Lizenz abgelaufen

China stört Suchmaschine Google

Der Streit zwischen Google und der chinesischen Regierung geht weiter. Nach dem Ablauf der Betreiberlizenz für die Suchmaschine stört China jetzt offenbar die Suchfunktion.

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China blockiert offenbar Suchergebnisse der Suchmaschine Google. Das Internetunternehmen und die Regierung in Peking liegen sich seit Monaten in den Haaren.
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Mit einem Markenwert von 114,26 Milliarden Dollar belegt Google zum vierten Mal in Folge den ersten Platz der „Brandz-Top-100-Liste“ der US-Marktforscher Millward Brown. Die beiden Google-Chefs, Sergey Brin und Larry Page, wird das nicht stören.
Ordentlich Abstand zum Erstplatzierten hat die Nummer zwei. 86,38 Milliarden Dollar ist die Marke IBM laut der Studie wert. Der Computer-Pionier erhält damit Silber.
Platz drei ist interessant, denn erstmals schiebt sich Apple mit einem Wert von 83,15 Milliarden Euro vor Microsoft.
Microsoft hat deutlich an Boden verloren. 76,34 Milliarden Dollar reichen nur für Platz vier. Damit rangieren erstmals ausschließlich Computer- und Softwarekonzerne auf den ersten Plätzen.
Markenikone Coca Cola ist mit einem Wert von 67,98 Milliarden Dollar um zwei Plätze auf Position fünf zurückgefallen.
Gegessen wird immer, heißt es. Und immerhin bringt diese Tatsache den Burger-Brater aller Burger-Brater auf Platz sechs. Wert der Marke McDonald's: 66,00 Milliarden Euro.
Obwohl Gesetzgeber dem Rauchen weltweit den Kampf angesagt haben und Zigaretten konsequent aus dem öffentlichen Leben verbannen, schafft es Malboro immerhin noch unter die Top 10. Platz sieben für den Tabakkonzern. Wert der Marke: 57,05 Milliarden
Der chinesische Handy-Riese China Mobile ist auf Platz 8 gelandet und damit die wertvollste Telekommunikationsmarke der Welt. Wehrmutstropfen: Die Marke hat im Vergleich zum Vorjahr um ganze 14 Prozent an Boden verloren. Wert heute: 52,62 Milliarden Euro.
Der US-Gemischtwaren-Gigant General Electric kommt mit einem Wert von 45,05 Milliarden Dollar auf Platz Neun. Der einst größte Konzern der Welt ist untrennbar mit der US-Wirtschaftsgeschichte verbunden. Ein Titan der Old Economy.
Mit Vodafone hat es dann doch noch ein europäisches Unternehmen unter die Top 10 geschafft. Der britische Telekommunikationskonzern hat einen Markenwert von 44,40 Milliarden Dollar und damit ganze 17 Prozent zum Vorjahr an Wert verloren.
Und wo sind wir Deutschen? Dank dem Firmen-Softwarehersteller SAP immerhin auf Platz 21. Wert der Marke: 24,29 Milliarden Dollar. Ein Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der bayerische Motorenpionier BMW rangiert mit einem Markenwert von 21,82 Milliarden Dollar auf Platz 25. Die Krise hat die Autobauer im letzten Jahr durchgeschüttelt. Das merkt auch die Marke BMW. Wertverlust: Neun Prozent.
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Der Internetriese Google will mit seinem Straßenfoto-Dienst "Street View" einen weiteren Mehrwert seiner Google Maps liefern. Zur Einführung im Mai 2007 waren lediglich fünf Städte in den USA per Rundum-Sicht erkundbar. Seitdem ...
... sind die Wagen mit den Hightech-Kameras auf zahlreichen Straßen, Nationalparks und Fahrradwegen unterwegs. Google sammelt Bilder der Orte unter Verwendung einer speziellen Ausrüstung, besonderen Kameras und unter Einsatz von GPS-Technik. So können ...
... Bilder eines bestimmten Standortes aufgenommen und entsprechend angepasst werden. Nach Aufnahme der Bilder werden diese zu einem 360-Grad-Panoramabild zusammengefügt. Derzeit ist "Street View" ...
... für mehr als ein Dutzend Länder in Nordamerika, Europa und des Asien-Pazifik-Raums verfügbar. Deutsche Karten des Dienstes sollen noch 2010 angeboten werden. Besonders in Deutschland ist Google jedoch auf regen Widerstand gestoßen. Insbesondere ...
... Datenschützer kritisieren die ungehemmte Datensammelwut. Die rollenden Kameras lichten Häuser, parkende Autos und zufällig vorbeilaufende Passanten ab. Google veröffentlicht diese Bilder ohne die Genehmigung der aufgenommenen Passanten einzuholen.
