Fußball: Champions League

Olic und Ribery lassen Bayern träumen

Franck Ribery und Ivica Olic haben dem FC Bayern einen Sieg im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales gegen Manchester beschert. Die Bayern können damit auf das Halbfinale hoffen.

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Jubel bei den Bayern nach dem 1:1-Ausgleichstreffer von Franck Ribery. Ivica Olic kickte die Münchner in der Nachspielzeit zum Sieg.
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Den Vereinen und der Polizei ein ewiger Dorn im Auge - gewaltbereite Fußball-Fans zerstören vermeintlich friedliche Fußball-Feste zur Verarbeitung ihrer eigenen Wut und des Frustes. Zuletzt gesehen beim Fußballspiel von Hertha BSC gegen Nürnberg, ...
... wo 150 extreme Hertha-Anhänger aus Frust der Niederlage den Rasen stürmen. Bewaffnet mit Stangen und mit vermummten Gesichtern machen sie Jagd auf die Spieler ihres Teams. Zum Glück erwischen sie keinen der Fußballer, ...
... die Spielerbank zerstören sie jedoch vollständig. Die Polizei kann die Randalierer schlussendlich stoppen. Harte Sanktionen und Konsequenzen werden nun von der Polizei gefordert. Mögliche Strafen für Hertha: Spiele vor leerem Stadion, ...
... Geldzahlungen oder Auswärtsspiele ohne eigene Fans. "Diese Leute missbrauchen den Fußball als Plattform für Gewalt. Das können wir nicht akzeptieren." so DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus. Auch wegen ähnlichen Ausschreitungen ...
... bei vorangegangenen Spielen in Köln, verschärft sich die Tonart und die Urteile werden härter. Gegen die Chaoten unter den Fans soll noch entschiedener vorgegangen werden. In der Vergangenheit wurden bei Strafen stets die Vereine getroffen, nun ...
... werden auch die Fans zum Beispiel durch Stadionverbote bestraft. Wer sind allerdings diese Chaoten unter den Fans? Wer nimmt bereitwillig ...
... eigene und fremde Verletzungen durch bengalische Feuer in Kauf? Oder wer ...
... fackelt Polizeiautos ab, beraubt gegnerische Fans und präsentiert die Beute stolz? Derartige Fans sammeln sich fast immer in Gruppen und nennen sich Hooligans oder Ultras. Ein riesen Imageproblem auch für die Fanbeauftragten der Vereine. In einem ...
...offenem Brief vom 10. März distanzieren sie sich von den vermeintlichen Vereins-Brüdern: "Pyrotechnik, zunehmende Gewalt, gegenseitiges Berauben und das anschließende Präsentieren der geraubten Fanartikel sind Fehlentwicklungen, ...
... die wir nicht wünschen. Vor allem Teile der Ultra-Szene schaden dadurch sich selbst und am Ende allen Fans", heißt es in dem Brief. Schärfere Strafen und Sanktionen wollen sie möglichst vermeiden: "Es liegt an euch, dass solche Forderungen ...
... nicht mehr gestellt (...) werden müssen. Wir fordern deshalb Verantwortung und Respekt von euch, wie ihr sie auch von allen anderen erwartet. Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie sich die Fankultur von innen heraus selbst zerstört."
Ist die Krawallgemeinde angesichts der jüngsten Ausschreitungen in Berlin und Köln auch in der 1. Liga angekommen, ist sie vornehmlich ein gravierendes Problem in den unteren Ligen. Offene Feindschaften zwischen Fanblöcken verschiedener Vereine ...
... werden auf offener Straße ausgetragen. Der Kampf gegen gegnerische Fans oder gegen die Polizei, als auch die Zuschaustellung rechtsextremistischen Gedankenguts ist das Ziel der Chaoten.
Die Polizei kann präventiv nur mit mehreren Hundertschaften, gepanzert und mit Wasserwerfern im Schlepptau risikoreiche Fußballspiele begleiten. Randale vermeiden kann sie allerdings nicht immer.
