DNA an Holzklotz

Erkenntnisse durch Massen-Gentest?

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Mit Fahndungsplakaten, Phantombild und eventuell einem Massen-Gentest fahndet die Polizei im Raum Oldenburg nach den "Holzklotz-Attentätern".
Video: Holtzklotz-Wurf - Über 200 neue Hinweise

Nach der tödlichen Holzklotzattacke bei Oldenburg schließt die niedersächsische Polizei bei verlässlichen DNA-Spuren einen Massen-Gentest nicht aus. Sollten solche Spuren gefunden werden und ein Abgleich mit Datenbanken erfolglos bleiben, sei dies ein denkbares Mittel auf der Suche nach den Tätern. Dies sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Spezialisten des Landeskriminalamtes untersuchen derzeit den sechs Kilogramm schweren Klotz auf Faser-, Blut- und Hautpartikel. Indes gingen nach zwei Fernsehsendungen am Mittwochabend mit Zeugenaufrufen bis zum Donnerstagnachmittag mehr als 200 Hinweise ein. Insgesamt liegen den Fahndern nun 350 Spuren vor.

Polizei verfolgt konkretere Spur

Bei der tödlichen Attacke am Ostersonntag hatte bei Oldenburg ein von einer Brücke geworfener Holzklotz die Windschutzscheibe eines Autos durchschlagen und dabei eine zweifache Mutter aus Telgte bei Münster vor den Augen ihrer Familie getötet. Die Fahnder konzentrieren sich bei ihrer Suche mit Phantombildern auf eine vier- bis fünfköpfige Gruppe junger Leute im Alter zwischen 16 bis 20 Jahren. Nach den TV-Berichten gab es auch Hinweise auf konkrete Personen. Die Angaben der Anrufer seien in Prioritäten unterteilt worden und würden nun von der 27-köpfigen Sonderkommission "Brücke" bearbeitet.

Ergebnisse der Holzklotz-Untersuchung sind indes nicht so schnell zu erwarten. "Das geht Millimeter für Millimeter", sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes. Auch Fingerabdrücke würden gesucht, die Chancen seien jedoch gering. Am wahrscheinlichsten sei es, dass Faserspuren gefunden würden. Bei dem Klotz handele es sich um gesägtes Pappelholz, dass wahrscheinlich für ein Kaminfeuer bestimmt gewesen sei. Die Rinde habe sich durch Verwitterung bereits abgelöst.

Fernsehen zeigt Phantombild

Das am Dienstag erstmals veröffentlichte Phantombild zeigt eine Gruppe Jugendlicher - darunter vermutlich ein Mädchen mit Pferdeschwanz -, die zum Tatzeitpunkt von Zeugen auf der Brücke über der Autobahn 29 in Oldenburg gesehen wurde. Von dieser Brücke war am Ostersonntag der Holzklotz geworfen worden.

Das Phantombild war am Mittwoch unter anderem im Regionalprogramm von SAT.1 gezeigt worden. Zudem wurde die Skizze in Oldenburg verteilt.

(dpa, N24)

03.04.2008 16:31 Uhr

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