Studie kritisiert Landnahme in Afrika für Biosprit in Europa

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Biosprit-Auto

Der Anbau von Pflanzen zur Herstellung von Biosprit führt einer Studie zufolge zu zunehmendem Landraub in Afrika. Wie die Organisation Friends of the Earth International (FoEI) in Brüssel mitteilte, werden in elf untersuchten afrikanischen Staaten inzwischen rund fünf Millionen Hektar Fläche für die Agrokraftstoff-Produktion genutzt. Diese Fläche wäre größer als Dänemark. Der Biosprit gelange zum großen Teil nach Europa, erklärte die Organisation. Der Anbau konkurriere mit dem heimischen Lebensmittelanbau und der eigenen Energieversorgung der betroffenen Länder.

Der FoEI-Landwirtschaftsexperte Adrian Bebb erklärte, "unsere Recherche zeigt, dass Europas Nachfrage nach Biosprit eine Haupttriebfeder für Landraub in Afrika ist. Um Autos mit dem vermeintlich 'grünen' Sprit zu tanken, nehmen in den afrikanischen Ländern Hunger und Versorgungsunsicherheit zu".

Die Organisation, dessen deutsche Sektion der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist, forderte die Europäische Union auf, dringend ihre Agrosprit-Politik zu ändern und den Beimischungszwang für Agrokraftstoffe abzuschaffen. Der Studie zufolge sind auch deutsche Firmen an der Landnahme in Afrika beteiligt.

(AFP)

30.08.2010 13:36 Uhr

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