Besondere Einblicke in das Leben eines Hooligans will Stefan Schubert mit seinem Buch "Gewalt ist eine Lösung - Morgens Polizist, abends Hooligan - mein geheimes Doppelleben" (VÖ: 26.03.2010) geben. Der Titel verrät schon einiges: ...
"Polizist als Hooligan entlarvt" - diese Meldung erschütterte 1996 die ganze Nation. Acht Jahre lang hatte der Polizeiobermeister in zwei Welten gelebt: Während er unter der Woche auf Streife ging, zog er am Wochenende prügelnd durch die Stadien.
Er kann Einblicke aus beiden Lagern geben. So weiß er, wie sich eine Fraktur des Nasenbeins anhört. "Es ist ein Geräusch, als würde man ein dickes Stück Holz brechen" so Schubert. Auch eine bloße Geste des falschen Fans kann verheerend sein: ...
"Ein wilder Haufen Fleisch gewordener Waffen mit durchtrainierten, tätowierten Oberkörpern war dann entsichert." Er war quasi der Wolf im Schafspelz der Polizei bis die Sache aufflog. Die typischen Charakteristika von Hooligans kann er bestätigen: ...
Die Schlägertruppe ist strukturiert wie eine militärische Eliteeinheit. Der Anführer wird Onkel genannt. Begriffe wie Gewalt, Krawalle oder Schlägerei kommen gar nicht vor. All das wird unter dem Satz "Ich fahre zum Fußball" subsumiert.
Die goldene Schlägerregel lautet: "Wer zuerst zuhaut, der gewinnt." Ursprünglich stammt die Hooligan-Szene aus England. In der Bundesrepublik gewannen die Hooligans seit den 1970er Jahren an Bedeutung.
Es gibt zwar Schnittmengen, dennoch unterscheiden sich Ultras von Hooligans: "Ultras" sind meist im Alter von durchschnittlich 18 bis 25 Jahren, die gegen eine konstatierte Kommerzialisierung des Fußballs und die Entfremdung von Spielern und Fans sind.
Ultras verbrennen oft Fahnen und Transparente im Stadion. Damit soll einerseits provoziert werden, andererseits beeinträchtigt der Rauch die Sicherheitsüberwachung. Innerhalb der Ultras gibt es sowohl gewaltbereite als auch gewaltablehnende Personen.
Hoffen wir, dass nicht erst eine Katastrophe für ein Nachdenken bei den Chaoten führen muss. Der Fall des französischen Polizisten Daniel Nivel, der bei der WM '98 bei Fanrandalen lebensgefährlich verletzt wurde, ist möglicherweise so eine gewesen.
Er ist noch heute schwerbehindert und wird lebenslang mit den Folgen der Prügelattacke kämpfen müssen. Leider haben derartige Schicksale bei den Chaoten nur begrenzte Wirkung und sind nur für kurze Zeit präsent. Denn nächstes Wochenende ...
... steigt schon das nächste Fußballspiel, wo sich die "Herren XY" scheinbar anonym unter Gleichgesinnten treffen, saufen und prügeln und sich danach wieder friedlich und abreagiert für die nächste Woche aufs Sofa vor den Fernseher setzen können.
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Egal ob klein oder riesig, alt oder neu: Erst die richtige Atmosphäre ...
... macht aus einem simplen Fußballstadion einen Vereinstempel, ein Freudenhaus der Fans, ein Kultstadion. N24.de stellt Sie Ihnen vor - Spielstätten wie das legendäre Anfield Stadium.
Der Inbegriff des Fußballstadions: Gänsehaut pur, von der 1. bis zur 90. Minute. Pausenlose Anfeuerung der heimischen "Reds" und der Fußballsong überhaupt "You'll never walk alone" - da wird selbst Oma Kasulke zum Liverpool-, ähm Fußballfan.
Ein weiteres Stadion mit Kultcharakter steht ebenfalls auf der Insel. Das Old Trafford in Manchester. Mehr als 76.000 Fans passen auf die Ränge, die ausschließlich mit Sitzschalen bestückt sind. Bald sollen es 95.000 sein, damit auch ...
... der Nachwuchs-"Red Devil" seinen Platz findet.
Das Arsenal Stadium in London ist eigentlich ...
