"Kugelblitz" steigt auf

Ailton kehrt nach Bremen zurück

"Kugelblitz" Ailton wechselt von der sechsten in die vierte Liga. Der brasilianische Exzentriker soll künftig beim Bremer Regionalligisten FC Oberneuland auf Torejagd gehen.

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Beim KFC Uerdingen gelangen dem kompakten Brasilianer in der Rückrunde lediglich vier Treffer. Ob's bei Oberneuland mehr werden?
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"Dann kam das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief's flüssig." - Paul Breitner
"Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst." - George Best
"Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: Komm, zieh deine Sachen aus, jetzt geht's los." - Steffen Freund
"Jede Seite hat zwei Medaillen." - Mario Baster (r.). Dietmar Hamann (l.) hat auch noch einen auf Lager: ...
"Dass mein Gegenspieler mich umgestoßen und am Torschuss gehindert hat, hab ich ja noch wegstecken können, aber als er mich einen "Pardon" genannt hat, habe ich die Nerven verloren und nachgetreten." - Dietmar Hamann
"Wir müssen gewinnen, alles andere ist primär." - Hans Krankl
"Das Gegentor fiel zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt. Aber man muss an dieser Stelle auch einmal die Frage stellen, ob es Gegentore gibt, die zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt fallen." - Christoph Daum
Berti Vogts: "Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker: Nicht mal schwimmen kann er." - Und Vogts legt noch einen drauf: ...
"Hass gehört nicht ins Stadion. Solche Gefühle soll man gemeinsam mit seiner Frau daheim im Wohnzimmer ausleben."
"Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien." - Andreas Möller
"Das Tor gehört zu 70 Prozent mir und zu 40 Prozent dem Wilmots." - Ingo Anderbrügge
"Es ist immer ein schönes Gefühl, den Olli hinten drin zu haben." - Sebastian Kehl (l.)
"Keiner verliert ungerne." - Michael Ballack
"Für mich war es wichtig, zu sehen, dass ich konditionell mithalten konnte." - Axel Kruse nach einem 13-Sekunden-Einsatz
"Ich sehe in der Bundesliga Spieler, denen springt beim Stoppen der Ball weiter vom Fuß, als ich ihn jemals schießen könnte." - Horst Köppel
"Das war Not gegen Elend. Jetzt muss nur noch geklärt werden, wer was war." - Thomas Meggle
"Mal verliert man und mal gewinnen die Anderen." - Otto Rehhagel
"Ich habe es mir sehr genau überlegt und dann spontan zugesagt." - Toni Polster (l.)
"Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!" - Rudi Völler
Ergibt Sinn: "Das nächste Spiel ist immer das Nächste." - Matthias Sammer
"Es ist ein Sehnenabriss am Schambeinknochen. Hört sich lustig an – ist aber trotzdem beim Fußball passiert." - Thomas Strunz (l.)
"Auf Gefühle gebe ich gar nichts. Dreimal hatte ich das Gefühl, einen Sohn gezeugt zu haben und wir haben drei Töchter zu Hause." - Hermann Gerland
Das kurpfälzische Fußball-Original Fritz Walter: "Der Jürgen Klinsmann und ich, wir sind ein gutes Trio. - Ich meinte: Quartett." Einer geht noch: "Die Sanitäter haben mir sofort eine Invasion gelegt."
Andreas Brehme: "Ich sag nur ein Wort: Vielen Dank!"
Otto Rehhagel: "Wir spielen am Besten, wenn der Gegner nicht da ist."
Jens Jeremies: "Ich mache immer das, was mir gesagt wird. Das habe ich im Osten gelernt."
Mario Basler: "Ich lerne nicht extra französisch für Spieler, wo diese Sprache nicht mächtig sind."
Richard Golz: "Ich habe nie an unserer Chancenlosigkeit gezweifelt."
Olaf Thon: "Wir lassen uns nicht nervös machen, und das geben wir auch nicht zu!"
Thomas Doll: "Ich brauche keinen Butler. Ich habe eine junge Frau!"
Steffen Freund: "Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: 'Komm Stefan, zieh Deine Sachen aus, jetzt geht´s los.'"
Lothar Matthäus: "Ich hab gleich gemerkt, das ist ein Druckschmerz, wenn man drauf drückt."
Toni Polster über sein verbessertes Verhältnis zu Trainer Peter Neururer: "Wir lassen uns beide von unseren Frauen scheiden und ziehen zusammen."
Rudi Völler: "Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!"
Andreas Möller: "Mein Problem ist, dass ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber."