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner macht bereits klar, dass sie "Street View" für eine "millionenfache Verletzung der Privatsphäre" hält. Google reagiert auf diese Kritik und macht auf allen Fotos Kennzeichen und Gesichter unkenntlich.
Weiterhin erarbeitet Google speziell für Deutschland technische Voraussetzungen, die besondere Rechte der Nutzer ermöglicht: Jetzt soll jeder, der nicht möchte, dass sein Haus im Internet gezeigt wird, das Bild löschen lassen können. Gesichter und ...
... Autokennzeichen werden automatisch unkenntlich gemacht. Falls das Computerprogramm etwas übersieht, will Google auf einen entsprechenden Hinweis hin nachbessern. "Diese Angebote gelten nur in Deutschland" sagt Google-Vertreter Arndt Haller.
Der Online-Konzern argumentiert den Kritiken zum Trotz, dass es bei der neuen Straßenansicht nur um die faszinierende Möglichkeit gehe, sich fremde Städte anzusehen. Aber wie funktioniert nun dieser Dienst genau?
Über den Link maps.google.de gelangt man zur Karte und über das Suchfeld kann man einen beliebigen Ort weltweit suchen. Sofern für diesen Ort "Street View" verfügbar ist, leuchtet oben links über dem Zoom-Balken ein gelbes Männchen auf.
Per "Drag and Drop" kann das Männchen mit der Maus genommen werden, anschließend leuchten alle verfügbaren Straßen mit "Street View" blau auf. Nun kann das Icon auf eine gewünschte Straße gezogen werden, von der im Anschluss ...
... die 360-Grad-Sicht angezeigt wird. Auf dem Bild sind wir auf der Tower Bridge in London gelandet. Linien und Pfeile auf den Straßen ermöglichen eine Navigation und Fortbewegung im "Street View" Modus. Neben London können ...
... so zahlreiche Sehenswürdigkeiten erkundet werden. Man kann durch die Steine im englischen Stonehenge wandern, ...
... den Eifelturm in Paris bewundern, ...
... das Colosseum in Rom umrunden und ...
... den Trubel am Times Square in New York bestaunen.
Zu besonderen Anlässen bietet Google auch passende Informationen an. So können Nutzer zu Olympia 2010 in Vancouver die Abfahrtspisten der Ski-Wettbewerbe oder die Skisprungschanzen virtuell erkunden.
Bisweilen erhält Google von Eigentümern privater Attraktionen die Genehmigung zur Veröffentlichung von Bildern in "Street View". So beispielsweise Bilder aus dem Disneyland Paris.
Und auch weltbekannte Plätze wie die Sterne des Hollywood Boulevard in Los Angeles, ...
... die Oper in Sydney, ...
... der Ocean Drive in Miami oder ...
... ein Tempel im japanischen Kyoto können per Mausklick besucht werden. Kurios und teilweise peinlich können allerdings die Aufnahmen der Google-Bilder für einige Passanten werden ...
Diese beiden wollten vielleicht nicht bei Ihrem Besuch eines Sexshops in Amsterdam aufgenommen werden.
Ebenso wenig wie wohl diese junge Dame, die neugierig dem Google-Fotowagen hinterher schaut, scharf auf ein Foto war. Derartig peinliche und lustige Street View Bilder, die während der Google-Aufnahmen geschossen wurden, machen im Internet ihre Runden.
Die automatische Gesichtserkennung der Google-Software stößt manchmal auch an ihre Grenzen, wie zum Beispiel bei diesem Poster der Band "U2". Oder sind etwa nur Bono und The Edge wichtig?
Auch Unfälle passieren während der Aufnahmen. Wenn allerdings Tote oder Schwerverletzte zu sehen sind, nimmt Google diese Bilder von der Seite.
Google selbst beweist auch Humor und versteckt so genannte "Easter Eggs" in den Aufnahmen. Hier haben sie beispielsweise einen lebensgroßen "Pegman", das Icon des Dienstes, vor dem Hafen in Rotterdam platziert.
Ein Blick in die neuartige Panorama-Welt von Googles "Street View" lohnt sich also auf jeden Fall. Sei es zum Erkunden des gebuchten Urlaubsortes, oder zur Suche nach kuriosen Bildern. Mal schauen, was auf den deutschen Aufnahmen zu finden sein wird.
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Am 5. Januar 2010 hat Google sein erstes Handy vorgestellt - das "Nexus One". Es ist eine Kampfansage an das Apple "iPhone" und andere Alleskönner-Handys. Der Internetkonzern verlängert damit seine Aktivitäten im Handy-Markt.