... nur als "Highbury" bekannt. Arsenal London spielte hier. Sein kleines Spielfeld (100×67 Meter) war eine Besonderheit. Es fasste 38.500 Zuschauer und verfügte nur über Sitzplätze. Als es zu klein für den ...
... ständigen Champions-League-Teilnehmer Arsenal wurde, entstand das Emirates Stadium. Knapp 60.000 Fans passen rein, es ist nach Wembley und Old Trafford die drittgrößte Arena in England. Aber den Kultstatus des Highbury, dem Nick Hornby ...
... mit "Fever Pitch" gewissermaßen ein Denkmal gesetzt hat, muss es sich erst erarbeiten. Arsene Wenger, Arsenal-Übertrainer, wird dabei helfen. Beim Bau des Emirates beteiligte er sich aber nicht. Das ist in Deutschland schon anders: ...
... Da packen Fans, Trainer und Vorstand schon mal handwerklich mit an, wenn das Geld nicht so locker sitzt. Beispiel gefällig? 1. FC Union Berlin. Die Spielstätte der "Eisernen", die "Alte Försterei", 1920 eingeweiht, musste modernisiert ...
... werden. Um Geld zu sparen, griffen rund 2.000 Unioner zu Maurerkelle und Schweißgerät und zauberten die "AF" zu einem ...
... modernen Schmuckkästchen. Von den derzeit knapp 20.000 Plätzen sind etwa 17.500 zum Stehen gedacht. Das sorgt für die nötige Stimmung. Die komplette Überdachung sorgt dafür, dass die Fans im Trockenen stehen und sich voll und ganz ...
... auf die Unterstützung ihres Teams konzentrieren können - und das in einem "wunderschönen, liebevoll sanierten Altbau in bester Lage". Und niemals vergessen ...
... "Eisern Union!".
Union Berlin wird oft als "St. Pauli" des Ostens bezeichnet, eine Fanfreundschaft existiert auch. Kein Wunder bei der einzigartigen Stimmung am "Millerntor".
Die "Stadion-Perle" fasst derzeit etwa 23.000 Zuschauer. Die Mischung macht's: Da steht der Lude neben dem Beamten. Da sitzt die Rentnerin neben einem Türsteher und der Kiffer neben dem Großbürgerlichen aus gutem Haus. Aber spätestens wenn AC/DCs ...
... "Hells Bells" erklingt und die Pauli-Mannschaft ins Stadion einläuft, vereint sie alle die kollegiale Gänsehaut. Bleibt nur zu hoffen, dass ...
... das "neue" Millerntor - das Stadion wird seit 2006 erweitert - auch eine Stimmungskanone bleibt.
In Aachen müssen sich die lautstarken Fans der Alemannia gar an ein völlig neues Wohnzimmer gewöhnen. Der altbekannte Tivoli ist nicht mehr. Mit einem Sieg gegen Werder Bremen wurde er gewissermaßen zu Grabe getragen.
Eng, voll, nah am Spielfeld: Da werden die Fans zum wichtigen "12. Mann". Unvergessen: Die "Streichholzparade" - wenn bei Abendspielen das Flutlicht kurz ausgeschaltet wurde und ...
... angezündete Streichhölzer und Feuerzeug-Flammen die Fußballarena in ein Lichtermeer verwandelten. Tja, die Aachener Fans wissen, worauf es ankommt. Jetzt wird umgezogen - in ...
... den "neuen" Tivoli. Seit Mitte 2008 entsteht die neue Heimstätte unweit des "alten" Tivoli und soll ...
... mit Beginn der Saison 2009/2010 die neue Heimat von Alemannia Aachen werden. Für Groundhopper ein Muss!
Groundhopper sollten aber auch einen Abstecher nach Dortmund machen. Dort steht quasi der "Tempel des BVB-Kults".
Früher Westfalenstadion, hört das größte Stadion Deutschlands, in dem etwas mehr als 80.000 Fans Platz haben, heute auf den Namen Signal-Iduna-Park. Aber was soll's: Die "gelbe Wand", eine Stehplatz-Tribüne mit 24.454 Plätzen, sucht in Europa ...
... ihresgleichen. 24.454 Fans, die ununterbrochen ihre Mannschaft zum Sieg schreien wollen - vor allem wenn es gegen den Lieblingsggener Schalke 04 geht.
Da ist Stimmung in der Bude bei Deutschlands heißestem Derby. Dann lernen selbst ...