Paul Breitner: "Da kam dann das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief´s ganz flüssig."
Sean Dundee: "Ich bleibe auf jeden Fall wahrscheinlich beim KSC."
Mehmet Scholl als werdender Vater: "Es ist mir völlig egal, was es wird. Hauptsache er ist gesund!"
Berti Vogts vor dem WM-Spiel gegen Kroatien 1998: "Die Kroaten sollen ja auf alles treten, was sich bewegt - da hat unser Mittelfeld ja nichts zu befürchten."
Franz Beckenbauer: "Berkant Oktan ist erst siebzehn. Wenn er Glück hat, wird er nächsten Monat achtzehn."
Thomas Häßler: "Ich bin körperlich und physisch topfit."
Aleksandar Ristic: "Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich."
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Der Friedensnobelpreisträger Erzbischöf Desmond Tutu war vor Turnierbeginn von der Erfolgsaussicht des WM-Gastgebers überzeugt: "Wir haben die Apartheid besiegt - wir können alles und jeden bezwingen".
WM-Koordinatorin Sibongile Mazibuko gab noch rasch einige Tipps für richtiges Fan-Verhalten: "Gehen Sie vorher nicht in die Kneipe. Fahren Sie rechtzeitig ins Stadion, sehen Sie sich das Spiel an und dann gehen Sie in die Kneipe."
Sonne, Meer und Safariabenteuer sind das Klischee über Südafrika. Franz Beckenbauer klärt auf: "Da ist es saukalt und um fünf Uhr dunkel. Man muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass es da warm ist und an jeder Ecke ein Leopard sitzt."
Auch die Idylle des deutschen WM-Quartiers täusche, so der Kaiser, denn "das ist fast wie in einem Gefängnis. Man kommt ganz schwer rein, aber noch schwerer wieder raus."
Obwohl das Quartier Kritk des Kaisers einstecken musste, sieht er auch Vorteile im kalten Wetter in Südafrika: "Das wird eine gute WM. Die Spieler müssen nämlich viel laufen, damit sie nicht erfrieren."
Das Mitsingen der Hymne ist ein Muss, denn "das ergibt einfach ein besseres Bild, auch von der Optik her. Ansonsten kaut einer Kaugummi, der andere bohrt in der Nase."
Unbezahlbar ist der offizielle WM-Ball für Beckenbauer: "Der WM-Ball ist ja kein Lederball mehr, sondern eine Mischung aus Marsstaub, Mondstaub, Gold und Platin."
Dieser Ball hätte Gerd Müller ungeahnte Möglichkeiten eröffnet: "Wenn wir damals so einen Ball gehabt hätten, hätte ich Tor auf Tor gemacht."
Der dänische Nationalspieler Tomasson sagt eine wilde und ungebändigte WM voraus: "Wir sind 23 Löwen, die in ihrem Käfig herumlaufen und darauf hoffen, dass der Wärter vergisst, die Türe zu schließen. Es wird Zeit, dass es endlich losgeht."
Arne Friedrich über seine Erfahrungen in Südafrika: "Wunderheiler und Knochenwerfer habe ich noch nicht getroffen."
Ein Crash-Sprachkurs von Uwe Seeler: "Vuvuzela ist schwer auszusprechen. Deswegen sagen alle Uwe Seeler. Aber das geht mir trotzdem auf die Ohren."
Das Sprichwort "In der Ruhe liegt die Kraft" trifft nicht auf Kaka zu, wie Brasiliens Nationaltrainer sagt: "Er wollte morgens, nachmittags und abends trainieren. Wir haben ihm ein Beruhigungsmittel gegeben, damit er gelassener wird."
Gary Medel a.k.a. Pitbull outet sich über seine Gefühle beim WM-Debüt: "Ich wollte weinen, als ich auf den Platz ging, aber ich konnte nicht weinen, weil sie sonst hinterher gesagt hätten, ich sei ein 'schwuler Pitbull'."
Auch Portugals Ronaldo beherrscht die Kunst der Metaphern, wenn die Gefühle über den 7:0 Sieg gegen Nordkorea ihn überkommen: "Bei den Toren ist es wie beim Ketchup. Wenn etwas kommt, kommt gleich alles auf einmal."
Otto Rehagel erklärt sich die Talentfülle in Südamerika so: "In Brasilien und Argentinien wachsen die guten Spieler auf den Bäumen.
Wenn wir irgendwann mal Ronaldo, Kaka oder Messi haben, dann können wir auch dementsprechenden Fußball spielen", erzählt Griechenlands Trainer weiter.
Erklärungsversuche der englischen Daily Mail über den gescheiterten Elfmeter: "Der kann doch kein Deutscher sein! Podolski verpatzt einen Elfmeter... aber er wurde auch in Polen geboren."
Grund der Niederlage gegen Serbien war ein inkompetenter Schiedsrichter laut Bundesliga-Schiri Knut Kircher. Der WM-Referee Alberto Undiano "machte einen hilflosen Eindruck. Für mich war er ein Kartenspieler ohne Persönlichkeit."
