Musik-Revolution

Apple größter US-Plattenladen

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Apples Downloadportal iTunes hat sich zum größten Musik-Einzelhändler der USA gemausert.

Neuer Meilenstein im Wandel der Musikindustrie von der CD hin zum Internet-Vertrieb: Der Online-Shop iTunes von Apple ist die Nummer eins im amerikanischen Musikhandel. iTunes überholte im Januar und Februar nach Daten des Marktforschers NPD Group erstmals den führenden US-Einzelhändler Wal-Mart, wie Apple mitteilte. In den USA werden inzwischen knapp 30 Prozent der Musik per Download verkauft - in etwa doppelt so viel wie im weltweiten Durchschnitt. Beim Internet-Vertrieb hält iTunes in Amerika eine dominierende Position mit einem Marktanteil von mehr als 70 Prozent.

Im Januar habe iTunes einen Anteil von 19 Prozent am gesamten amerikanischen Musikhandel gehabt, berichtete der Internet-Dienst ArsTechnica unter Berufung auf die NPD-Zahlen. Wal-Mart sei die Nummer zwei mit 15 Prozent gewesen und der Elektronik-Händler BestBuy folgte mit 13 Prozent. Der Online-Einzelhändler Amazon.com, der in Konkurrenz zu iTunes ebenfalls einen umfangreichen Download-Dienst aufbaut, landete demnach abgeschlagen auf Rang vier mit sechs Prozent Marktanteil.

Vier Milliarden verkaufte Songs

Seit dem Start von iTunes vor fünf Jahren verkaufte Apple mehr als vier Milliarden Songs an mehr als 50 Millionen Kunden. Die Musikkonzerne zeigten sich wiederholt unzufrieden mit Apples Marktmacht und gewährten Wettbewerbern wie Amazon oder dem Download-Dienst von Wal-Mart zum Teil günstigere Konditionen mit niedrigeren Preisen und Freiheit vom Kopierschutz. In Deutschland ist der Internet-Dienst Musicload der Deutschen Telekom ein starker iTunes-Konkurrent.

Erst am Donnerstag kündigte auch das Online-Netzwerk MySpace den Einstieg in den Musikvertrieb über das Internet an. Zum Angebot zählen Songs und Videos der großen Konzerne Universal Music, Sony BMG und Warner Music. Die Titel haben anders als die meisten bei iTunes keinen Kopierschutz. Einige Songs können zudem als werbefinanziertes Angebot kostenlos am Computer gehört werden.

Die Musikkonzerne leiden bisher schwer unter den Umsatzeinbußen durch die rapide sinkenden CD-Verkäufe. Internet-Downloads gelten aber eindeutig als der zukünftige Vertriebsweg für Musik. So rechnet das Marktforschungsinstitut Forrester Research damit, dass zum Jahr 2012 die Umsätze mit Downloads die CD-Verkäufe übertreffen werden.

(dpa, N24)

04.04.2008 18:06 Uhr

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