... die Kleinsten: "Schalke schlagen is dat schönste uffe Welt!.
Die "Königsblauen" sehen das natürlich anders. Aber auch Schalke 04 besitzt ein echtes Schmuckstück für seine Heimspiele.
Die Arena "AufSchalke" ist allerdings kein reines Fußballstadion, sondern eine Mehrzweck-Arena. Da wird auch schon mal Biathlon betrieben oder geboxt. Die Stimmung in der knapp 61.000 Zuschauer fassenden "Turnhalle" (das Dach und der Rasen sind ...
... fahrbar) kann sich dennoch problemlos mit der in Dortmund messen. Das mittlerweile "Veltins-Arena" heißende Stadion wurde 2001 nach knapp dreijähriger Bauzeit fertiggestellt und ersetzte damit ...
... das Parkstadion als Heimspielort des FC Schalke 04. Die "Schaaalke, Schaaalke"-Rufe sind seitdem noch etwas lauter geworden.
Etwas kleiner, aber nichtsdestotrotz ein Kultstadion: Die Bielefelder Alm.
Zwar sind von 27.300 Plätzen knapp 20.000 Sitzplätze, der Stimmung tut das aber keinen Abbruch - vor allem wenn der Gegner VfL Bochum heißt, geht es in der ...
... seit 2004 heißenden Schüco-Arena heiß her. Seit Mitte der 90er gibt es eine, mal mehr mal weniger gesunde, Rivalität. Die Bochumer indes ...
... waren lange stolz, dass ihr Ruhrstadion einfach Ruhrstadion hieß. Mittlerweile firmiert es unter Rewirpower-Stadion, was der Stimmung in dem kleinen und kompakten, aber mit steilen Rängen versehenen Viereck keinen Abbruch tut. Wenn mal nichts ...
... los sein sollte, steht der VfL wohl im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Aber sonst gilt: Abstiegskampf (oder Aufstiegskampf) und dazu am besten noch Flutlicht, garniert mit einer Currywurst und heimischem Bier und fertig ist der Kultstadion-Besuch!
Fußballkult direkt, ohne Schnickschnack, ohne Show? Ab ins Georg-Melches-Stadion an der Hafenstraße in Essen! Spielstätte des Viertligisten Rot-Weiss Essen. 18.500 Stehplätze bei einem 22.500er Fassungsvermögen hätten eine höhere Spielklasse verdient.
Borussia Mönchengladbach hatte lange Zeit den "Bökelberg". Eine Institution. Mehr Tradition in der Bundesliga ging fast nicht: Deutsche Meisterschaften wurden hier gefeiert, ebenso wie die Frisur von Günther Netzer.
Aber auch für die Borussen-Fans hieß es irgendwann Abschied nehmen von ihrer guten Stube. Am 22. Mai 2004 fand das letzte Bundesligaspiel dort statt. Borussia besiegte dabei den TSV 1860 München mit 3:1. Das letzte Tor erzielte Arie van Lent.
Danach wurde das Bökelbergstadion abgerissen. Die "Fohlen" mussten umziehen und spielen heute im Borussia-Park. Das Stadion - 2004 eröffnet, Fassungsvermögen über 54.000 Zuschauer - bietet immerhin ...
... mehr als 16.000 Stehplätze.
Was den Gladbachern ihr "Bökelberg" war den Frankfurtern ihr "Waldstadion". Es war nicht perfekt, weil nicht ganz wasserdicht, aber man konnte dort Fußball leben und Stars wie Lajos Detari, Uwe Bein, Tony Yeboah oder Jay-Jay Okocha bewundern. Doch ...
... dann kam die Fußball-WM 2006 und ein neues Stadion, eine Arena mit Dach sollte her. Heute heißt das Waldstadion ...
... Commerzbank-Arena, hat ...
... ein bewegliches Dach, und ist immer ...
... noch nicht perfekt, will heißen wasserdicht. Beim Confed-Cup 2005 hielt das Dach den Regenmassen nicht ganz stand. Doch irgendwie sympathisch, oder? Eines hat sich auch mit der neuen Arena nicht geändert: Die Fans ...
... der Eintracht sind die lautesten und einfallsreichsten der Liga, ihr Ruf ist weithin legendär. Das ...
... weiß man auch auf dem "Bieberer Berg", wo die Offenbacher Kickers spielen. Quasi das Schalke 04 von Eintracht Frankfurt. Das Stadion ist noch ein Stadion. Egal ob man sitzt oder steht: Man hat das Gefühl, die Tribünen vibrieren, wenn der OFC gewinnt.
