Blutige Tage in Mexiko

Drogenbaron "Nacho" zur Strecke gebracht

Der mexikanische Drogenbaron Ignacio "Nacho" Coronel ist bei einem Feuergefecht mit Soldaten getötet worden. "Nacho" war einer der Anführer des mächtigsten Kartells des Landes.

Einer der drei Anführer des mächtigsten Drogenkartells in Mexiko ist bei einem Feuergefecht mit Soldaten getötet worden. Der Tod von Ignacio "Nacho" Coronel ist der schwerste Schlag gegen das Sinaloa-Kartell, seit Präsident Felipe Calderon Ende 2006 eine militärische Offensive gegen Drogenhändler einleitete. Die US-Bundespolizei FBI wirft Coronel vor, in Geheimlaboren in Mexiko Methamphetamin hergestellt und in die USA gebracht zu haben. Für seine Festnahme war eine Belohnung von fünf Millionen Dollar ausgesetzt.

General Edgar Luis Villegas erklärte auf einer Pressekonferenz, Soldaten hätten sich dem Versteck Coronels genähert. Dieser habe geschossen und einen Soldaten getötet. Die Truppen hätten das Feuer erwidert und Coronel getötet. Der mexikanischen Regierung wurde vorgeworfen, dass Sinaloa-Kartell zu bevorzugen oder nicht so hart gegen es vorzugehen wie gegen andere Drogenbanden. Der Präsident hat die Vorwürfe scharf zurückgewiesen.

US-Konsulat geschlossen

Unterdessen wurde das amerikanische Konsulat in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez geschlossen. Die US-Botschaft erlkärte, Grund sei eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen. Vor vier Monaten hatten Mitglieder einer Drogenbande eine amerikanische Mitarbeiter des Konsulats, ihren Ehemann und zwei weitere Personen getötet. Das Konsulat ist die einzige Einrichtung, in der Mexikaner eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für die USA beantragen können.

(Christof Kerkmann, dpa, N24)

30.07.2010 07:41 Uhr

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