"Zeichen für Toleranz"
Westerwelle wird Schirmherr der "Gay Games"
Die Organisatoren der "Gay Games", einer Sportveranstaltung für Schwule, haben Außenminister Guido Westerwelle als Schirmherrn gewonnen. Der FDP-Politiker bekennt sich offen zu seiner Homosexualität.
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Vielleicht tritt Westerwelle ja beim Volleyball selbst bei den "Gay Games" an (Archivbild vom 12. August 2008).
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"Stück für Stück ins Homoglück - Alle Rechte für Alle " - unter diesem Motto tanzten ...
... tausende Schwule, Lesben und Transsexuelle zwischen Siegessäule ...
... und Brandenburger Tor durch Berlin. Sie demonstrierten mit ihrer Parade für ...
... den gesetzlich verankerten Schutz der Homosexuellen vor Diskriminierung.
Wie immer in möglichst bunten, ...
... schrillen ...
... noch bunteren ...
... hautengen oder ...
... möglichst sparsamen Aufzügen. Etwa 550.000 Teilnehmer feierten den Christopher Street Day in Berlin, der sich ...
... auf etwa 50 großen, bunt geschmückten Wagen friedlich durch die Stadt zog.
Etwa 50.000 Teilnehmer mehr als im vergangenen Jahr waren damit in die Hauptstadt gekommen.
Natürlich lockten die schrillen Verkleidungen auch unzählige ...
... Schaulustige auf die Straßen.
Der CSD geht auf Vorfälle im Juni 1969 in New York zurück, als es nach einer Razzia und Übergriffen der Polizei zum Aufstand ...
... von Schwulen und Lesben kam. Hauptschauplatz der Straßenschlachten war die Christopher Street in Greenwich Village.
Zum 31. Mal gab es die Demonstration für die Rechte der Homosexuellen nun in Berlin, ...
... unterstützt auch von Politikern wie Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit und Grünen-Fraktionschefin Renate Künast.
Auch in Paris zogen die Homosexuellen durch die Straßen, hier waren ...
... etwa 700.000 Menschen bei der Christopher-Street-Parade unterwegs.
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Am Anfang sieht alles ganz gut aus. Zwar fahren die Unionsparteien CDU/CSU bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 mit einem Wahlergebnis von 33,8 Prozent Verluste ein, …
… die FDP allerdings kommt mit 14,6 Prozent auf das beste Wahlergebnis ihrer Parteigeschichte.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und FDP-Chef Guido Westerwelle erreichen damit ihr angestrebtes Ziel: Zusammen haben ihre Parteien die nötige Mehrheit, um eine schwarz-gelbe Regierungskoalition zu bilden.
Am 28. Oktober 2009 wird Angela Merkel als Bundeskanzlerin wiedergewählt. Aus den eigenen Reihen fehlen ihr allerdings mindestens neun Stimmen.
Kurz darauf folgt der Antrittsbesuch des neuen Außenministers Guido Westerwelle in Polen (neben dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski, r.) - erste Missstimmungen in der Koalition treten zu Tage: Am 31. Oktober spricht sich Westerwelle dagegen aus, ...
… Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach (CDU) in den Stiftungsrat "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" zu berufen. Seither belastet der Streit um Steinbach die Koalition.
Der nächste Dämpfer: Monatelang wurde verhandelt, Bundeskanzlerin Merkel persönlich hatte sich für einen Verkauf von Opel an Magna stark gemacht. Am 3. November 2009 verkündet der US-Autobauer General Motors dann, dass er Opel doch nicht verkaufen will.
Steuersenkungen waren das große Wahlkampfthema der FDP. Dass das allerdings nicht so einfach ist, wird auf der ersten Kabinettsklausur der neuen Regierung am 17./18. November 2009 deutlich. Die Union und FDP betonen …
… bei den Beratungen um die geplante Steuerreform 2011 zwar ihre Einigkeit, der Streit um die Steuersenkungen eskaliert jedoch mehrfach.
Der Luftangriff auf zwei Tanklaster bei Kundus im September 2009 wird zur Staatsaffäre. Wegen zurückgehaltener Informationen wird …
… Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhahn am 26. November 2009 entlassen. Auch ...
... Staatssekretär Peter Wichert muss gehen. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU, M.) verabschiedet am 03.12.2009 Schneiderhan (l.) und Wichert in den vorzeitigen Ruhestand. Außerdem tritt zu Guttenbergs Vorgänger, ...
... der frühere Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), am 27. November 2009 im Zuge der Kundus-Affäre als Arbeitsminister zurück. Und …
… zu Guttenberg selbst gerät in der Angelegenheit unter Beschuss: Am 3. Dezember 2009 bezeichnet er den Luftangriff bei Kundus als "militärisch nicht angemessen" und …
... revidiert seine Einschätzung dazu. Mit der Affäre befasst sich inzwischen auch ein Untersuchungsausschuss.