Einst war der "Berg" für seine bengalischen Feuer berühmt. Die sind mittlerweile in allen deutschen Stadien verboten. Dennoch: Hier kann man Fußballtradition noch riechen und schmecken.
Kein Wunder, dass der damalige Fußball-Weltmeister Brasilien vor der WM 2006 sein einziges öffentliches Training im Stadion am Bieberer Berg hatte. Wer dabei war, wird's nie vergessen!
Für das 1921 erbaute Stadion und für die Fans bleibt nur zu hoffen, dass der OFC auch bald wieder höher als in der 3. Liga spielt.
Hier schnürte Fritz Walter schon seine Töppen: Wer sich nach Kaiserslautern aufmacht, den Betzenberg hinauf zum Fritz-Walter-Stadion, weiß, was es heißt, ...
... ein "Roter Teufel", ein Lautern-Fan zu sein. Hier schlägt das "Herz der Pfalz".
Kaiserslautern hat knapp 100.000 Einwohner. Da scheint ein Stadion mit 48.500 Plätzen etwas überdimensioniert, fast größenwahnsinnig. Aber in der Pfalz bedeutet Heimatverbundenheit eben noch etwas.
Selbst in der 2. Liga, in der der 1. FC Kaiserslautern derzeit spielt, kommen rund 34.000 Zuschauer im Schnitt - europaweit einzigartig.
Und wehe, wenn sie losgelassen!
In der Millionenstadt Hamburg darf das Stadion mit 57.000 Plätzen noch etwas größer ausfallen.
Wer in der obersten Reihe der Arena Platz nimmt, sollte ein Fernglas mitnehmen. Dann lassen sich hervorragend Taktik und Spielweisen der Teams analysieren.
Die Fans sind, ganz untypisch für Norddeutsche, gar nicht unterkühlt. 10.000 Stehplätze sorgen dafür, dass auf den Rängen die Lutzi abgeht. Ein Ausbau auf 61.000 Plätze beginnt zum Jahreswechsel. Fehlt eigentlich nur noch der FC St. Pauli als Gegner.
Das "Grünwalder Stadion", eigentlich Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße, gehört zu 1860 München wie der Alkohol zum Stadionbier. Hier feierten die "Löwen" einst ihre Fußballfeste und immerhin eine Meisterschaft (1966).
Heute spielt nur noch die 2. Mannschaft der "Löwen" an der Grünwalder Straße.
Die analoge Anzeigetafel erinnert an die guten alten Zeiten.
Kein Wunder, dass die Fans ihrem "Sechz'ger-Stadion" nachtrauern. Heutzutage ...
... müssen sich die "Blauen" mit den ungeliebten "Roten", dem FC Bayern München, ein Stadion teilen. Wobei Stadion eigentlich der falsche Ausdruck ist: Die Allianz-Arena ist zwar riesig (69.901 Plätze machen sie zur Nr. 3 in Deutschland), Stimmung ...
... kommt in dem "Schlauchboot" oder "Autoreifen" genannten Rund aber nur auf, wenn die "Großkopferten" Bayern gegen noch "Großkopfertere" spielen, wie den AC Mailand, Manchester United oder den FC Barcelona.
Kein Wunder, dass Ex-Manager Uli Hoeneß etwas neidisch nach Barcelona schaut.
Dort steht das Camp Nou, Heimstätte des aktuellen Champions-League-Siegers. Das Stadion gilt als eines der stimmungsvollsten Europas. Mit einstmals 120.000 Zuschauern und derzeit knapp 98.000 ist es das größte Stadion Europas und schon allein ...
... deshalb Kult. Nach einem Umbau durch den Stararchitekten Norman Foster sollen weitere 10.000 Plätze hinzukommen.
Bleibt nur noch das Maracana-Stadion in Rio de Janeiro. Zur Fußball-WM 1950 gebaut, sollen damals 200.000 Menschen das Gruppenspel Brasilien-Uruguay gesehen haben. Heute fasst es 96.000 Zuschauer und ist WM-Stadion 2014.
Dafür wird es mondernisiert und bleibt zwei Jahre für den regulären Spielbetrieb geschlossen. Eine bittere Pille für Groundhopper.
Schmerzhafte Mode: Sich ein Tattoo stechen zu lassen, ist keine angenehme Sache. Dafür ...
... sieht es nachher umso schicker aus. Wie dieses Exemplar, eines der bekanntesten; ...
