der Ausstand soll von 05.00 bis 17.00 Uhr dauern. Der Marburger Bund plant für 13.00 Uhr eine zentrale Protestkundgebung in Köln.

In dem Streit geht es vor allem um die Bezahlung. Der Marburger Bund fordert neben einer linearen Gehaltserhöhung um fünf Prozent auch Verbesserungen bei der Vergütung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Die Arbeitgeber kritisierten das Vorgehen der Mediziner. "Wir können den Tarifkonflikt nur am Verhandlungstisch lösen. Die kommunalen Arbeitgeber sind hierzu bereit und haben bereits in der letzten Runde entsprechende Eckpunkte für einen Tarifabschluss vorgelegt", erklärte Joachim Finklenburg, der für die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände die Verhandlungen führt.

Der Verband bietet den Ärzten nach eigenen Angaben eine Gehaltserhöhung von 2,3 Prozent bei einer Laufzeit von 26 Monaten. Hinzu kommen demnach ärztespezifische Regelungen.

(apn, N24)

22.03.2010 10:54 Uhr

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