Rekord-Neuverschuldung: Am 16. Dezember beschließt das Kabinett den Bundeshaushalt für 2010. Durch geplante Kredite könnte der Schuldenberg auf rund 100 Milliarden Euro wachsen. Die Regierung rechtfertigt das mit den Folgen der Wirtschaftskrise.
Schwarz-Gelb bringt das erste große Gesetz durch: Der Bundesrat stimmt am 18. Dezember nach wochenlangem Widerstand aus einigen CDU-geführten Bundesländern dem so genannten Wachstumsbeschleunigungsgesetz zu. Damit können …
… sowohl Entlastungen für Familien als auch die heftig kritisierten Steuersenkungen für Hotels in Kraft treten.
Nach wochenlangem Koalitionsstreit bezieht Merkel am 13. Januar 2010 in der Steuerfrage Position: Sie stellt sich hinter die Forderungen der FDP nach Steuersenkungen und einem Einstieg in den Stufentarif. Die Debatte ist damit aber nicht beendet.
Mitte Januar 2010 bringt ein Bericht des "Spiegel" eine Millionenspende eines Unternehmens aus der Hotelbranche an die FDP ans Licht. Wegen der Steuersenkungen für das Gastgewerbe bringt das den Liberalen den Vorwurf der Käuflichkeit ein.
Treffen der Versöhnung? Nach weit verbreiteter Kritik am missglückten Start der Regierung kommen am 17. Januar 2010 Bundeskanzlerin Angela Merkel, ...
… Außenminister Guido Westerwelle und CSU-Chef Horst Seehofer zum Koalitionsgipfel zusammen. Vereinbart wird, ...
... an der geplanten Steuerreform festzuhalten, sich weniger öffentlich zu streiten und regelmäßig solche Treffen abzuhalten.
Schlechte Nachrichten für Versicherte: Mehrere gesetzliche Krankenkassen kündigen am 25. Januar 2010 Zusatzbeiträge an. Die folgende Debatte offenbart erneut, wie weit CDU, CSU und FDP in der Gesundheitspolitik auseinander liegen.
Nach wochenlanger Diskussion einigt sich die Regierung am 26. Januar 2010 auf ein Afghanistan-Konzept: Mehr Bundeswehr-Soldaten sollen nach Afghanistan geschickt, die Ausbildung von afghanischen Sicherheitskräften und die Aufbauhilfe forciert werden.
Kurz vor dem 100-tägigen „Jubiläum“ droht neues Ungemach: Am 30. Januar 2010 macht FDP-Vize Andreas Pinkwart den Vorschlag, die umstrittene Mehrwertsteuerreduzierung für Hotelübernachtungen bis zu einer größeren Steuerreform auszusetzen. Damit …
… sorgt er für neue Unruhe in der Koalition. Auch FDP-Chef Guido Westerwelle geht am 1. Februar 2010 auf Distanz zu dem Vorschlag. Es bleibt spannend, ob und wann Schwarz-Gelb harmonisch regieren wird.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) wird Schirmherr der internationalen Schwulen-Olympiade in Köln. Die Wettkämpfe und Kulturveranstaltungen der "Gay Games" finden wie Olympische Spiele alle vier Jahre statt. Westerwelle werde die VIII. Gay Games Cologne 2010 am 31. Juli im Kölner Rheinenergie-Stadion feierlich eröffnen, teilten die Veranstalter mit. Der FDP-Chef und Vizekanzler hat sich offen zu seiner Homosexualität und seinem Partner Michael Mronz bekannt.
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Mit seiner Zusage setze Westerwelle "ein deutliches Zeichen für mehr Toleranz und Akzeptanz homosexueller Menschen in unserer Gesellschaft", sagte Annette Wachter, Geschäftsführerin der Games Cologne GmbH. Seine Schirmherrschaft solle dazu beitragen, dass auch alle Teilnehmer bei den Wettkämpfen und in ihrem Alltag noch stärker diese Akzeptanz erfahren.
Vom 31. Juli bis 7. August 2010 wird Köln Schauplatz einer der größten Sport- und Kulturveranstaltungen weltweit. Rund 12.000 Sportlerinnen und Sportler werden erwartet. Die ersten Gay Games fanden 1982 in San Francisco statt. Zu den etwa 30 Sportarten gehören neben Fußball, Leichtathletik oder Schwimmen auch Bodybuilding, Bowling und Golf.
(dpa, N24)
25.03.2010 12:40 Uhr
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