Seit knapp zwei Jahren ist Google bereits mit seinem Betriebssystem Android aktiv, jetzt hat der Technologiekonzern sein erstes eigenes Handy auf dem Markt. Aber was kann es genau und was kann es vor allen Dingen besser als seine Konkurrenten?
Es verfügt über viele technische Fähigkeiten, die bereits bei der Konkurrenz im Einsatz sind: Google verzichtet auf eine Tastatur und stattet das "Nexus One" mit einem berührungsempfindlichen Display aus, ...
... welches jedoch mit 800 x 480 Bildpunkten größer ausfällt als beim iPhone. Weitere Austattungsmerkmale: HSPA, WLAN inklusive 802.11n-Support, Bluetooth und eine ...
... 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz. Die Rückseite ist angeblich mit Teflon beschichtet. Der Speicher lässt sich bis 32 GByte aufstocken, geplant ist eine 4 GByte große microSD-Karte beizulegen. Auffällig ist ...
... der 1 GHz schnelle Snapdragon-Prozessor von Qualcomm, der im Inneren seine Arbeit verrichtet. Dieser ist nach Angaben des Herstellers der derzeit schnellste verfügbare Handy-Chip auf dem Markt. Als Betriebssystem ist exklusiv ...
... die verbesserte Version 2.1 von Googles Android installiert. Es soll Verbesserungen bei der Navigation bringen und verfügt über die bereits in der Vorgängerversion enthaltene kostenlose Navigations-Software. Innovativ ist ...
... die aktive Geräuschunterdrückung. Ein zweites Mikrofon auf der Rückseite hilft der Elektronik Nebengeräusche zu eliminieren, so dass man seinen Gesprächspartner besser versteht.
Praktisch in der Hand und Tasche dürfte es auf jeden Fall liegen. Das "Nexus One" besitzt die Maße von 119 x 59,8 x 11,5 Millimeter bei einem Gewicht von 130 Gramm.
Fünf Homescreens, aufgepeppte Icons und animierte Hintergründe stehen ab Werk zur Verfügung. Außerdem unterstützt das Gerät zahlreiche Webanwendungen wie unter anderem ...
... Google Earth, Wetter-Widget, verbesserte Verwaltung von Facebook-Kontakten und die vorinstallierte Navigationsfunktion Google Maps Navigation. Absoluter Vorteil des "Nexus One" gegenüber Apples iPhone ist, ...
... dass es vieles von dem, was man sich beim iPhone für teures Geld im App Store hinzu kaufen muss, wie etwa eine Navigationssoftware, beim "Nexus One" ab Werk dazu gibt.
Hergestellt wird das Google-Handy vom taiwanischen Spezialisten HTC, der mit Eigenentwicklungen bereits seit einiger Zeit selbst auf den lukrativen Markt der Smartphones drängt. Auf dem Bild ist Peter Chou, CEO von HTC, bei der Pressevorführung zu sehen.
Hier preist Erick Tseng, Senior Produkt Manager von Google, die Vorteile seiner neuen Wunderwaffe gegen Apple an. Schlaflose Nächte brauchen er und seine Kollegen nicht zu haben - erste Testeindrücke vom Handy fallen durchaus positiv aus. Außerdem ...
... ist die Vertriebsstrategie ein Vorteil für Google. Während das iPhone in vielen Ländern nur in Kombination mit bestimmten Mobilfunkverträgen zu bekommen ist, kann man das "Nexus One" auch ganz ohne Vertrag bekommen. Käuflich zu erwerben, ...
... wird es ausschließlich über einen eigens eingerichteten Web-Shop von Google sein. In den USA kostet es ohne Vertrag 529$ (370€), mit Zwei-Jahres-Vertrag von T-Mobile USA 179$ (125€). Die Preise für Deutschland stehen noch nicht fest. Bei uns ...
... soll es im kommenden Frühjahr auf den Markt kommen. Lediglich Kunden in den USA, Großbritannien, Singapur und Hongkong können es bereits jetzt kaufen. Vorteile für den Konsumenten wird Googles Handy auf jeden Fall bringen: Erstmals ...
... geht ein Unternehmen gegen Apple in Stellung, das die Fähigkeiten und Möglichkeiten hat, Bewegung in den Markt zu bringen. Bei Apple ist man also gezwungen das nächste iPhone so zu verbessern, ...
... dass es sich wieder deutlich von der Konkurrenz abhebt. Und möglicherweise ergeben sich auch Verbesserungen bei den Kauf- und Vertragsmodalitäten für das iPhone - so dass sich Groß und Klein den Traum vom iPhone erfüllen können.

