Neuer Explorer ohne V8

Die neue Generation sagt dem V8 Adieu

Beim großen Ford-SUV heißt die Devise Downsizing: Erstmals erhält das Auto einen Vierzylinder-Turbo. Außerdem bekommt der Explorer ein Terrain Management System ähnlich wie beim Range Rover.

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Die neue Generation des Ford Explorer wirkt schick und dynamisch
Die Dachsäulen werden geschickt verborgen - bis auf die C-Säule
Die Gestaltung von C- und D-Säule erinnert entfernt an die Mercedes M-Klasse
Der gelochte Grill lässt an den Range Rover denken
Das neue Modell wird mit V6 und einem USA-untypischen Turbo-Vierzylinder angeboten
Der Explorer ist mit fünf Meter Länge größer als eine Mercedes M-Klasse
Das neue Terrain Management System erlaubt die Anpassung des Fahrzeugs an verschiedene Untergründe
Die Alu-Motorhaube ist eines von vielen Leichtbau-Elementen
Innenraum: Kühles Hightech-Ambiente
Der Tacho hat einen türkisfarbenen Zeiger
Der Neuling wird ausschließlich mit einer Sechsgang-Automatik angeboten
Eine optionale Rückfahrkamera erleichtert das Einparken und das Koppeln mit einem Anhänger
Terrain Management: Die Modi heißen Schnee, Sand, Schlamm oder "Normal" - und in der Mitte der Bergabfahrassistent
Im Innenraum dominieren Schwarz und Silber, die Holzleisten sind eher schmal
Die Tür-Innengriffe leuchten bläulich
Auch andere Bedienelemente werden durch blaues Licht hervorgehoben
Die Sitze lassen sich offenbar elektrisch umklappen ("stow")
Der Explorer bietet bis zu sieben Sitze in drei Reihen
Die Lehnen lassen sich separat nach vorne falten
Ganz hinten können auch noch zwei Insassen Platz nehmen
Ganz flach: Der Laderaum scheint gut nutzbar zu sein
Der Explorer besitzt einen permanenten Allradantrieb
Das große SUV ist das richtige Auto für Leute mit sperrigem Hobbygerät
Das Auto kann bis zu 2,2 Tonnen schwere Hänger an den Haken nehmen
Die neu Optik ist deutlich anders als bei dem in die Jahre gekommenen, noch aktuellen Modell (kleines Bild)
Auch am Heck ist die Optik-Verbesserung gegenüber dem Vorgänger (kleines Bild) offensichtlich
Die neue Generation des Ford Explorer wirkt schick und dynamisch

Im

Jahr 1991 kam der Ford Explorer auf den US-Markt. Er ersetzte den kleineren Bronco. In vier Generationen hat das Auto in den USA dazu beigetragen, dass aus der Nischengattung SUV eine der beliebtesten Autoklassen wurde. Von 1993 bis 2001 wurde das Auto auch in Deutschland angeboten. Nun steht die fünfte Generation in den Startlöchern.

Weg vom V8-Motor

Die angejahrte Optik des noch aktuellen, 2006 eingeführten Modells ist einem modern wirkenden Design gewichen, das sich an der Studie Explorer America aus dem Jahr 2008 orientiert. Die Länge stieg von 4,90 auf 5,01 Meter. Während bisher ein V6 und ein V8 angeboten wurden, gibt es nun neben einem neuen V6 einen Vierzylinder-Turbo. Letzterer besitzt eine Benzin-Direkteinspritzung und die Nockenwellenverstellung Ti-VCT (Twin independent variable camshaft timing). Der Motor entwickelt etwa 240 PS bei 5.500 U/min und 339 Newtonmeter zwischen 1.700 und 4.000 Touren. Auch der neue V6 ist sparsamer als der alte, laut Ford sogar um 20 Prozent. Dazu tragen ein geringerer Hubraum - 3,5 statt 4,0 Liter - sowie Ti-VCT bei. Das Aggregat entwickelt etwa 294 PS und 346 Newtonmeter. Beide Motoren werden mit einer Sechsgang-Automatik kombiniert. Hier wurden die kleinen Gänge kürzer übersetzt, um das Beschleunigen aus dem Stand zu verbessern.

Leichtbau und RoWi-Reifen

Zur Verbrauchssenkung setzt Ford auf Leichtbau: Obwohl etliche neue Komponenten integriert wurden, sank die Masse um rund 45 Kilo - unter anderem durch eine Aluminium-Motorhaube. Außerdem wurde auf die Aerodynamik geachtet und rollwiderstandsarme Reifen werden eingesetzt. Auch der neue Klimakompressor sowie die elektromechanische Servolenkung helfen beim Spritsparen. Letztere ermöglicht es Ford auch, den optionalen Einparkassistenten anzubieten, bei dem das Auto das Lenken selbst übernimmt.

Serienmäßig Frontantrieb, optional als 4WD

Serienmäßig hat der Explorer einen Frontantrieb, mit Allradantrieb ist nur das V6-Modell erhältlich. Das neue Terrain Management System ähnelt dem Terrain Response System des Range Rover. Es ersetzt die traditionellen Geländewagen-Einstellungen 4Hi, 4Low und Auto durch einen Drehschalter, mit dem der befahrene Untergrund ausgewählt wird: Schnee, Sand, Schlamm oder "Normal", also Asphalt. Die Einstellung beeinflusst die Motorsteuerung, das Ansprechverhalten des Gaspedals, die Schaltpunkte der Automatik, die Traktionskontrolle sowie das ESP. Zum System gehört auch ein Bergabfahrassistent, der bei Gefällefahrten die Kontrolle der Geschwindigkeit erleichtert.

Airbag-Sitzgurt im Fond

In puncto Innenraum rühmt Ford das flexible Raumkonzept und die große Ladekapazität. Das Auto bietet drei Sitzreihen und einen verbesserten Geräuschkomfort. Die Sicherheit erhöht der weltweit erste Airbag-Sitzgurt für den Fond. Er verteilt die Kräfte bei einem Aufprall auf eine fünfmal größere Fläche als konventionelle Gurte, was besonders bei Kindern und Senioren die Verletzungsgefahr senken soll. Da der Aufblasgurt besonders komfortabel ist, könnten Gurtmuffel ihn eher anlegen als einen normalen, so Ford. Zu den Sicherheitsfeatures gehören auch ein ESP sowie Front-, Seiten- und Vorhangairbags. Optional gibt es einen Abstandstempomaten mit Kollisionswarnung und einen Totwinkelassistenten mit Warnung vor Querverkehr.

Bis zu 2,2 Tonnen Anhängelast

Das V6-Modell kann bis zu 2,2 Tonnen ziehen. Beim Anhängen hilft eine Rückfahrkamera mit Zoomfunktion. Zum Anhängerpaket gehören auch eine Gespannstabilisierung sowie ein spezieller Anhängermodus, der auf Gefällestrecken die Motorbremswirkung verstärkt. Die Produktion des neuen Explorer beginnt Ende 2010, sodass der Neuling im Winter bei den Händlern erscheint.

(Autonews)

29.07.2010 10:39 Uhr

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