... das geflügelte Kreuz im Nacken von Englands Superstar David Beckham.
Fußballer lieben es, ihre Körper zu verzieren. Mitunter ist das ein wenig prahlerisch. Dieser Gladiator ...
... gehört zu Italiens Ex-Kapitän Francesco Totti.
Oder die Tattoos entlarven Fußballer als ein bisschen selbstverliebt. Was diesen Herren dazu bewogen hat, ein Kinderfoto von sich selbst stechen zu lassen ...
... weiß er wohl nur selbst: Paradiesvogel Marcelinho.
Nur ein Beispiel dessen, was sich ...
... Torsten Frings auf seinen Körper stechen ließ. Der Bremer gilt als "Mr. Tattoo" im deutschen Team.
Doch Frings ist bei weitem nicht der einzige deutsche Nationalspieler, der seinen Körper verzieren ließ. "Scorpion" steht für das verewigte Sternzeichen von ...
... HSV-Verteidiger Marcell Jansen.
Oder dieser Tiger - er gehört zu ...
... Flügelflitzer David Odonkor.
Zum Vorschein kommen die Tätowierungen der Kicker eigentlich fast immer nur dann, wenn sie sich entblößen. Dieses hier war nur zu sehen, ...
... weil sich Antonio Cassano leicht bekleidet über Italiens Viertelfinaleinzug bei der Euro 2008 freut.
Und dieser Panther machte im Rahmen einer Unterwäsche-Werbekampagne ...
... Schwedens Frederik Ljungberg zum Sexsymbol.
Weniger beliebt, vor allem in Frankreich, ist der Träger dieser Tattoos.
Denn der Unterarm gehört zu Marco Materazzi, der im WM-Finale den damaligen französischen Kapitän zur Weißglut gebracht hatte.
Was natürlich, neben Symbolen und Bildern, beliebt ist: sich den Namen der Freundin auf den Arm schreiben zu lassen. "Coleen" ...
... ist der Vorname von Wayne Rooeys Gattin.
Weniger glücklich ist der Träger dieses Tattoos damit, dass er den Namen seiner Frau Adrijana auf dem Handgelenk stehen hat.
So heißt die Frau von Kroatiens Coach Slaven Bilic - die Ehe der beiden wurde geschieden.
Andreas Brehme: "Ich sag nur ein Wort: Vielen Dank!"
Otto Rehhagel: "Wir spielen am Besten, wenn der Gegner nicht da ist."
Jens Jeremies: "Ich mache immer das, was mir gesagt wird. Das habe ich im Osten gelernt."
Mario Basler: "Ich lerne nicht extra französisch für Spieler, wo diese Sprache nicht mächtig sind."
Richard Golz: "Ich habe nie an unserer Chancenlosigkeit gezweifelt."
Olaf Thon: "Wir lassen uns nicht nervös machen, und das geben wir auch nicht zu!"
Thomas Doll: "Ich brauche keinen Butler. Ich habe eine junge Frau!"
Steffen Freund: "Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: 'Komm Stefan, zieh Deine Sachen aus, jetzt geht´s los.'"
Lothar Matthäus: "Ich hab gleich gemerkt, das ist ein Druckschmerz, wenn man drauf drückt."
Toni Polster über sein verbessertes Verhältnis zu Trainer Peter Neururer: "Wir lassen uns beide von unseren Frauen scheiden und ziehen zusammen."
Rudi Völler: "Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!"
Andreas Möller: "Mein Problem ist, dass ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber."
Paul Breitner: "Da kam dann das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief´s ganz flüssig."
Sean Dundee: "Ich bleibe auf jeden Fall wahrscheinlich beim KSC."
Mehmet Scholl als werdender Vater: "Es ist mir völlig egal, was es wird. Hauptsache er ist gesund!"
Berti Vogts vor dem WM-Spiel gegen Kroatien 1998: "Die Kroaten sollen ja auf alles treten, was sich bewegt - da hat unser Mittelfeld ja nichts zu befürchten."
Franz Beckenbauer: "Berkant Oktan ist erst siebzehn. Wenn er Glück hat, wird er nächsten Monat achtzehn."
Thomas Häßler: "Ich bin körperlich und physisch topfit."
Aleksandar Ristic: "Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich."

