Drastische Maßnahmen
Italien beschließt Milliarden-Sparpaket
Italiens Kabinett hat ein massives Sparpaket beschlossen. So sollen bis 2012 24 Milliarden Euro eingespart werden. Auch Italien hatte die EU-Defizitgrenze im vergangenen Jahr deutlich überschritten.
Dem Beispiel anderer europäischer Länder folgend hat nun auch Italien ein drastisches Sparpaket beschlossen. Bis 2012 sollen 24 Milliarden Euro eingespart werden. Damit soll das Defizit auf unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gesenkt werden. Das Kabinett von Ministerpräsident Silvio Berlusconi stimmte den Sparmaßnahmen zu. Konkrete Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.
Im vergangenen Jahr lag das Defizit noch bei 5,3 Prozent. Medienberichten zufolge sind Einschnitte beim Gesundheitssystem, Nullrunden bei Staatsbediensteten sowie Gehaltskürzungen für hohe Regierungsbeamte vorgesehen.
Italien hat mit 115 Prozent des BIP die höchste Gesamtschuldenlast unter den 16 Ländern der Eurozone. Noch Anfang April hatte Berlusconi versichert, dass Italien auch ohne Einsparungen aus der Krise kommen würde. Nun zieht Rom mit anderen Ländern gleich. Man müsse sehr große Opfer bringen, um Italien vor dem Griechenland-Risiko zu schützen, wurde ein enger Berater Berlusconis zitiert. Spanien will Milliarden im Beamtenapparat einsparen, Frankreich erhöht das Rentenalter und Portugal die Steuern. Deutschland wird im Juni über Einsparungen entscheiden.
(apn, N24)
26.05.2010 07:35 Uhr









