DGB-Chef kritisert Anwerbung ausländischer Fachkräfte

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Stahlarbeiter bei Thyssen

In der Debatte um den Fachkräftemangel in Deutschland hat der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) die Anwerbung ausländischer Fachkräfte kritisiert. Deutschland müsse die deutschen Fachkräfte stärker fördern, sagte DGB-Chef Michael Sommer dem "Hamburger Abendblatt". "Es ist ein Fehler mancher Unternehmen, nur auf ausländische Fachkräfte zu setzen", erklärte er. "In Deutschland leben 300.000 junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen." 17 Prozent der 20- bis 29-Jährigen hätten keine berufliche Qualifikation, das sei "ein großes Potenzial an Fachkräften".

Aufgrund des anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwungs und der alternden Gesellschaft werden in Deutschland laut Wirtschaftsexperten bis zum Jahr 2015 rund drei Millionen Arbeitskräfte fehlen. Viele Unternehmen suchen sich deshalb Fachkräfte aus dem Ausland.

(AFP)

30.08.2010 12:28 Uhr

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