DFB-Schiri-Skandal
Kempter pfeift wieder
Fifa-Schiedsrichter Michael Kempter war erstmals nach dem DFB-Schiedsrichterskandal wieder auf dem Platz. Von Polizei und Bodyguard geschützt pfiff er ein Drittliga-Spiel in Sandhausen.
Ohne besondere Vorkommnisse hat Schiedsrichter Michael Kempter erstmals seit Bekanntwerden der Affäre Amerell wieder ein Spiel des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gepfiffen. Der 27 Jahre alte Sauldorfer gab unter großem Medieninteresse vor rund 1500 Zuschauern bei der Drittliga-Partie SV Sandhausen gegen Holstein Kiel sein Comeback.
Die Polizei hatte sich vor dem Comeback des 27 Jahre alten Referees extra an den Einlasstoren aufgebaut, um die Ordner beim Durchsuchen der Zuschauer zu unterstützen. Jegliche Banner mit Verunglimpfungen gegen Kempter sollten damit erst gar nicht in das Hardtwaldstadion gelangen.
"Wir können nicht verhindern, dass die Zuschauer Sprechchöre anstimmen, um ihn zu verunsichern. Da muss ein Schiedsrichter aber durch. Zumindest wollen wir ihn aber bei seiner bestimmt schwierigen Rückkehr auf den Platz dahingehend unterstützen, dass kein Plakat mit irgendwelchen Beschimpfungen zu sehen ist. Da sind wir rigoros", sagte Klaus Franz, Einsatzleiter der Polizei Sandhausen.
Kempter selbst bekam einen bis zum Hals tätowierten Bodyguard zur Seite gestellt. Dem Fifa-Referee war die besondere Situation aber kaum anzumerken. Mit strahlendem Gesicht betrat der Sauldorfer erstmals seit Bekanntwerden der Affäre um den früheren Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell wieder einen Fußballplatz und begutachte begleitet von seinen Assistenten Sascha Stegemann und Nikolaus Athanassiadis die Spielstätte.
Nach seinen Anschuldigungen gegen den ehemaligen Schiedsrichter-Funktionär Amerell wegen sexueller Belästigung hatte er 63 Tage kein Spiel mehr geleitet. Am vergangenen Mittwoch erhielt Kempter nach einem erfolgreichen Leistungstest in Frankfurt am Main vom DFB- Schiedsrichterausschuss Grünes Licht für seine Rückkehr
(sid, dpa, N24)
10.04.2010 14:45 Uhr










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