Die Arbeitgeber haben die Forderung der IG Metall nach sechs Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten der Stahlindustrie zurückgewiesen. "Nach dem tiefsten und brutalsten Einbruch der jüngeren Wirtschaftsgeschichte steht der Aufschwung noch auf wackeligen Beinen", schrieb der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, in einem Beitrag für die "Bild am Sonntag".
Zunächst müsse die Stabilisierung von Betrieben und Beschäftigung fortgeführt werden. "In diesen Sinne ist unser Tarifabschluss vom März angemessen und vertretbar - zwei Pauschalzahlungen für dieses Jahr und ab Frühjahr 2011 eine Erhöhung von 2,7 Prozent."
Der Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, verteidigte hingegen die Lohnforderung. "Arbeitnehmer müssen etwas vom Aufschwung abbekommen", schrieb Huber in der "Bild am Sonntag". Höhere Löhne seien gerecht und gut für die Konjunktur. "Für die Beschäftigten der Stahlindustrie fordern wir einen fairen Anteil: sechs Prozent." Darüber hinaus müssten auch Leiharbeiter und Niedriglöhner in der Branche mehr Geld bekommen.
(AFP)
29.08.2010 09:48 Uhr





