Europa-League-Quali

VfB Stuttgart siegt glücklich gegen Molde

Der VfB Stuttgart hat den ersten Pflichtspielsieg der Saison eingefahren. Beim Europa-League-Qualifikationsspiel gegen den norwegischen Molde FK gelang den Schwaben ein 3:2.

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Es war mühsam, aber es reichte zum Sieg.

Beim Umweg nach Europa ist dem VfB Stuttgart auf der ersten von vier Etappen ein glücklicher Sieg gelungen. Der Fußball-Bundesligist erreichte in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League beim norwegischen Vizemeister Molde FK ein 3:2 (1: 0). Den Siegtreffer für die in der Abwehr bisweilen desolaten Stuttgarter erzielte Martin Harnik (82.) - der österreichische Neuzugang war erst drei Minuten zuvor eingewechselt worden.

"Wir hätten ein ruhigeres Leben haben können", sagte Trainer Christian Gross, "aber die Mannschaft hat den Sieg gewollt und das war gut so." Vor dem Kopfball-Treffer von Harnik hatte der VfB in einem phasenweise turbulenten Spiel zweimal eine Führung verschenkt. Der schwedische Angreifer Mattias Moström (65.) und Magne Hoseth (76.) glichen jeweils die Treffer von Sebastian Rudy (27.) und Zdravko Kuzmanovic (74.) aus.

Erster Test ohne Khedira

Dem Rückspiel am kommenden Donnerstag in Stuttgart kann der VfB nach dem Zittersieg gelassen entgegensehen. Anschließend müssten die Schwaben allerdings auch noch eine Play-off-Runde überstehen, um die Gruppenphase zu erreichen. In der Play-off-Runde greifen dann auch die Bundesligisten Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen in den Kampf um den Einzug in eine der zwölf Gruppen zu je vier Mannschaften ein.

Im ersten Pflichtspiel der Saison konnte der VfB Stuttgart zugleich zum ersten Mal die Zukunft ohne Sami Khedira testen: Beim Wechsel des Nationalspielers zu Real Madrid geht es nur noch um die Ablösesumme. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bekamen die Schwaben die Begegnung zunächst auch schnell in den Griff, machte sich in der zweiten Halbzeit aber auch selbst das Leben schwer. Mit den Führungstreffern im Rücken agierten sie jeweils zu sorglos.

Bobic will in den Europapokal

"Wir haben mit einer Notabwehr gespielt", betonte Trainer Gross. Weil die urlaubenden Nationalspieler noch nicht zur Verfügung stehen und Kapitän Matthieu Delpierre verletzt ausfällt, spielte Rückkehrer Christian Gentner neben Georg Niedermeier Innenverteidiger. Vor allem Niedermeier hinterließ keinen guten Eindruck. Auch Torhüter Sven Ullreich, der nach dem Rücktritt von Jens Lehmann die neue Nummer eins der Stuttgarter, wirkte bisweilen unsicher.

"Wir müssen im Europapokal weiterkommen", hatte der neue Manager Fredi Bobic der Mannschaft mit auf den Weg nach Norwegen gegeben; er selbst war jedoch daheim geblieben, um den Transfer von Khedira zum spanischen Rekordmeister abzuwickeln und zudem die von Trainer Gross mit Nachdruck geforderten neuen Spieler zu verpflichten. Der Schweizer wünscht sich vor allem Flügelspieler. Die Qualität und Anzahl der Neuverpflichtungen hängen auch davon ab, wie hoch die Ablösesumme für Khedira ist.

(sid, N24)

30.07.2010 09:00 Uhr

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