Netzwerk gegründet
Hilfe für Männer mit Brustkrebs
Für Prostatakrebs-Patienten gibt es verschiedenste Hilfegruppen. Was aber ist mit den rund 500 Männern, die jährlich in Deutschland an Brustkrebs erkranken? Ein neues Netzwerk bietet Unterstützung.
Brustkrebs bei Männern ist sehr selten. Die Betroffenen sollen aber mehr Aufmerksamkeit und Hilfe erfahren. Dazu wurde jetzt ein bundesweites Netzwerk gegründet. Die Patientenorganisation Frauenselbsthilfe nach Brustkrebs stellt dazu ihr Wissen zur Verfügung, wie die Bundesvorsitzende Brigitte Overbeck-Schulte mitteilte. Die Patienten sollen sich etwa über das Internet oder auch bei persönlichen Treffen austauschen können.
Jährlich erkranken in Deutschland rund 500 Männer an der Krankheit. Overbeck-Schulte sagte, selbst Ärzten sei oft nicht klar, wo sie ihre Patienten hinschicken sollten. Brustkrebs bei Männern sei zudem ein gesellschaftliches Tabu-Thema. Die Frauenselbsthilfe ist die größte deutsche Krebs-Selbsthilfeorganisation und setzt sich für die Belange der Patienten ein.
Der Hämatoonkologe Bernhard Wörmann aus Bremen betonte: "Brustkrebs bei Männern ist eine eigenständige Krankheit mit eigenen Problemen." Die genetische Vorbelastung spiele eine größere Rolle. Auch sei die Biologie des Brustkrebses anders als bei den Frauen und erfordere eine andere Art der Therapie. Es gebe nur wenige Informationen im Internet und keine richtige Anlaufstelle für die Erkrankten. Die geringe Zahl der Patienten macht es für sie schwierig, einander kennenzulernen und zu treffen.
(DPA, N24)
30.08.2010 09:55 Uhr






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