Trotz des frühen Ausscheidens in der Vorrunde Neuseelands, hat der Mannschaftskapitän Ryan Nelsen immer noch ganz große Sprüche parat: "Wenn das die besten Schiedsrichter sind, die die FIFA zu bieten hat, will ich die schlechtesten nicht sehen."
Trainer Ottmar Hitzfeld plant eine berufliche Umstrukturierung bei den Schiedrichtern und würde bei Gelegenheit sicherlich manchen Schiedsrichter umdisponieren: "Die einen sollen auf dem Fußballfeld pfeifen, die anderen am Strand."
Nach Ottmar Hitzfeld bestätigt die Ausnahme die Regel, denn "die Schweiz wird überall ernst genommen, nur in Deutschland nicht."
Frankreichs Ex-Nationalspieler Cantona über das WM-Aus der Franzosen: "Es ist gut, dass Frankreich so früh nach Hause musste. Noch eine Woche und die Spieler hätten sich gegenseitig aufgefressen. Das war der beste Weg, den Kannibalismus zu verhindern."
Zum Glück ist Felix Magath Trainer bei Schalke und nicht Wahrsager: "Für den Gewinn des Titels fehlt der deutschen Mannschaft die nötige Reife. Weltmeister werden die Engländer."
Englands Teammanager Fabio Capello wollte zum 0:0 gegen Algerien nicht spezifisch werden, aber "ich werde nicht über einzelne Spieler reden - aber Rooney spielte nicht wie Rooney."
Rooney war ganz offensichtlich enttäuscht über den Alltag in Südafrika und über die fehlende Freizeit. "Frühstück, Training, Mittagessen, Bett, Abendessen, Bett. Und es gibt auch eine Grenze dafür, wie oft man Dart und Snooker spielen kann."
Nicht jeder will Dart oder Snooker spielen, denn laut der argentinischen Zeitung Ole heißt es: "Die Deutschen denken jetzt an ihren vierten WM-Titel, die Engländer wieder an ihr Bier."
"Diego, der Junge heißt Müller" war der Titel der argentinischen Sportzeitung Ole, nachdem der argentinische Nationaltrainer Diego Maradona Thomas Müller mit Missachtung bestraft hatte. Und diesen Namen wird er sicherlich jetzt nicht mehr vergessen!
Und wie gut kennt Thomas Müller den argentinischen Trainer? "Ich habe Maradona aus zeitlichen Gründen nicht mehr so erlebt. "
Der Kampfgeist der Hand Gottes ist ungebrochen. Nach Pelés Kritik, Maradona sei nur aus finanziellen Gründen Nationaltrainer geworden, zischt er Giftpfeile zurück: "Pelé soll zurückgehen ins Museum."
Lionel Messi: "Wir spielen den schönsten Fußball, haben die schönsten Spieler und wissen, wie wir unsere Frauen behandeln müssen." Aber vor allen Dingen sind sie sehr bescheiden.
Bundestrainer Joachim Löw über ein mögliches Elfmeterschießen gegen Argentienien: "Vor vier Jahren hatten wir gegen Argentinien einen Zettel, diesmal brauchen wir einen Katalog." Oder Millimeterpapier.
Thomas Müller macht sich keine Sorgen um die Stimmung bei den deutschen Fans: "Ich glaube, da gibt es nur traurige Gesichter bei schlechtem Wetter und ohne Grillfleisch."
Auch dürr sein hat nach Müller seine Vorteile: Die Verletzungsanfälligkeit ist gleich Null, denn "Wo keine Muskeln sind, kannst Du Dir auch nicht wehtun! Meine Waden sind so dünn, da kann kein Gegner die Knochen treffen, weil man sie so schlecht sieht."
"Mein Namen ist in den vergangenen Tagen sehr oft falsch geschrieben worden. Ich heiße Claudemir Jeronimo Barreto. Nicht Maria und nicht da Silvo. Das ist frei erfunden. Sie können mich aber auch als Cacau ansprechen, nicht Herr Cacau".
Brasiliens Staatspräsident Luiz Inacio da Silva spricht klare Worte: "1994 hatten wir ein Team von Hinkebeinen. Wir haben hässlich gespielt und trotzdem die WM gewonnen. Schönes Spiel zählt nicht. Das Einzige, was zählt, ist der Gewinn des WM-Pokals."
Männerliebe: Miroslav Klose sehnt sich nach Nähe, mit wem ist nicht von Vorrang: "Da meine Frau nicht da ist, muss ich mit Harald kuscheln. Da kann ich mir allerdings Schöneres vorstellen." Hauptsache jemanden zum Kuscheln, Klose!
Uruguays Nationalspieler Oscar Tabárez sagte Paul den Kampf an: "Nun sind wir doppelt motiviert. Es geht nicht nur darum, Deutschland zu schlagen, es geht auch darum, den Tintenfisch zu schlagen", ... und scheiterte.
No risk, no fun. So sieht das auch Kaiser Franz Beckenbauer: "Fußball ist kein Schachspiel, da kracht's halt hin und wieder. "