Die Internet-Suchmaschine des US-Konzerns Google ist am Mittwoch in China gestört worden. Die Suchfunktionen seien "teilweise blockiert", teilte das Unternehmen mit. Mittwoch war der letzte Tag, an dem Googles Betreiberlizenz in China gültig war. Eine Entscheidung der Behörden auf Verlängerung stand zunächst noch aus. Der Konzern äußerte sich zunächst nicht dazu, ob die Blockade mit dem Ablauf der Lizenz zu tun hatte. Google und die chinesische Regierung streiten seit Monaten über Zensurbestimmungen in der Volksrepublik. Die Störungen betrafen zunächst nur die Suchfunktion. Andere Google-Dienste wie etwa E-Mail oder Nachrichten waren weiter in China zugänglich. Am Vortag hatte Google im Streit um Zensurbestimmungen dem Druck der Regierung in Peking nachgegeben. In den kommenden Tagen werde Google die automatische Weiterleitung der chinesischen Nutzer auf seine Hongkonger Website beenden, hatte das Unternehmen erklärt.

Google-Chefjustiziar David Drummond schrieb im Firmenblog, für die chinesischen Behörden sei die automatische Weiterleitung der Nutzer in die ehemalige britische Kronkolonie "inakzeptabel" gewesen. "Wenn wir unsere Nutzer weiter umleiten, würde die Lizenz zur Betreibung einer kommerziellen Website in China nicht erneuert", erklärte Drummond. Nun hoffe der Konzern auf eine Verlängerung der Lizenz. Im Januar hatte Google nach mutmaßlichen Hackerangriffen aus China damit gedroht, sich vom chinesischen Markt zurückzuziehen. In der Volksrepublik herrscht eine strenge Internetzensur. Die fast 400 Millionen Nutzer in dem kommunistischen Land dürfen auf viele ausländische Seiten wie das Internet-Netzwerk Facebook und das Video-Portal Youtube nicht zugreifen.

(AFP, N24)

30.06.2010 18:42 Uhr

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