Ein Last-Minute-Tor von Ivica Olic hat einem aufopferungsvoll kämpfenden FC Bayern München eine gute Ausgangsposition im Viertelfinale der Champions League beschert. In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte der Kroate das umjubelte 2:1 (0:1) gegen Manchester United. Zuvor hatte Franck Ribéry mit einem glücklich abgefälschten Freistoß (77.) das Blitz-Tor von Wayne Rooney nach 63 Sekunden ausgeglichen. "Am Ende war dieser Sieg verdient", sagte Torschütze Olic. "Wir haben sehr gut gespielt. Das ist für meinen Verein mein größtes Spiel."

Dabei hatte der deutsche Fußball-Rekordmeister ohne die Stammkräfte Bastian Schweinsteiger und Arjen Robben gegen den Vorjahresfinalisten lange die nötige Klasse vermissen lassen. Erst in der Schlussphase drehten die Bayern dank einer Energieleistung die Partie und tankten nicht nur Selbstvertrauen für das Rückspiel am kommenden Mittwoch, sondern auch für den Bundesliga-Gipfel am Samstag beim FC Schalke 04. Im Old Trafford reicht den Bayern ein Remis, um erstmals seit dem Titelgewinn 2001 ins Halbfinale der "Königsklasse" einzuziehen. "Ich glaube, wir haben die besseren Karten", sagte der eingewechselte Mario Gomez. "Ein geiles Spiel" sah Daniel van Buyten.

