Insolvenzverfahren

Neuer Aufschub für Karstadt

Neuer Aufschub für Karstadt: Das Amtsgericht Essen hat die Frist für eine Einigung über den Verkauf der Warenhauskette bis Anfang September verlängert.

Neue Frist für Karstadt: Das Essener Insolvenzgericht hat am Dienstag die Entscheidung über die Annahme des Insolvenzplans für die Warenhauskette vertagt. Das teilte Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg am Dienstag in Köln mit. Das Gericht will nun erst am 3. September 2010 über den Karstadt-Insolvenzplan entscheiden. Ohne diese Fristverlängerung hätte dem Konzern die Zerschlagung gedroht.

Der Insolvenzverwalter sagte, der potenzielle Karstadt-Käufer Nicolas Berggruen und die Beteiligten im Vermieterkonsortium Highstreet hätten nach seinen Kenntnissen inzwischen wesentliche Fortschritte bei ihren Verhandlungen über die künftigen Mietkonditionen erzielt. Alle Beteiligten signalisierten, dass sie sich endlich zu einer abschließenden Lösung durchringen könnten.

Mietsenkungen einziger offener Punkt

Die Einigung über die Mietsenkungen ist das letzte Puzzleteil das zum Abschluss der Kaufverhandlungen noch fehlt. "Alle weiteren aufschiebenden Bedingungen des Kaufvertrages zwischen Berggruen und der Insolvenzverwaltung sind erfüllt", erklärte der Insolvenzverwalter.

Für diesen letzten Schritt bedürfe es aber offensichtlich einer weiteren Versammlung der Gläubiger des Vermieterkonsortiums, zu der nun kurzfristig eingeladen werden solle, sagte Görg. Er betonte, alle Beteiligten hätten im Insolvenzverfahren nun ausreichend Zeit bekommen, wirtschaftlich vernünftige Lösungen zu erarbeiten. "Die Zeit des Verhandelns, Verzögerns und Verhinderns muss ein Ende haben."

(apn, N24)

10.08.2010 15:05 Uhr

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