Die Rückkehr von Ailton nach Bremen ist perfekt. Der frühere Torjäger von Werder Bremen hat nach übereinstimmenden Medienberichten einen Zweijahresvertrag beim Fußball-Regionalligisten FC Oberneuland unterschrieben. Zuvor war der Kontrakt des 37 Jahre alten Stürmers beim KFC Uerdingen aufgelöst worden. Beim Bremer Viertligisten trifft Ailton auf seinen ehemaligen Werder-Kollegen Mike Barten, der Trainer des FC Oberneuland ist.

"Mich freut es, wenn es ihm gut geht, aber rein sportlich gesehen fällt mir dazu nichts mehr ein", kommentierte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs im "Weser-Kurier" den Transfer. Ein Sponsor soll den Coup eingefädelt haben und auch für das Gehalt von Ailton aufkommen. Das erste Pflichtspiel für seinen neuen Club könnte Ailton im DFB-Pokal am 14. August gegen den Bundesligisten SC Freiburg bestreiten.

Bei Uerdingen gefloppt

"Kugelblitz" Ailton spielte von 1999 bis 2004 für Werder Bremen und gewann mit den Hanseaten 2004 das Double. Damals wurde er auch Bundesliga-Torschützenkönig. Nach der Trennung von Werder versuchte der Brasilianer bei zahlreichen Vereinen im In- und Ausland - unter anderem Hamburger SV, Schalke 04, Besiktas Istanbul und Roter Stern Belgrad - an seine erfolgreiche Zeit in der Weserstadt anzuknüpfen.

Die Engagements endeten zumeist mit einer Enttäuschung für alle Beteiligten. Auch die mit einem großen Medienrummel begleitete Verpflichtung beim Ex-Bundesligisten KFC Uerdingen hatte nicht die erhoffte sportliche Wirkung. In der sechstklassigen Niederrheinliga erzielte Ailton in der Rückrunde vier Tore. FCO-Trainer Barten kündigte an, dass es keinen Freifahrtschein für den Stürmer geben werde.

(dpa, N24)

23.07.2010 11:25 Uhr

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