ManU nach 63 Sekunden in Führung

"Ich glaube, dass wir das Spiel dominiert haben. Ich hatte immer das Gefühl, dass wir ein Tor schießen. Dass wir zwei schießen, hätte ich nicht gedacht", sagte Bayern-Kapitän Mark van Bommel. Der 350. Auftritt im Europapokal begann nämlich bitter für die Bayern - mit dem 0:1 nach 63 Sekunden. Bei seiner Rückkehr in die Startelf foulte Martin Demichelis ManU-Mittelfeldspieler Nani auf der linken Abwehrseite. Nach dem Freistoß des Portugiesen rutschte der Argentinier dann auch noch aus, so dass Rooney ungestört den Ball aus kurzer Distanz einschießen konnte. Nur schwer erholten sich die Münchner von dem frühen Schock. Die Abwehrreihe wirkte unsicher und bekam die Angriffmaschinerie der Engländer nie komplett in den Griff.

In der Offensive fehlten der gelb-gesperrte Schweinsteiger und der verletzte Robben als Kreativkräfte und Takt- und Ideengeber. Zu behäbig agierten die Gastgeber im Aufbauspiel. Nach 20 Minuten prüfte der bis dahin blasse Franzose Franck Ribéry erstmals ManU-Torwart Edwin van der Sar. Auf der anderen Seite hätte Nani, der Bayern- Verteidiger Holger Badstuber ein ums andere mal die Grenzen aufzeigte, schon vorher den zweiten Treffer machen müssen (16.), doch sein Ball sprang von der Latte ins Feld zurück. Das taktische Konzept der van-Gaal-Elf, im Hinspiel bloß keinen Gegentreffer zu kassieren, war nach nicht einmal zwei Minuten über den Haufen geworfen.

Mehr Druck nach dem Seitenwechsel

Erst nach einer knappen halben Stunde legten die Münchner ihre Ehrfurcht vor dem englischen Rekordmeister ab. Nach Ribéry-Reingabe und Altintop-Abnahme rutschte Ivica Olic kurz vor dem Tor am Ball vorbei (28.); Danijel Pranjic scheiterte aus der Distanz an van der Sar (33.). Selbst Rooney ließ einen Hochkaräter vor dem Tor aus, als sich der schwache Demichelis bei einer Flanke verschätzte. Völlig freistehend scheiterte Rooney, der zum weißen Trikot dunkle Handschuhe trug, an Bayern-Keeper Jörg Butt (39.).

Nach dem Wechsel entwickelten die Bayern mehr Druck nach vorne. Jung-Nationalspieler Thomas Müller, der ansonsten vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb, versuchte es aus der Distanz (51.), der fleißige Robben-Vertreter Hamit Altintop mit einem Solo (56.) und Kapitän Mark van Bommel mit Gewalt (56.), doch alle scheiterten an Routinier van der Sar.

Ribéry und Olic punkten

Die Gäste von der Insel schienen sich früh mit dem Ergebnis anzufreunden. 20 Minuten vor Schluss schickte Ferguson den ehemaligen Leverkusener Bundesliga-Profi Dimitar Berbatow zur Belebung des Angriffsspiels auf den Rasen. Doch erst musste wieder van der Sar gegen Olic eingreifen (72.). Gomez feierte in der 73. Minute sein Comeback. Vier Minuten später ließ Ribéry mit einem abgefälschten Freistoß die Anhänger jubeln - der sichere van der Sar war diesmal machtlos. Glück hatten die Bayern nicht nur beim Ausgleich, sondern auch in der Schlussphase, als Nemanja Vidic mit einem wuchtigen Kopfball nur die Latte traf (83.). Als keiner mehr damit rechnete, war Olic in der Nachspielzeit zur Stelle und traf zum 2:1.

(dpa, N24)

30.03.2010 23:06 Uhr

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