DFB-Präsident "amtsmüde"
Zwanzigers "Sehnsucht nach dem Privaten"
Nicht nur die Zukunft des DFB-Trainerteams ist offen, auch Präsident Theo Zwanziger ist sich nicht sicher, ob er weitermachen soll. In einem Interview spricht er freimütig von "Amtsmüdigkeit".
DFB-Präsident Theo Zwanziger hat einem Medienbericht zufolge erstmals Zweifel an einer weiteren Amtszeit geäußert und von "Amtsmüdigkeit" gesprochen. Es sei "momentan völlig offen", ob er im Oktober bei der Wahl des Präsidenten erneut kandidieren werde, sagte Zwanziger der "Rhein-Zeitung".
Grund für diese Überlegungen sei auch die heftige Kritik an seiner Person. "Die Amtsmüdigkeit, die gibt es", sagte der 65-Jährige. Zuvor hatte er nach Angaben der Zeitung am Sonntag vor Delegierten des Fußballverbands Rheinland in Altenkirchen erklärt: "Ich spüre eine tiefe Sehnsucht nach dem Privaten."
Vor WM noch fest im Sattel
Die Entscheidung, ob er erneut für das Amt zur Verfügung stehe, solle bis zur kommenden Präsidiumssitzung des Deutschen Fußball-Bundes am 30. Juli gefallen sein. "Dann müssen sich alle erklären, auch ich", sagte Zwanziger.
Vor der WM in Südafrika hatte Zwanziger noch angekündigt: "Ich werde im Oktober beim Bundestag in Essen einen sehr guten Geschäftsbericht abgeben können, dann werden die Karten neu gemischt." Von Rückzug wollte er damals noch nichts wissen. "Ich habe noch eine Menge zu tun, und meine Aufgabe als DFB-Präsident macht mit weiter viel Spaß. Deshalb habe ich noch nicht vor, mich komplett auf das Altenteil zurückzuziehen und nur in der Hängematte zu liegen."
(dpa, sid, N24)
19.07.2010 09:37 Uhr







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